Panviman Koh Chang Resort

Unterkünfte findet man in Thailand wie Sand am Meer und für jeden Geldbeutel. Auf Koh Chang ist es nicht anders. Wer ein bisschen recherchiert, vergleicht und dann noch etwas Glück hat, der kann sich auch mal Luxus zum Schnäppchenpreis gönnen. Das taten wir, als wir nach einer geeigneten Unterkunft für einen reinen Entspannungsurlaub auf Koh Chang, genauer in Klong Prao suchten. Wir wollten Strand, Ruhe und alles, was unseren sonstigen Reisegewohnheiten der großen Touren widerspricht. Wir fanden das Panviman Koh Chang, abseits der Hauptstrasse, nur Bungalows, aber doch recht teuer. Wollte man vor Ort für eine Nacht 12.500 Baht, das sind umgerechnet aktuell 307 Euro und entspräche unseres 12-Nächte-Aufenthalts 3684 Euro. Bei diversen Internet-Vergleichen liegen die Preise dann immer noch bei stolzen 100 Euro die Nacht, was für thailändische Verhältnisse nicht wenig ist. Doch nach einigen hin und her fanden wir bei Thomas Cook einen guten Deal, heute dort immer noch für 65 Euro die Nacht zu finden.

Das Hotel

Das Hotel ist, wie in thailändischer Strandlage üblich ein Bungalow-Resort. Es gibt 17 Pool-Bungalows, die direkt am privaten Pool liegen und deren Terrasse, ausgestattet mit Liegen, auch direkten Zugang haben. Die restlichen 33 Bungalows sind als zweier- oder dreier-Reihenhäuschen angelegt und liegen an kleinen Wegen, die von der “Hauptstrasse” abgehen. Die “Hauptstrasse” führt direkt von der Rezeption zum Strand und ist ein Fussweg quer durch das Resort.

Zur Rezeption muss man erst mal kommen, denn das Panviman liegt 800 Meter Luftlinie von der Hauptstrasse von Klong Prao weg. Zu Fuß oder mit dem Auto sind das dann allerdings 1.5 km unbefestigte Holperstrecke. Das hat seinen Vorteil wenn man seine Ruhe haben möchte, der Nachteil ist allerdings, dass man nicht gut weg kommt. Wohl aus letzterem Grund gibt es dann auch den kostenlosen Shuttle-Service des Hotels. Zwei mal täglich fährt ein Mini-Bus nach White Sands, ein mal abends an die Hauptstrasse und zwei Stunden später wieder zurück.

Zum Resort gehört ein kleiner Shop in dem es ein paar Getränke, Hotelausstattung und Andenken zu kaufen gibt. Auf der Aussenseite befindet sich ein Bücherregal und dahinter ein kleine Fitness-Center. Zum Strand hin liegt dann das Restaurant, in dem auch morgens das Frühstücksbuffet aufgebaut ist, der große Pool, eine Strandbar und die übliche Massage-Ecke, allerdings auf einer höher gelegenen Holzterrasse.

An der Rezeption wurden wir freundlich begrüsst, als wir ankamen. Für uns stand kalter Tee bereit. Nach den üblichen Formalitäten wurden wurden wir vom netten Personal zu unserem Bungalow begleitet.

Der Bungalow

Die Bungalows sind größtenteils gleich ausgestattet, trotzdem kann es kleine Unterschiede geben. So gibt die Web-Site an, dass es die meisten, 36, mit Doppelbetten und den Rest mit getrennten Betten gibt. Die Einrichtung besteht aus viel Holz. Dunkle glatte Holzdielenböden, viel Teak und Rattan. Wir hatten ein Doppelbett, dazu gab es ein Sitzecke mit Schreibtisch, einen kleinen Tisch in der Mitte des Raumes mit einem Zweisitzersofa und zwei Sesseln, zwei Schränke, Fernseher, DVD-Player, Kühlschrank, Safe, Klimaanlage und einem Wasserkocher. Das Bad enthielt neben einer Dusche noch eine große gemauerte und mit Fliesen ausgekleidete Badewanne, die unter anderem auch von einem Wasserfall in der Ecke gespeist werden konnte. Letzteres war ein nettes Detail, dass uns allerdings nicht gezeigt wurde und wir erst durch Neugierde herausfanden, warum am Wassereinlauf zwei Drehknöpfe waren.

Alles war sauber und ordentlich. Uns erwartete ein kleiner Obstkorb, wir dachten erst zur Begrüssung, doch er wird wohl wöchentlich aufgefüllt, denn nächsten Montag war er wieder voll. Üblich in Thailand ist das kostenlose Wasser. Zwei Flaschen Trinkwasser stehen täglich frisch im Bungalow. Ebenso wurde täglich der Instant-Kaffee, auch typisch für Thailand, und die Teebeutel am Wasserkocher aufgefüllt.

Auf der Terrasse vor der großen Schiebe-Glastür fand sich dann noch mal ein Tisch und zwei Stühle.

Der Zimmerservice hat eine Eins mit Sternchen verdient. Schnell, freundlich, unaufdringlich. Wenn es die Gegebenheiten zuließen, in diesem Fall wir als Gäste, wurde zwei mal am Tag das Bett gemacht. Abends neue Strandtücher geliefert, der Bungalow morgens gereinigt, teilweise während wir frühstückten. Sehr schön.

Das Frühstück

Es hat schon was, aufstehen und ans Meer zum Frühstücken gehen. Die Auswahl ist groß. Frisches Obst, das übliche westliche Brotbuffet mit mehreren Sorten, Toaster, Marmeladen, Butter und zusätzlich noch süßem Gebäck. Ebenso für die Westler Joghurt und Milch mit fünf Sorten Frühstücksflocken. Dazu täglich wechselnde Nudel- und Bratreissorten, Würstchen, Schinken, Bacon, geröstete Tomaten und diverse komisch klingende Dinge wie Käseschnitzel. Dazu gab es dann noch den Stand an dem man sich Nudelsuppen mit diversen Zutaten wie Gemüse, Fleisch und Seafood direkt zubereiten lassen konnte. Daneben wurden frisch Spiegeleier und Pancakes gebraten und dann gab es noch den Eiermann, der alle anderen möglichen Eiergerichte auf Wunsch frisch zubereitete. Neben Kaffee gab es Tee, täglich wechselnd zwei künstlich-aromatische Limonadensäfte und Wasser. Als besonderes gab es noch eine Frau, die kleine Kokos-Küchlein mit Mais und/oder Taro-Stückchen frisch zubereitete.

Wer hier nichts findet ist selbst schuld. Wir waren mit dem gebotenen zufrieden, fanden die Auswahl gut und die Qualität stimmte auch. Lediglich der Kaffee hätte besser sein können.

Die Gastronomie

Auch wenn das Hotelrestaurant und die Strandbar nicht so günstig waren wie die Restaurants an der Hauptstrasse von Klong Prao, waren sie immer noch nicht zu teuer. Die Preise bewegten sich in mittlerem Rahmen, teuer für Thailand, günstig für Urlauber. Westliche Gerichte auf der Karte ignorierten wir. Wer in Thailand Pfeffersteak, Schnitzel Wiener Art oder Pilzrahmsuppe ist, ist selber Schuld.

Doch die thailändischen Gerichte, die die Karte bot, die probierten wir. Zu unserer Überraschung, wir hatten in Hotelrestaurants in Thailand schon andere Erfahrungen gemacht, waren sie authentisch und lecker. Zum Teil so authentisch, dass die Bedienung öfters mit einem “Spicy?!” an uns vorbei kam. Doch wir wollten es so.

Auch hier, wir konnten nichts negatives an dem, was wir probierten, finden. Lediglich der Preis, bedenkt man aber, dass es sich um ein Hotelrestaurant handelt, ist er dann doch angemessen.

Im Großen und Ganzen waren wir mit dem Panviman sehr zufrieden. Wir bekamen das, was wir wollten. Runde und Entspannung. Wenn wir noch ein mal vor der gleichen Situation stünden würden wir wieder kommen. Doch das wird nicht so schnell passieren, denn wir lieben Abwechslung. Das Panviman Koh Chang Resort ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, wenn der Preis stimmt.

Und dann gibt es natürlich auch noch Bilder.

Und ein Video vom Wasserfall an der Badewanne gibts natürlich auch noch.

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