Tag 7 – Auf nach Toronto

Nach unserer zweiten Übernachtung auf der Carousel Ranch hieß es Abschied nehmen. Doch zuerst verwöhnten uns unsere Gastgeber noch mit einem richtigen Ranch-Frühstück. Neben Eiern und Toast gab es noch Würstchen, Bacon und Kartoffeln. Ein großer gefüllter Teller der richtig satt machte. Und den besten Kaffee der Tour, gebraut vom Hausherr.

Unser Mietwagen ging mit uns auf die letzte Tour. Unser erstes Ziel war ein Earthcache schon relativ nahe an Toronto. Doch aus irgend einem Grund zeigt unser Garmin mit der OpenStreetMap nur einen Routingfehler. So suchten wir uns einen Cache in ungefährer Richtung und wieder einen und so weiter. Am Ende landeten wir dann am Kettle Pond, einem See, den ein Gletscher hinterlassen hatte. Alles kam uns hier etwas künstlich vor und wir erledigten schnell die gestellten Aufgaben um weiter zu kommen. Weiter lesen…

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Neues Cachemobil – Audi A4 2.0 TDI Avant

Die datenhamster haben ein neues Cachemobil. Nachdem uns unser alter Opel Astra, 9,5 Jahre und 105.000 km hatte er auf dem Buckel, nicht mehr vertrauenswürdig erschien, haben wir uns nach einem neuen Fahrzeug umgesehen. Am Alten klapperte es, nicht lokalisierbar, die Klimaanlage war hin, und es wären wohl noch so ein paar andere Kleinigkeiten angefallen, alle Reparaturkosten zusammen haben wir mal grob auf den aktuellen Fahrzeugwert geschätzt.

Nachdem wir eine Weile herumgetourt sind, gab es für uns nur noch zwei Alternativen: BMW 3xx Touring oder Audi A4 Avant. Wir haben wirklich viele (Neu-) Fahrzeuge probegesessen, richtig wohl fühlten wir uns nur in den Sitzen der beiden erwähnten. Kurz war noch der BMW 1er im Gespräch, der von aussen gross genug aussieht, doch sitzt man erst mal drin, hat sich das mit dem Platz erledigt. Alles wirkt gedrängt.

Den Ausschlag für Audi gab ein verregneter Sonntag. Wir wollte Cachen fahren, doch das Wetter, man kennt das ja. Also fuhren wir hier in Hamburg in der Kollaustraße auf den Platz der Audi-Niederlassung. Wir sahen uns in Ruhe um, nahmen ausgiebigst alle Modelle in Augenschein, was kein Problem war. Alle Fahrzeuge waren offen, hatten Strom zum Testen. Fast perfekt, Sonntags ist eben keine Beratung und Verkauf, aber wir wollten uns ja auch nur umsehen. Dann führte es uns um die Ecke in die BMW-Niederlassung im Nedderfeld. Hier waren wir nur wenige Minuten in den Verkaufsräumen. Alle Fahrzeuge waren abgeschlossen. Damit war uns klar, wenn BMW seine Fahrzeuge nicht zeigen will, wollen wir auch keines davon kaufen.

Schnell stellten wir fest, dass ein neuer A4 Avant, so schick er auch aussieht mit seinen gebogenen Tagfahr-LEDs, zu teuer für uns ist. Über 40.000 Euro mit passender Ausstattung, das war nicht drin und das war es uns auch nicht wert. Wir begannen uns auf dem Gebrauchtmarkt umzusehen. Aber auch hier: ernsthafte Kandidaten kosteten noch über 20.000 Euro, alle so ca. 3-4 Jahre alt und mit über 100.000 Kilometern.

Wir hatten uns schon fast entschieden, bei unserer alten Klapperkiste zu bleiben, da entdeckten wir im Internet bei einem VW-Audi-Autohaus in Trittau vor den Toren Hamburgs einen A4 Avant 2.0 TDI, 3,5 Jahre alt, 136.000 km, 143 PS, mit Klimaautomatik, Navi und noch ein paar Spielereien für 14.400 Euro. Der niedrige Preis liess uns aufhorchen. Wir fuhren auf Verdacht hin, sahen uns das Fahrzeug von innen und aussen an, und wir konnten spontan sogar eine Probefahrt machen. Das Serviceheft lag drin, scheckheftgepflegt, Dienstwagen, alle möglichen Filter und Teile waren getauscht worden, Zahnriemen war neu, einen Haken konnten wir nicht finden. Und dieses verdammte Fahrzeug fuhr sich auch noch gut. Es war fast Liebe auf den ersten Blick. Nicht mal am Preis gab es etwas zu meckern.

Als wir zurück auf dem Hof waren, stellten wir den Verkäufer vor unser Fahrzeug. Sein Angebot fiel höher aus als erwartet, und so handelten wir nicht mehr groß. Es schien ein guter Tag für uns zu sein.

Nach einigen Problemen mit der Zulassung, der Fahrzeugbrief war in der Post verschwunden, stand dann mit einigen Tagen Verspätung der neue gebrauchte Audi vor der Tür. Inzwischen haben wir ihn schon etwas länger, ca. einen Monat, sind über 1000 km gefahren, und mit 6,1 Litern Diesel auf 100 km hat er einen recht anständigen Verbrauch.

Wir sind zufrieden mit unserem neuen Cachemobil. Und wenn ich mir ansehe, dass dieser Audi nach 136.000 km noch aussieht wie neu, weiss ich jetzt schon, dass ich mir nie wieder einen Opel kaufen werde. Keine billigen Materialien die abscheuern, sondern hochwertiges, das auch so aussieht.

Folglich wird sich dann auch in unseren Reisegewohnheiten in Zukunft einiges ändern. Es wird mehr auf der Straße in den Urlaub gefahren, als geflogen. Es gibt noch so viele Ecken in Europa, die wir noch nicht gesehen haben. Jetzt fehlt nur noch der Fahrradträger :-)

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Tag 5/6 – Mt. Forest, Ontario

Am fünften Tag sah es schon viel besser aus. Wir waren ein weiteres Mal früh wach und genehmigten uns ein knappes ungesundes Hotelfrühstück. Dann ging es wieder auf die Straße. Uns stand die längste Tour unserer kleinen Rundreise bevor. Deswegen fuhren wir auch keine Seitenstraßen.

Auf der Autobahn machten wir erst mal Strecke um einen ersten Earthcache zu besuchen. Vor Ort standen wir in einer großen Ebene, in der nicht groß etwas Geologisches zu erkennen war. Hier machten wir auch Bekanntschaft mit unserem ersten kanadischem Zug.

Nach einer schnell erledigten Aufgabe ging es weiter nach Rock Glen bei Arkona. Weiter lesen…

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Ambrosia artemisiifolia

“Was für eine hübsche Pflanze.” hört man nicht selten, wenn vom Beifußblättrigen Traubenkraut die Rede ist, besser bekannt in Europa unter dem Namen Ambrosia. Ambrosia ist eine Pflanzenfamilie, gemeint ist aber im Normalfall dieses Pflänzchen:

Common Ragweed leaf

Common ragweed leaf; CC-licensed, von Homer Edward Price

Wobei “Pflänzchen” dem Gewächs keineswegs gerecht wird – ein ausgewachsener Ambrosiastauden erreicht gut und gerne mal 180 cm Höhe.

Bei “hübsche Pflanze” möchte ich immer denjenigen würgen von dem sowas kommt. Ambrosia, in Amerika als ragweed bekannt, ist einer der übelsten Einwanderer aus fremden Landen. Warum? Ambrosia hat hoch aggressive Pollen, die bei Menschen nicht bloss Heuschnupfen, sondern auch bei bereits geringer Exposition Asthma auslösen können. Die Australier bezeichnen das Gewächs (dessen Pflanzensaft übrigens stark giftig ist) auch als “asthma plant”.
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Eiscafe Marietta – Wismar

Heute waren wir in Wismar. Wir waren geocachen. Zum Abschluss eines langen Stadtrundgang-Multis wollten wir uns mit einem Eis belohnen. Wir suchten uns das Eiscafe Marietta direkt neben dem Rathaus am Markt von Wismar aus. Der Vorplatz, der mit zwanzig bis dreißig Tischen bestellt war, war gut gefüllt, aber einige waren noch frei. Wir fanden einen direkt am Eingang zum Laden.

Nachdem wir uns gesetzt und die Karte durch hatten warteten wir auf die Bedienung, die regelmäßig an uns vorbei kam. Nachdem sie einige andere wartende Tische abgefertigt hatten, von denen sich mindestens einer auch schon suchend umgesehen hatte, rauschte sie wieder an uns vorbei. Da Blickkontakt von potenziellen Kunden, die sich gerade erst gesetzt hatten, nicht reichte, versuchten wir es mit Handzeichen.

Während wir warteten war es interessant, wie sich die Arbeit aufteilte. Lediglich die Bedienung im weißen T-Shirt nahm Bestellungen auf, brachte Eisbecher an die Tische und kassierte. Sie war dabei fix und es schien, als hätte sie alles im Griff. Die zweite, im schwarzen T-Shirt schien die Aufgabe zu haben, leere Tische zu reinigen. Ab und zu, aber äußerst selten, brachte sie auch mal Eisbecher an Tische. Dabei war sie mehr auf der Suche nach dem richtigen Tisch, als auf dem Weg vom Laden auf die Freifläche.

Schließlich machten wir uns mit einem deutlichen “Hallo” an die aktivere Bedienung bemerkbar. Sie sah uns kurz an, murmelte etwas von “Moment” und war entschwunden. Inzwischen war eine viertel Stunde verstrichen, wir hatte noch nicht mal bestellt und uns zeigte sich wieder der Rücken der Bedienung. Damit war das Maß voll. Wir gingen. Wer keine Kunden braucht…

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Tag 4 – London, Ontario

Auch der nächste Tag brachte nicht viel mehr. Der Himmel war weiter bedeckt. Und aus den wenigen Regentropfen wurden stärkere Schauer. Wir spulten von Hamilton aus das gleich Programm wie am Vortag ab. Auf dem Highway los bis zu einem ausgewählten Cache und dann weiter auf Nebenstraßen. Unter anderem kamen wir an einem alten Grabfeld vorbei, das auf einem kleinen Hügel zwischen einem Wohnhaus und einem Baseballfeld lag.

Dank des eben nicht so tollen Wetters näherten wir uns schnell dem einzigen Earthcache auf der Route. Ein kleiner Trail in den sogenannten Trillium Woods. Hier im Wald gab es Unmengen an Waldlilien, die auch die Blume auf der Flagge Ontarios darstellen. Weiter lesen…

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Tag 3 – Hamilton, Ontario

Der dritte Tag unserer Reise begann ähnlich wie der letzte geendet hatte. Zwar regnete es nicht, das Wetter war sonst aber auch nicht besser. Bedeckt und kalt war es, als wir in Niagara Falls losfuhren. Über den ganzen Tag wurde es nicht besser.

Zuerst liessen wir uns vom Garmin über den Highway bis hinter St. Catherines führen. Dort hatten wir uns ein TB-Hotel als Ziel gesucht, um in das Land einzutauchen. Wir verliessen den Highway, fanden natürlich auch den Cache, und folgten dann weiter den Nebenrouten in Richtung Hamilton.

Wir waren von Weinbergen umgeben, nicht so steil, wie man es aus Deutschland kennt, dafür aber größer. Mit dem Lake Ontario im Rücken und den Weinreben um uns herum kamen wir uns fast vor wie am Bodensee. Dazu kamen noch die Obstbäume, die sich immer wieder dazwischen mischten. Es war nur alles um einiges größer.

Dank des nicht so tollen Wetters stoppten wir nicht so oft für einen Cache. Dafür sahen wir uns hiesige Supermärkte und andere lokale Läden an. Abgesehen von Wal-Mart geht es hier nicht so in Richtung Supercenter. Auch das Angebot ist anders, teils vielseitiger und es gibt einiges mehr an frischer und lokaler Ware. Erst nach einer Weile kamen wir an einem der Highlights an.

Devils Punch Bowl nennt sich ein Earthcache nahe dem entsprechenden Wasserfall. Dieser ist auch ein Horseshoe Fall, doch einiges kleiner als der in Niagara, und die Wassermenge ist dagegen ein Rinnsal. Dafür ist auch dieser hier beeindruckend und hübsch anzusehen. Weiter lesen…

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Ontario Tag 1/2 – Niagara Falls

Geschafft. Wir sind angekommen. Trotz aller Asche-Monster, wie es die deutsche Boulevard-Presse so gerne betitelt. Alles begann mit dem Wecker um vier am Montag morgen. Wir raus aus dem Bett und ab zum Flughafen. Bei Brussels Airlines gaben wir noch unser Gepäck ab, dann begann die Wartezeit am Gate.

Zusätzlich drohte noch eine Aschewolke, die Teile des europäischen Luftraums hier und da mal wieder ausser Gefecht setzte. Doch zu unserer Überraschung lief alles gut. Wir bestiegen pünktlich unseren Jumbolino, eine Avro RJ100 OO-DWK. Irgendwie sieht die kleine Maschine mit den vier Triebwerken komisch aus (Zitat: So klein und schon vier Triebwerke). Hier bekamen wir dann das, was wir gebucht hatten: Letzte Reihe, kein Frühstück. Dafür war es billig und nebenbei einer der pünktlichsten Flüge die wir bisher hatten.

In Brüssel erging es uns nicht ganz so gut. Wir beeilten uns, um rechtzeitig am Gate von Jet Airways zu sein, das in einem anderen Terminal lag. Eine knappe Stunde vor Abflug waren wir dann auch da, unser Airbus A330-200 mit der hübschen Registrierung VT-JWD stand schon bereit.

Bald erfuhren wir, dass statt 10:15 Abflug um 11:00 Boarding sei, weil es zu einer Verspätung wegen hohem Traffic in der Luft käme. Um den Wartenden die Zeit etwas abzukürzen gab es Voucher für einen Snack, und eine Frau von der Sicherheit, die herumging, sich einzelne Leute herauspickte, ihnen Fragen zum Zweck ihrer Reise und zum Gepäck stellte und für alle, die selbstgedruckte Boarding Cards hatten, die ‘richtigen’ Boarding Cards ausstellte.

Um zwölf betraten wir dann die Maschine, was uns auch nicht weiterbrachte. Als wir dann voll, also die Maschine, waren, erging die nächste Durchsage, dass uns Eurocontrol noch ein mal 40 Minuten aufgedrückt habe und man Einspruch eingelegt hätte, und wenn dem stattgegeben werden würde, würden wir gleich zurückgeschoben werden und starten. Theoretisch. Wir hörten eine FA etwas von “additional 1.5 hours” murmeln. Ein weiteres interessantes Detail entdeckten wir, als das Bordsystem neu gebootet wurde: Weiter lesen…

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Ein T-Shirt, das einigen gut stehen würde

3Dsupply hat gerade eine Aktion bei denen sie Blogger für einen Artikel ein T-Shirt schenken. Einige haben das auch schon unter dem Titel “Prostitution” verbloggt. Ich kann dem soweit nur zustimmen und wollte eigentlich nicht teilnehmen. Aber…

Genau, aber dann habe ich es hiermit doch getan. Vielmehr aus dem Grund, Euch ein T-Shirt zu zeigen, dass dem einen oder anderen Geocacher gut stehen würde.

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Eckernförde

Manche Artikel sollte man gleich schreiben, sonst verblasst die Erinnerung. Aber trotzdem möchte ich noch etwas nachholen. Letzten Dezember waren wir in Eckernförde. Natürlich waren wir auch Cachen und haben ein Cafe besucht, man hat eben so seine Prioritäten. Aber trotzdem ist auch das Städtchen selbst einen Ausflug wert.

Die Anfahrt von Hamburg ist mit etwas Verkehrsglück in gut einer Stunde geschafft. Relativ innenstadtnah fanden wir dann auch kostenlose Parkplätze, was uns schon ziemlich verwunderte. Vom Aufbau her erinnerte es uns an Lüneburg. Eine größere Parkfläche wurde in Fußentfernung von der Innenstadt, die Fußgängerzone ist, angelegt.

Was uns als erstes auffiel, waren die regionalen Läden. Hier noch der alte Metzgerladen, dort noch der Bäcker, zwar in modernem Outfit, aber regional und ohne Aufbackofen in den die Teiglinge aus dem großen Werk hineinkommen.

Wer weitergeht, steht in der Fußgängerzone, die vom Rathaus in den Stadthafen, in dem auch die Fischer mit ihrem Fang ankommen, führt. Hier ist es enger, und es wirkt wie vor dreissig Jahren. Das soll jetzt nicht negativ klingen, eher positiv sogar. Auch hier gibt es so gut wie keine Ketten. Viele kleine Läden haben hier überlebt und scheinen sich größter Beliebtheit zu erfreuen. Wo in anderen Städten der fünfte Fielmann aufgemacht hat, gibt es hier den lokelen Optiker, das kleine Teehaus und viele andere kleine und mittelständische Betriebe. Wir finden es sehr schön, wenn eine Stadt aus der Standardisierung ausbricht. Weiter lesen…

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