Archiv für Kategorie Nordrhein-Westfalen
Etap Hotel Aachen
Verfasst von nasebaer unter Nordrhein-Westfalen, Schlafen am 27. Februar 2010
“Hier schlafen die Schlauen.” So stand es außen und und in den Werbebroschüren des Etap-Hotels geschrieben. Und der Preis war zur Verfügbarkeit und der kurzfristigen Buchung passend. So buchten wir für unseren Kurzaufenthalt in Aachen nicht das Bla-Hotel-Paket mit Frühstück und allem, wie wir es z. B. letztes Jahr in Schwerin getan hatten. Für einen Zimmerpreis von 40 Euro ab, bei zwei Personen 50 Euro ohne Frühstück, autobahn- und innenstadtnah gelegen, konnte man sich nicht beschweren. Wir mieteten uns beim Air Berlin der Hotels ein. Und wir frotzelten, wie ein Ryanair-Hotel aussehen würde. Gebühr für das Einchecken, für die Kreditkartenzahlung, für Gepäckstücke auf dem Zimmer…
Wir kamen an und fanden das Etap in Aachen auch recht schnell. Ein schmuckloser Schuhkarton stand in einem Industriegebiet keine fünf Minuten von der Autobahn weg. Alles ist hier einfach und unkompliziert. Die Rezeption ist nur zu bestimmten Zeiten besetzt, in der Regel morgens wenn es Frühstück gibt und abends. Dazwischen regelt alles ein Automat. Dieser fragt die Buchungsnummer ab oder, wenn nicht vorhanden, liest die Kreditkarte ein. Er zeigt die Reservierung an und gibt die Zimmernummer und den Zugangscode für das Türschloss aus. Und er rechnet auch gleich den ersten Tag ab.
Mit dem Türcode konnten wir nicht nur das Gebäude, sondern auch unser zugewiesenes Zimmer betreten. Leider war es wohl mal ein Raucherzimmer, was man roch. Doch kurzes Lüften half, und so waren wir ganz zufrieden. Es war einfach und praktisch, eben das, was man von einem Discount-Hotel erwartet.

Das Bett war ca. 1,40 breit, interessant war das zusätzlich platzsparend angebrachte Kinderbett an der Wand quer obendrüber als Hochbett. So kann eine dreiköpfige Familie hier günstig übernachten. In einer Ecke befindet sich ein kleiner Schreibtisch mit Stuhl, darüber der Fernseher, ein kleiner Philips TFT der in der Hotelausstattung auch gleich die Uhr und den Wecker enthält. Interessant waren die nach außen auf eine Steckdose geführten Anschlüsse für Audio (Kopfhörer-Klinke und Cinch) und ein AV-In.

Ein kleines Waschbecken, eine Duschkabine, die an eine aus einem Wohnmobil erinnert, und eine Toilette in einem kleinen separaten Raum komplettieren das Zimmer. Die Akustik der Dusche ist gewöhnungsbedürftig, der Toilette dürfte gern noch jemand einen separaten Abzug bescheren, aber für den Einzelreisenden ist die Ausstattung mehr als ausreichend.

Im Grund ist das Zimmer im Etap nichts Besonderes. Es ist einfach Basic und erfüllt die Grundansprüche nach einem Bett und einer Dusche. Für das Gebotene kann man nicht meckern. Einen Kleiderschrank gibt es nicht, dem Geschäftsreisenden reichen aber vermutlich auch Kleiderhaken/-stange und drei Bügel dazu. Eine Minibar sucht man ebenfalls vergebens. Dafür punktet der Raum mit Klimaanlage und individuell regelbarer Heizung, und die Fenster sind so gut isoliert dass man die nahe Autobahn nicht hört.
Wer länger als eine Nacht bleibt, muss eine Meldekarte ausfüllen, die im Zimmer bereitliegt, und diese am nächsten Morgen an der Rezeption mit Ausweis und Kreditkarte vorlegen. Dabei werden auch die restlichen Tage gleich abgerechnet. Das Ganze geht schnell und unkompliziert. Da wir zwei Nächte blieben, gingen wir durch das Prozedere und konnten dabei einen Blick auf das Hotelfrühstück werfen, das man für sechs Euro dazu buchen konnte.
Müsli, Milch, Joghurt, Toast und Marmelade. Das übliche eben, etwas lieblos angerichtet und mit sechs Euro einfach überteuert. Aber da es nicht zu den regulären Leistungen des Hotels gehört und getrennt zugebucht werden muss, kann es ruhig seinen Preis haben. Ich vermute auch mal, den Service nehmen nicht viele in Anspruch. Als wir da waren, nur ein älteres Ehepaar. Für den Hunger und Durst zwischendurch stehen direkt am Eingang ein Instant-Kaffee-Automat und ein Süssigkeiten-Kalte-Getränke-Automat zur Verfügung.
In unseren Augen ist es eher ein Hin- und Weiter-Hotel. Das bestätigte uns auch unser Abreisetag. Wir verließen um sechs in der Früh unser Zimmer, und wir waren nicht die ersten. Raus, Kaffee aus dem Automaten und auf die Straße, das war es, was wir beobachteten.
Unser Fazit lässt sich recht einfach zusammenfassen: Man bekommt das, wofür man bezahlt. Eine ordentliche und saubere Unterkunft. Nicht mehr und nicht weniger. Für eine schnelle und billige Übernachtung, die ausserdem gerade für Selbstfahrer ideal gelegen ist, für einen ungeplanten Zwischenstopp, oder einfach nur ein Zimmer für den ‘preisbewussten Kunden’, ist Etap ideal. Wer mehr Service braucht oder möchte, der ist hier falsch.
Und wieder nach Hause – mit Umweg
Verfasst von nasebaer unter Geocaching, Nordrhein-Westfalen, Odenwald am 26. Februar 2010
Nach dem langen Wochenende in Aachen war dann unser Urlaubsteil vorbei. Harte Arbeit stand bevor. Unsere Eltern. Zuerst stand ein privater Termin in Dortmund an. Wir fuhren ganz früh in Aachen los und trotz schlechtem verregnetem Wetter kamen wir gut voran. Sehr wunderten wir uns über die Autobahnführung im Ruhrgebiet. Es gab so gut wie keinen Stau, wenn bei uns oder in Hessen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 angestanden hätte, waren es hier 120. Selbst enge Kurven auf und zwischen den Autobahnen waren unbeschränkt und der Verkehr lief. Das erinnerte uns an Friedrichshafen wo der Verkehr floss als die Ampeln keinen Strom hatten und danach wieder alles stockte.
Wir hielten uns nicht lange in Dortmund auf. Mit ein paar Caches, hauptsächlich an der A44, verlängerten wir zwar die Fahrtzeit, machten sie dadurch aber deutlich angenehmer. Fünf waren es, als wir in Bad Sooden-Allendorf ankamen, der letze direkt am Ortsschild. Den Abend ließen wir bei Petras Mutter ausklingen.
Der Mittwoch führte uns wieder auf die Straße. Über die A5 in den Odenwald. Unser Hauptstop war dazwischen in Münzenberg, direkt am Gambacher Kreuz. Eine hübsche Burg gibt es hier und in nicht all zu weiter Entfernung einen geologischen Garten mit Earthcache. Leider hat der nur nach Voranmeldung auf, die Bedingungen bzw. Fragestellungen den Earthcaches lassen sich aber auch so lösen. Eigentlich sollte dieser Earthcache, der fünfte Cache nach zwei in Bad Hersfeld und zwei an der A5, der letzte des Tages sein, aber wir probierten einfach mal GeOrg, ein Geocaching-Android-App aus. Wir hatten einfach noch Zeit übrig. Georg zeigte uns nicht nur einen Tradi in der Nähe, es lieferte uns auch noch mit Karten- und am Ende mit Kompassnavigation zuverlässig am Ziel ab. Test bestanden. Weiter ging es zu meinen Eltern. Auch sie wollten mal wieder besucht werden. Zum Rest des Beitrags »
Earthcaching – oder wie ich Statistikpunkte mache…
Verfasst von nasebaer unter Belgien, Geocaching, Niederlande, Nordrhein-Westfalen am 22. Februar 2010
Heute am zweiten Tag wollten wir ein paar Länder-Statistik-Punkte machen. Der erste sollte in den Niederlanden sein. Da wir nur ein einfaches billiges Hotelzimmer gebucht hatten, hatte unser Magen zunächst ein Frühstück davor gesetzt. Beim Losgehen sahen wir das Hotelfrühstück, das sechs Euro kosten sollte, und waren froh, es nicht mit gebucht zu haben.
Da wir nicht in die Innenstadt wollten, um uns die Parkgebühren zu sparen, gab es nicht so viele Alternativen. McDonalds fällt schon mal grundsätzlich aus, und der Burger King um die Ecke machte erst um zehn auf. Wer uns kennt, weiß, dass wir um diese Zeit schon drei Caches gefunden haben. Wir entschieden uns für den nächsten Lidl, weil wir sowieso Aktionsware kaufen wollten. Dummerweise hatte dieser keine angegliederte Bäckerei. Also nahmen wir ein paar Bananen und ein Päckchen Snack-Salamis mit.

Leider lag direkt um die Ecke der Fabrikverkauf von Lindt. Wir hatten ihn sowieso als Ziel geplant, aber da er nun mal direkt um die Ecke lag, nahmen wir gleich in Kauf, auch ihn zu besuchen. Dieser Ausflug war recht fatal für die Urlaubskasse, setzen wir doch 47 Euro um. Wenn man dann aber davon ausgeht, dass es sich um Ware für einen regulären Preis von 90 Euro handelt, war es doch ein Schnäppchen. Verhängnisvoll ist ebenso die Tatsache, dass gegenüber der Fabrikverkauf von Bahlsen liegt. Wir wollten nur mal guggen, packten dann Ware für 6 Euro ein und rechneten kurz hoch. Zwischen 15 und 20 Euro würde das im Handel kosten. Unter anderem fünf Stollen, ok, das ist Saisonware, die weg muss, für zusammen einen Euro.
Jetzt sollte uns unser Weg endlich in die Niederlande führen. Der erste Earthcache bereitet uns aber Schwierigkeiten. Die Route, die uns unser Garmin vorschlug, war wegen Glätte (bei plus 8 Grad) gesperrt. Fünf Kilometer wollten wir dann doch nicht laufen. Ein selbst erarbeiteter Umweg führte ebenfalls zu einer Straßensperre. Und auch der dritte Weg führte nicht zum Erfolg. So viel dazu. Zum Rest des Beitrags »
Auf nach Aachen
Verfasst von nasebaer unter Geocaching, Nordrhein-Westfalen am 21. Februar 2010
Ein paar Tage frei, das hat schon was. Und weil wir etwas in Dortmund erledigen mussten, dachten wir uns, warum fahren wir nicht einfach ein paar Tage länger und machen einen Kurzurlaub draus. Als mögliches Ziel bot sich nach einigen Überlegungen Aachen an. Einige gut zu Fuß erreichbare Innenstadt-Caches und die Möglichkeit mit dem Dreiländereck rüber nach Belgien und den Niederlanden ein paar Länderpunkte zu holen, das lockte.

Jonas wollte leider nicht mitkommen, also muss er zu Hause die Wohnung hüten. Wir sind ganz früh aufgebrochen und haben erst mal an unserem Moschee-Cache in Hamburg das Log getauscht. Vor einer Woche schon hatte sich ein Cacher in seinem Log beschwert, die Rolle wäre voll. Dem war wohl nicht so, denn heute früh war noch ein einziger Platz drauf frei und die Woche über gab es recht viele Logs. Perfektes Timing hier für uns.
Für den Weg nach Aachen hatten wir uns ein paar Autobahn-Caches herausgesucht. Vier davon sind wir dann auch angegangen. Besonders zu erwähnen wären da die Wassermühle Stuckenborstel, ein sehr schönes Gebäude und der Rastplatz Hasetal West wegen seinem tollen Cachecontainer. Bei letzterem lohnt sich sogar ein Ausflug wegen des Caches, ist er doch mal eine willkommene Abwechslung gegenüber den sonstigen Rastplatzcaches, bei denen einfach ein PETling oder eine Filmdose aus dem Fenster geworfen wurde. Zum Rest des Beitrags »
