Von Restaurantspaziergängen, Pseudo-LPCs und Schwertern

Fast einen Monat dürfte es schon her sein, dass wir uns in Lübeck mit Knutsen42 zum Restaurantspaziergang von Slow Food getroffen hatten. Da wir früher da waren, löschten wir noch ein paar rote Punkte von der Karte, sprich, fanden wir noch ein paar Caches, die wir schon mal vergeblich gesucht hatten. Auf dem Weg zum abendlichen Event erzählten wir Knutsen von unserem Plan, am darauffolgenden Sonntag in den Osten Deutschlands zu fahren, um uns aus Spaß ein Haus anzusehen. Wir hatten nicht vor, das Haus zu kaufen, es war eben nur interessant. Knutsen willigte ohne zu zögern ein und wollte mitkommen.

So trafen wir uns dann früh am Flughafen Blankensee, um den Osten unsicher zu machen. Doch wir hatten uns noch drei Caches davor gesetzt. Als besonders zu erwähnen gilt dabei HL-Blankensee / 01, ein Quasi-Lost-Place auf einem alten Firmengelände. Wir stapften hunderte von Metern durch hohes nasses – nein, nicht feuchtes, nasses – Gras. Wir fanden auch den Cache, das war nicht das Problem. Nur hinterher wieder ab den Knien abwärts trocken zu werden…

Auf dem Weg lagen an der A20 noch ein paar Caches, auch die waren schnell gefunden, und so fanden wir uns dann doch nach einigen Stunden in Lalendorf ein. Das Haus war recht einfach auszumachen, wir hatten die Adresse erhalten. Von vorne sah es dann auch noch ganz hübsch aus, mal abgesehen vom komplett überwucherten Grundstück. Die Rückseite, und damit meine ich alles, was hinter der Frontmauer steht, war in einem Zustand, den ich hier nicht einfach beschreiben kann. Vergammelt, verschimmelt, baufällig, alle Bewohner des Dorfes schienen ihren Schrott hier abgeladen zu haben. Der Preis von unter 30.000 Euro für 8.000 qm ist sicher ein Schnäppchen. Zählt man dann aber noch ein vielfaches davon für das Entsorgen des alten Gebäudes und des Schrotts dazu, und rechnet auffahren frischen Mutterbodens auf dem steinigen und kaum fruchtbaren Grund, bleibt nichts mehr für einen Neubau über.

Nachdem wir eine Weile durchgestiefelt waren, trieb es uns weiter. Das Teterower Schwert erwartete uns. Eine kleine Wanderung von ca. 1,5 km incl. Rückweg führte uns zu einem Denkmal, das für Kriegsopfer des ersten Weltkriegs gebaut worden war. Später hatte man es um Tafeln für den Zweiten Weltkrieg erweitert.

Der Turm war offen, und so stiegen wir nach oben und genossen die Aussicht, die dank fast klarem Himmel ungetrübt war. Den Cache hatten wir natürlich auch gefunden.

Auf den Rückweg hatten wir noch das Lost Place Schloss Rossewitz gelegt. Unser Garmin wollte uns über einen drei Kilometer langen Waldweg in fragwürdigem Zustand führen. Einen Kilometer vor dem Ziel gaben wir auf. Die Fahrspur war einfach nicht mehr für unseren Cacher-Astra sicher genug. Wir wendeten kurzerhand auf einem angrenzenden Feld, dass besser zu befahren war als der Weg.

Auf dem Weg nach Hause stellten wir dann in der Cachebeschreibung fest, dass es einen sichereren Weg von der anderen Seite geben sollte. Hätten wir das nur früher gelesen. Aber wir werden wiederkommen. Mit einem SUV, jawohl. Und wir werden wieder den unbefestigten Weg nehmen.

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