Route 66 – Neue Wege auf altem Asphalt – Jens Wiegand

Schon vor einem Jahr war bei uns in Planung zusammen mit einem Freund die Route 66 zu bereisen. An dem Wunsch die Tour ein mal machen zu wollen, hat sich nichts geändert. Trotzdem fliegen wir erst ein Mal zusammen nach Thailand. Zugegeben, es ist die billigere Alternative. Doch die Faszination der „Mutter aller Straßen“ bleibt.

Und so bleibt uns erst mal nichts anderes übrig, als uns mit Reiseführern zu begnügen. Einer der neuesten und topaktuellsten ist von Jens Wiegand und nennt sich „Route 66 – Neue Wege auf altem Asphalt„.

Nach einem Vorwort und einem Interview mit dem Produzenten des frei verfügbaren Films „Route 66“ geht es auf die Reise. Von Ost nach West. Also die klassische Route. Sie beginnt in Chicago und führt durch die Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexiko, Arizona und Kalifornien bis nach Los Angeles.

Gut 4000 Kilometer Strecke sind quer durch ein riesiges Land mit unglaublich vielen Gegensätzen zu bewältigen. Natürlich ist so eine Tour auch eine Frage des Stils, und so geht der Autor auch auf die Frage ein, mit was für einem Fahrzeug die Strecke angegangen werden sollte. Doch dann geht es los. Keine Station bleibt unerwähnt. Zu jeder Stadt an der Strecke und auch zu jedem Dorf, so es erwähnenswert ist, gibt es eine Beschreibung. Und natürlich fehlt die Auflistung der Sehenswürdigkeiten auch nicht. Auch wenn die Beschreibungen dazu teilweise einen Hauch ironisch sind. Zusätzlich sind immer lokale Bräuche erwähnt, was sowohl als Hinweis, als auch als Warnung verstanden werden kann.

Zwischen den einzelnen Station sind ab und zu Artikel über passende Themen wie z.B. Baseball, Harley Davidson, die Amish, Rassenaufstände und Billy the Kid eingebunden, die einen weiteren Blick auf das Land und seine Geschichte werfen lassen.

Sehr gut gelungen ist die Routenbeschreibung. Bei den Wegen ist immer erwähnt, wann es sich lohnt, auf der historischen Strecke zu fahren oder auf den Interstate auszuweichen. Immer sind Abbiegepunkte angegeben, dazu Entfernungen und Hinweise, wo man auf welche Schilder achten muss. Wer sich damit verfährt, der wollte es so.

Den Abschluss bildet ein längeres Kapitel über Reisevorbereitungen das nicht nur Hinweise zu Autovermietungen bietet, sondern auch Hotelverzeichnisse, Übersetzungstabellen für Restaurantkarten und Begriffe aus dem KFZ-Bereich und Tipps zum Umgang mit Autovermietern, Übernachtungsmöglichkeiten und der Essensbeschaffung.

Als zusätzliche Ergänzung befinden sich innen am Einband und am Ende grobe Karten, die die Reise erleichtern sollen. Da diese aber für eine Feinnavigation nicht ausreichen ist bei jedem Streckenabschnitt erwähnt wo man kostenlose Touristenkarten bekommen kann, die dann besser geeignet sind.

Dieses Buch ist der bisher beste Reiseführer, der mir für die Route 66 untergekommen ist. Er ist genau, widmet sich auch der amerikanischen Lebensart in den Bereichen, weist auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hin und nimmt kein Blatt vor den Mund. Bis jetzt ist es das Buch, dass ich auf die Reise mitnehmen würde.

Der Reiseführer ist im Conbook Verlag (direkter Link zum Buch) erschienen, hat 512 Seiten un kostet 14,90 Euro.

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