Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf an die Plitvicer Seen. Der Nationalpark war der Hauptgrund warum es uns hier her verschlagen hat. 
Nach der kurzen Anfahrt, von Rakovica sind es ca. 15 Min., suchten wir uns einen (bezahlten, ca. 1 €/Std.) Parkplatz. Die Einfahrt sah noch modern aus mit mehreren Ein- und Ausfahrtspuren nach PKW, Bus und Wohnmobil getrennt. Doch dahinter wurde es sofort anders. Ein paar asphaltierte Busparkplätze, daneben noch ein paar für Autos und ein Weg in den Wald. Hier konnte man dann quer auf Schotter parken.
Wir kaufen uns direkt am Parkplatz unsere Tickets, 110 Kuna (ca. 15 €) pro Person für eine Eintageskarte. In der Annahme, wir müssten nur noch über die Brücke, die über die Straße führte, und wir wären am Eingang des Parks lagen wir falsch. Erst ging es noch eine lange Treppe und eine längere Zufahrtsstraße für das Parkpersonal entlang. Dann kam der Eingang, die Tickets sah sich ein Mann nur rudimentär an, und eine weitere lange Treppe führte an den großen See. Theoretisch wären wir so auch mit einer Karte vom Vortrag rein gekommen.
Norddeutsch wie wir sind machten wir erst ein mal eine Bootstour und fuhren vom ersten Anleger zum letzten auf der anderen Seite des Sees. Die Fahrten werden von kleinen Elektrobooten durchgeführt, die zwischen 50 und 100 Personen fassen. Eine schöne Idee.
An Pier 3 angekommen wandten wir uns in Richtung der Wasserfälle der unteren Seen. Ein Weg führte immer an den Seen entlang, mal über eine Brücke oder über viele Meter lange Stege, die durch die flacheren Seen gebaut wurden.
Auf dem Weg kann man die Höhle aus der Verfilmung von Karl Mays “Der Schatz im Silbersee” nicht nur bestaunen sondern auch durchwandern.
Der Weg führt weiter bis zum größten Wasserfall, der mit 78 Metern Höhe auch zu den größten Kroatiens zählt. Ein Aussichtspunkt mit Fotoposing-Möglichkeiten wurde hier eingerichtet und auch von vielen genutzt.
Wir gingen wieder zurück zum Hauptweg und folgten den Schildern zur nächsten Station der Parkbahn, die aus einem Unimog mit zwei wie ein Bus aufgemachten Anhängern besteht. Die Bahn brachte uns wieder an den Eingang zurück, durch den wir den Park betreten hatten. Wieder stiegen wir die Treppenstufen hinab und fuhren dieses mal mit dem Boot nur bis zu Pier 2, welches direkt gegenüber liegt.
Von hier führen Wege, wie wir sie schon an den unteren Seen gesehen haben, um die oberen Seen und zum mit 25 Metern zweitgrößten Wasserfall der Seen.
Neben den beiden Earthcaches “Plitvice Lakes” und “Big Waterfall“, die in die andere Richtung liegen, gibt es im Park noch einen Tradi, der in dieser Richtung zu finden ist und auch gefunden wurde. Wir legten ein GeoKrety hier ab, das wir aus Slowenien mitgebracht hatten.
Nach dem Rückweg schlossen wir dann mit der letzten Bootsfahrt, wieder zurück zum gegenüberliegenden Pier 1, den Parkbesuch ab.
Eine wunderschöne begeisternde Landschaft zieht sich hier dank der Seen und Wasserfälle durch die kroatischen Berge. Das herrliche Blau der glasklaren Seen, die vielen Fische, die sich hier tummeln und die weitreichenden Erkundungsmöglichkeiten lassen den Besuch zu einem Erlebnis werden.



#1 von gm am 22. Juni 2011 - 17:12
Da waren wir letztes Jahr. Wirklich tolles Gebiet!
#2 von Barbara am 25. Juni 2011 - 23:22
Das ist von Norddeutschland ja ein ganz schön weiter Weg! Bin schon wieder ganz gebannt am Lesen.
Das mit dem geklauten Auto und dann noch der nächsten Panne ist ja ärgerlich! Ihr hattet aber auch ein Pech!
Die Plitvicer Seen sind wunderbar, finde ich. Wir waren da mal vor Ewigkeiten (ich müsste mal die Dias rauskramen). Schöne Landschaft. Mit den Caches bestimmt nochmal so spannend.