Archive for the ‘Singapur / Malaysia 2008’ Category

Die letzte Woche – Langkawi

Mit der kleinen Fokker 50 von Firefly, die nicht mal halb voll ist, landen wir auf Langkawi International. Gut, es gibt ein richtiges Terminal, der Weg vom Flugzeug dahin muss zu Fuß bewältigt werden. Wer hier mit einer Propellermaschine landet, kommt sich in eine andere Zeit versetzt vor. Bei dem wenigen Gepäck an Bord haben wir unsere Tasche schnell. Die Angestellten am Flughafen haben auch nicht wirklich viel Arbeit damit. Vom Flugzeug auf einen Wagen, zwanzig Meter fahren, außen auf ein Band legen, das innen in das Terminal führt.

Unser zweiter Weg führt uns zum Geldautomaten, der allerdings gerade ein Softwareupdate bekommt. Da wir wissen, wie lange das bei Windows (ja, die Geldautomaten laufen wirklich auf Win) dauert, gehen wir weiter. Sobald wir die ganzen Autovermieter, die sich auf die Neuankömmlinge stürzen, gut umgangen haben, stehen wir vor dem Taxi-Coupon-Schalter. Eine gute Idee, wir kennen sie schon aus Penang. So wissen wir sofort, dass uns die Fahrt 18 RM kostet. Kein Geschacher mit dem Taxifahrer, der zwar laut Gesetz einen Taxameter benutzen muss, aber sowieso keinen im Auto hat.

Das Taxi – leider eine alte Proton-Schrottkiste mit höchst rudimentärer Klimaanlage, ziemlich warm und nach synthetischem Raumspray müffelnd – bringt uns direkt vor die Tür unseres Resorts in Pantai Cenang. Die Fahrt ist hochinteressant. Wieder einmal Kontraste… wir sind nur 150??? Km von Penang entfernt und ebenfalls auf einer Insel, aber es ist als seien wir in einem anderen Land – an den Strassen befinden sich Felder und Wiesen, in denen Wasserbüffel weiden, von dem Flughafen und der Strasse abgesehen könnte man in einem anderen Jahrhundert gelandet sein, alles ist grün und ländlich.

Beach Garden Resort

Beach Garden Resort

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Tag 9-11 – Georgetown, Penang

Wie schon im Artikel zu Kuala Lumpur geschrieben, wir hatten genug vom Busfahren. Ein A320 von Air Asia brachte uns vom Flughafen in Kuala Lumpur nach Penang. Hier liegt der Bayan Lepas International Airport auf der südöstlichen Seite der Insel und ist einer der größten Frachtflughäfen Malaysias. Man will es nur nicht denken, wenn man hier landet und neben der Bahn vier Fracht-747 nebst einem kleinen Fracht-Gebäude stehen sieht.

Nach der Landung folgt das Übliche. Wir steigen aus, gehen zum Gepäckband, warten, nehmen unsere Tasche und suchen den Ausgang. Auf Penang entdecken wir zum ersten mal einen Taxi-Counter, von denen wir schon viel gelesen haben. Das Prinzip ist einfach. Hingehen, das Ziel nennen, und einen Voucher bekommen. Damit fährt der Fahrer dann direkt in den gewünschten Ort zum gewünschten Ziel. Ohne große Probleme und vor allem immer zum gleichen Preis. So ist der Touriabzocke ein Riegel vorgeschoben.

Auf der Straße vom Flughafen weg verstehen wir dann die große Bedeutung Penangs als Frachtflughafen. Hier haben sich fast alle Firmen angesiedelt, die Rang und Namen haben. Unter anderem auch Bosch, Siemens usw. Wir hätten das auf einer der Haupt-Touristen-Inseln Malaysias nicht erwartet. Gut dreissig Minuten werden wir an der Ostseite der Insel entlang in den Norden nach George Town gefahren. Wir nutzen die Zeit um einen ersten Eindruck zu bekommen. Bis auf ein paar Ausnahmen ist das meiste nicht wirklich hübsch.

Das Taxi fährt uns bis vor die Tür im Hof unseres Hotels. Wir sind begeistert. Nicht von der Fahrt, vom Gebäude. Das Cheong Fatt Tze ist ein altes chinesisches Herrenhaus, komplett in blau, Hotel und Museum in einem.

Bild: Suanie

Und seit 2000 Weltkulturerbe der UNESCO. Liebevoll sind die vielen Details an der Fassade wiederhergestellt. Interessanterweise ist es auch gleich der Startpunkt eines Geocaches. Dazu aber später. Read the rest of this entry »

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Tag 6-8 – Kuala Lumpur

Petronas Towers

Kurz vor 10 kommen wir am Busdepot von Melaka an, um 10 fährt ein Linienbus von Delima nach Kuala Lumpur, den wir auch noch erwischen. Und weiter geht’s. Alles ganz kurzfristig, weil es so gut passt.

Und es geht auch gut los. Der Bus schlängelt sich aus Melaka raus auf die Autobahn. Ungefähr halb voll, viele Einheimische, dazu ein amerikanisches Paar. Das Innendesign des Busses ist fragwürdig. Viel violett mit Mustern. Aber wir müssen uns das ja nur eineinhalb Stunden ansehen.

Nach gut einer Stunde zeigt sich, dass wir mit dem Busunternehmer wohl doch nicht die richtige Wahl getroffen hatten. An einem Anstieg auf der Autobahn hören wir aus dem Cockpit ein bing-bing-bing-bing. Doch der Fahrer fährt weiter. Das bingen hört nicht auf und keine fünf Minuten später, noch immer an der Steigung, werden wir langsamer. Und langsamer. Und langsamer. Und wir bleiben auf dem Seitenstreifen stehen.

Der Fahrer steigt aus, sieht sich den Bus und den Motor an, steigt ein, lässt den Bus an. Bing-bing-bing-bing… Der Fahrer steigt aus, sieht sich den Bus und den Motor an, steigt ein, lässt den Bus an. Bing-bing-bing-bing… und so weiter und so fort.

Unterdessen, die Klimaanlage ist inzwischen aus weil der Motor aus ist und es wird wärmer, telefoniert der Amerikaner mit seinem Blackberry in seine Heimat und unterhält sich über die bevorstehenden Wahlen. Plötzlich scheint ihn sein Gesprächspartner zu fragen, wo er steckt. Seine Antwort: “Kuala Lumpur” – kurze Pause – “It’s a city in Malaysia”. Ich schätze, in sein Ohr klang nur ein “Häh?” oder ein “Where?” – Amerikaner.

Draussen ist inzwischen ein Techniker angekommen. Jedenfalls scheint es so. Ein Mofa kam gegen die Fahrtrichtung auf der Autobahn. Der Fahrer macht sich aber nicht die Mühe, abzusteigen. Er besieht sich den Bus von seinem Sitz aus und beschliesst, bald weiterzufahren. Inzwischen wissen wir sicher, dass der Kühlkreislauf überhitzt ist und die Hydraulik aufgegeben hat.

Dann die Rettung: Ein anderer Bus hält. Der Fahrer klärt kurz, wo wir hin wollen. Und er nimmt uns mit. Der neue Bus ist jetzt bis auf den letzten Platz gefüllt und wir kommen nach gut einer Stunde Stillstand wieder unserem Ziel entgegen. Mit neuen psychedelischen Mustern in rot und gelb als Dekoration im neuen Bus. Auch der Amerikaner ist von Innendesign, das an einen bekifften Hippietraum erinnert, begeistert und macht ein paar Fotos.

Bald erreichen wir dann auch die Randgebiete von Kuala Lumpur. Schon hier sind wir nicht so ganz begeistert, was auf die Hässlichkeit der Stadt zurückzuführen ist. In der Ferne sind die Petronas Towers und andere Hochhäuser zu sehen.

Nachdem wir eine Weile durch die Stadt gekurvt sind, setzt uns der Fahrer an der Puduraya Bus Station ab. Doch statt eines modernen oder auch nur großen Busterminals klafft hier eine große Baulücke mit einer hohen Wand, aus der ohrenbetäubende Baugeräusche dringen. Davor scheinen sich stinkende dröhnende uralte Busse auf der Strasse nur so zu stapeln, Lärm und Chaos sind schier unbeschreiblich. Der perfekte Empfang.

Immerhin ist es laut Karte nicht weit in die Petaling Road in Chinatown. Dort soll unser Hotel, das Replica Inn liegen. Und es ist wirklich nicht weit. Wenn nicht so viele Leute auf der Straße wären, wenn nicht alle Verkaufsstände in Chinatown auf wären, und der Verkehr sich nicht laut hupend im Stop&Go durch die Straßen quälen würde.

In der Petaling Road laufen wir natürlich erst mal in die falsche Richtung. Hausnummern gibt es nur vereinzelt, und wenn sind sie von Verkaufsständen verdeckt. Wieder durch die Massen zurück entdecken wir am anderen Ende der Straße das Replica Inn.
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Tag 5 – Melaka

Christ Church, Melaka

Früh am Morgen wollen wir aufstehen, auf 6 Uhr steht unser Wecker, wollen wir doch spätestens 07:30 Uhr am Busdepot in der Lavender Street (Singapur) sein, um unseren Bus nach Melaka zu erwischen, der um 8 fährt – 30-15 Minuten vorher solle man da sein.

Doch schon um kurz nach 5 sind wir wach, an nochmal schlafen ist ohnehin nicht zu denken, also klappen wir den Laptop auf, lesen Mail, und packen dann zusammen und checken aus.

Draussen ist es um kurz nach 6 erstaunlich angenehm frisch, es hängt auch keine Saunafeuchte in der Luft – ideale Bedingungen um sich auf die knappe Stunde Fussweg (eine Station MRT inklusive, aber mehr aus Bequemlichkeit mit Gepäck als wirklich nötig) zu machen. Auch ein kleiner und zum Glück nur dünner Regenschauer stört nicht weiter. Auf dem Weg zur Bushaltestelle stoppen wir an einem Cheerio, ein Minimart ähnlich 7/11, und kaufen Bonbons. Und gegen 7 sitzen wir bereits bei Nieselregen unter dem Dach am Busdepot und geniessen einen kühlen Morgen in Singapur, der nur durch eine mich mehrfach zerpieksende Mücke etwas gestört wird.

Vor uns liegt das Stück Reise, das mir in der Planung am meisten Sorge bereitet hat – der kleine Grenzverkehr zwischen Malaysia und Singapur scheint etwas kompliziert zu sein, was auch an der Topographie liegt. Im Lonely Planet: Malaysia, Singapore & Brunei stand zu lesen dass es bisweilen passieren kann dass man auf der anderen Seite der Grenze – welche man zu Fuß queren muss – schon mal erleben könne dass der Bus weg sei…

Doch zunächst führt uns die Fahrt im nicht voll besetzten Bus erst einmal fast 40 Minuten durch Singapur, und die morgendliche Rush-Hour. Das ist ein ganz anderer Blick auf den Inselstaat als das Sightseeing im Innenstadtbereich. Auch hier fällt auf dass Singapur eigentlich beständig under heavy construction ist, alte kleinere Wohnblocks grossen high rises weichen, aber dennoch sehr viel gut gepflegtes Grün allerorten zu sehen ist. Natürlich ist es auch von Vorteil dass hier Bewässern schwerlich nötig sein dürfte.

Am Grenzposten hält unser Bus. “Passport only” sagt das Faktotum aka der zweite Busfahrer laut an.

Brav tappsen wir aus dem Bus, stellen uns an einer Schlange der riesigen Abfertigungshalle an, beobachten wie ein genervter Grenzer sich mit offenbar nur unzureichend auf den Trip vorbereiteten Schülern in Uniform herumschlägt, eilen nach dem unkomplizierten Ausreisevorgang nochmal schnell zu den Toiletten (sicherheitshalber), und dann steht auch der Bus schon wieder direkt vor unserer Nase, um uns ein ganzes Stück weiter zur malaysischen Seite des Checkpoints zu bringen – einmal über die riesige Brücke, die die Meerenge zwischen den Staaten überspannt und noch ein ganzes Stück ins Land hinein, wo es nun heisst mitsamt Gepäck und Zolldeklaration einreisen und sich auf Immigration card und Pass die benötigten Stempel zu holen. Auch das geht erfreulich stressarm und unkompliziert vonstatten.

Wieder beim Bus angekommen, fühle ich mich sehr erleichtert, und als das Vehikel dann endlich auf der Autobahn Melaka ansteuert, gönnen wir uns zur Belohnung ein paar Kekse aus der Oreo-Rolle, die unseren Reiseproviant darstellt.

Die Fahrt an sich ist relativ langweilig, und wir versuchen soweit möglich zu dösen. Knapp 300 km liegen zwischen Singapur und Melaka, auf malaysischer Seite immer noch ca. 250, die man so gut wie komplett auf der (mautpflichtigen) Autobahn zurücklegt – Strasse, Palmen, viel Grün, mehr gibt es nicht zu sehen.

Unterwegs stoppen wir noch einmal, für einen Imbiss, so gewünscht, Fahrerwechsel, wer möchte kann beim Fahrer Geld tauschen. Wir tauschen unsere Singapurdollars in Ringgit, dann gebe ich mir Mühe die Ekelattacke beim Anblick der versifften Klos an der Raststätte im Nirgendwo neben der Autobahn zu verkraften (einer jungen Singapurchinesin aus unserer Reisegruppe geht es sichtlich nicht besser). An einem Stand erwerben wir ein Stück frische, vollreife Ananas (yummy, alles meins, Torsten verabscheut Ananas), sehen zu wie die Busfahrer nasi goreng essen und Kaffee oder Tee trinken, dann geht’s weiter.

Eine malayische Muslimin hält in gebrochenem Englisch einer Singapur-Chinesin einen flammenden Vortrag über Religion, dessen Quintessenz in etwa ist, dass nur 1 von 75 Gläubigen in den Himmel komme und der Rest in die Hölle wandere, dass ein wahrer Muslim sich durch Studium der Schriften und rechte Lebensweise auszeichne, und dass Singapur dem Untergang geweiht sei weil es da nicht genug Moscheen gebe und die ganzen unreinen Touristen da in Moscheen hineindürften und diese verschmutzten, obwohl doch sogar die Katholiken überall heiliges Wasser für die Reinigung in ihren Tempeln hätten, plus ein paar Baukastensätze die durchaus auch von fundamentalistischen Christen oder anderen Vertretern aggressiver monotheistischer Religionen hätten stammen können.

Einer der Busfahrer schnieft, rotzt und röchelt sich mit der Regelmässigkeit einer uralten Dampflok durch die Strecke, ausserdem palavern beide lautstark. Kurz vor Melaka steigt der eine aus, dafür eine ältere Chinesin ein (neben der Strecke), die sogleich den Part des Entertainers übernimmt und gefühlte 30 Minuten ohne Luftholen in einem sehr eigenartigen lokalen Dialekt – anscheinend eine Mischung aus Mandarin, Bahasa Melayu und Englisch – laut irgendwas dem Fahrer erzählt.

Ankunft Melaka Sentral, Busdepot. Auf die grüne Wiese, direkt neben einen gigantischen TESCO Supermarkt, der mit einer Fussgängerbrücke über die viel befahrene Strasse mit dem Busdepot verbunden ist, hat man das neue Busterminal von Melaka gebaut, und hier sieht es auch so aus wie ich mir ein (grosses) Busterminal vorgestellt habe – jede Menge Buden, ein grosses Dach, ein Terminal für Überlandbusse, ein Terminal für regionale Busse, dazwischen pulsierendes Leben, dutzende Busse, und ein undurchschaubares System privater Busbetreiber. Keine Fahrpläne, keine Linienpläne, keine Streckennetzübersicht, keine Preise, nur tobendes Chaos im Stil eines orientalischen Basars, das aber auf hohem Niveau. In alle Kampungs des Bundesstaates Melaka kann man hier fahren, vorausgesetzt man blickt durch wer wann ab wo wohin fährt, und an den Rändern befinden sich Coffeeshops, Imbissbuden, und allerlei Lädchen aller Arten.

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Tag 4 – Singapur, Sentosa Island

Noch vor dem Frühstück fragen wir per Mail beim Heeren House in Melaka an, ob die noch ein Bett für uns frei haben morgen nacht, dann tappsen wir zum “Frühstücksbuffet” des Hangout@ Mt. Emily, welches im Restaurant im EG aufgebaut ist. Das Buffet entpuppt sich als: Teebeutel und heisses Wasser, wahlweise Kaffee aus einem Nescafé-Automaten, Pseudo-Vollkorntoast samt Durchlaufgastrotoaster, eine Kreuzung aus Rührei und Omelette in einer Warmhalte, dito kleine gummiähnliche Würstchen, Saft- und Wasserkrüge (aromatisiertes Fruchtsaftzeugs, bis auf den Apfelsaft), eiskalte geschossähnliche Butterstücke, Erdnussbutter und eine rote Paste die an Tapetenkleister erinnert und Erdbeermarmelade darstellen soll.

Das Essen schmeckt grausig, der Kaffee geht gerade eben so durch, und nachdem wir unseren Flüssigkeitsbedarf mit etwas Apfelsaft vorsorglich gedeckt haben und uns freuen dass wir gestern das Frühstück verpennt haben, checken wir nochmal Mails – yippie, die Antwort von Bernard & Liz aus dem Heeren House ist da, wir können morgen bei ihnen schlafen, sie möchten nur gern dass wir vor 16 Uhr anreisen. Gut, unsere Busstrecke wollen wir heute ohnehin klären.

Wir machen uns auf den Weg zum Busdepot an der Lavender Street, von dem aus die Überlandbusse nach Malaysia, vor allem nach Melaka, fahren. Wir wollen nicht bloss sicherheitshalber unser Ticket für morgen buchen, sondern vor allem auch sehen wie lange wir vom Hotel dorthin brauchen.

In der Nacht hat es geregnet und die Luft ist wie warme Suppe, gestern war die Morgenluft angenehm, heute ist beinahe jeder Schritt und Atemzug eine Qual. Wir laufen bis zur MRT Little India, fahren dann eine Haltestelle weiter bis Farrer Park. Wir könnten das auch laufen, aber morgen mit Gepäck werden wir über jede Erleichterung froh sein, also simulieren wir die Strecke genau so.

Nach einer guten Stunde Fussweg, mit einem kleinen Kühlstopp in einem 7-11, stehen wir an der Lavender Street, einer langen geraden Hauptverkehrsstrasse. An dieser Ecke scheinen sich die (chinesischen) Begräbnisunternehmen der Stadt zu häufen. Das Busdepot entpuppt sich als ein grosser Parkplatz im Nichts, davor eine Reihe überdachte Sitzbänke, ein paar winzige Kartenverkäuferbuden und ein Klohäuschen. Das hatten wir uns etwas anders vorgestellt…

Alle Busunternehmen scheinen in Malaysia ansässig – wahrscheinlich ist die Busanmeldung da auch etwas günstiger, und fahren nach Johor Bahru und Melaka und noch einige andere Routen. Wir müssen noch ein wenig warten bis die Verkaufsbuden aufmachen, die ersten Busse fahren auch erst um 08:00 bis 08:30 Uhr ab.

Schliesslich machen die Verkäufer ihre Lädchen auf – wir entscheiden uns für Delima, die einen guten Ruf haben (und ausserdem schon da sind) – und stellen fest dass wir nicht mehr genug Bares haben um das Ticket zu bezahlen. Suuuuper Planung. Kartenzahlung ist hier natürlich nicht möglich. Wir erkundigen uns nach einem Geldautomaten (ATM, automated teller machine) und haben Glück: knapp 200 Meter entfernt ist eine Tankstelle, in der sich ein Geldautomat befindet.

Quer über die Wiese mit einem Trampelpfad – ich überlege kurz welche horrenden Strafen Singapur wohl für Jaywalking auf Grünflächen verhängen mag – marschieren wir zur Tanke und wieder zurück, bis wir schliesslich unsere Tickets für morgen 8:00 in der Hand halten. Dieser Abschnitt wäre geschafft… und um das Frühstück das wir verpassen werden ist es ohnehin nicht schade.

Wir laufen die Lavender Street hinab bis zur MRT-Station mit demselben Namen, eine Strecke die sich zieht. Kommen am Transstar-Busdepot nur wenige hundert Meter die Strasse hinab vorbei, dann haben wir endlich die MRT erreicht.

In der relativen Kühle der klimatisierten Schnellbahn entspannen wir das erste Mal heute wieder. Nächster Stop: Sentosa Island. Naja, fast.

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Tag 3 – Singapur zu Fuss

Kurz vor 10 Ortszeit (abends) sind wir also in Singapur angekommen. Recht spät, es war schon dunkel, und nach der langen Anreise wollten wir uns keinen Stress machen. Schnell noch Geld gewechselt, dann raus aus dem Airport. Am Ausgang des Terminals haben wir uns einen Mini-Bus gebucht, der uns zum Hotel bringen sollte. Für gerade mal knapp fünf Euro pro Person kein schlechter Deal. Wir mussten nur eine knappe Viertelstunde warten und der Bus kam, um uns zum Hangout@Mt.Emily zu bringen. So bekamen wir noch eine kleine Singapore at Night Tour, und wurden dann direkt vor der Tür abgesetzt. Laue Luft umfing uns.

Im Hangout wurden wir freundlich begrüßt. Neben den normalen Doppelzimmern dient das Haus auch noch als Jugendherberge mit Schlafräumen. Wir bezogen unser Doppelzimmer im fünften Stock. Einfach eingerichtet mit Bett, Tisch, kleinem Schränkchen und einem Bad mit Wanne/Dusche. Nichts besonderes, aber ausreichend. Die Dusche allerdings spuckte nur kaltes Wasser aus. Nach 36 Stunden unterwegs war aber auch das egal. Endlich sauber, Schweiss und Dreck von der Haut haben.

Von der Anreise so geschafft haben wir prompt heute das Frühstück verpennt. Es kann nur besser werden. Wir machen uns auf den Weg durch den Mt. Emily Park, der direkt an das Hangout angrenzt. Insekten geben laut sirrende Geräusche in den Bäumen von sich, die wie Elektrosummen klingen, ein älterer Chinese absolviert morgendliche Walking-Runden durch den angenehm schattigen Park. Hier wartet auch der Cache Emily Rose auf uns. Torsten hat noch etwas Bedenken, in das Buschwerk an einem tropischen Baum zu greifen, wer weiss was da alles krabbeln und beissen könnte… aber wenig später ist der Cache gehoben und auch der reisende Schotte auf den Weg gebracht. Ein guter Start.

Nach etwa 10 Minuten Fussweg kommen wir an der nahen MRT-Station Little India an, und fahren nach Chinatown, nachdem wir das halbwegs intuitive System des Ticketziehens durchschaut haben. Die MRT fährt natürlich im Linksverkehr, an den Stationen sind Schiebetüren und Trennwände die die Schienen von der Station abschirmen. In den einzelnen Stationen weisen Kunstwerke auf die lokale Tradition hin – in Little India sind es traditionelle indische Motive, die ein lokaler Künstler modernisiert und auf die Wände aufgebracht hat, in Chinatown auf die Kachelfussböden gedruckte Kalligraphien eines Kalligraphie-Meisters, die eine Phoenix-Geschichte erzählen.


Hier lassen wir uns dann, als wir aus der Station raus sind (und unsere Plastikkarten-Tickets wieder gegen den Deposit von 1 Singapur-Dollar rückgegeben haben), einfach vom Instinkt führen und sehen uns mit großen Augen um, nach einer Fussgänger-Einkaufsstrasse die gerade erwacht folgen chinesische und auch hinduistische Tempel, und nach ein paar Ecken nebst dringend benötigtem Grüntee-Stop bei 7-Eleven landen wir quasi zufällig im Maxwell Road Food Court.


Wie wir später feststellen genau der, in dem auch Anthony Bourdain in seiner Singapur-Sendung saß, und eine der Lonely-Planet-Empfehlungen. Wir frühstücken Wantan-Suppe und Nudeln und sind sehr zufrieden mit uns und im Rückblick auch mit dem verpassten Hotelfrühstück.
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Emirates

Nachdem wir in unserem vergangenen Urlaub vier Flüge mit Emirates hatten, möchte ich meinen zwei Jahre alten Bericht auf datenhamster.org etwas auffrischen.

Im Grunde hat sich nicht viel verändert. Wieder haben wir Emirates gewählt, weil sie günstig waren und ab Hamburg fliegen. Immer noch bietet Emirates einen super Service zu einem guten Preis – unter der Bedingung, dass man früh genug bucht. Doch was hat sich in den zwei Jahren getan?

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Tag 1 und 2 – Hamburg-Dubai-Singapur

Die lang ersehnte Reise, endlich geht es los.

Wie immer sind wir dank guter Busanbindung nach Fuhlsbüttel und Paranoia-Modus frühzeitig am Flughafen, wie auch schon bei unserem letzten Flug mit Emirates werden wir als Online-Checkin-Benutzer am Business-Schalter schnell und freundlich abgefertigt.

Schnell aber unfreundlich dagegen der Security-Check des Flughafens. Warum man um Himmels willen in D unwillig ist einen Laptop einfach im Handgepäck mit durchzuscannen wird sich mir nie erschliessen, ebenso nicht warum Pampigkeit eine der Grundvoraussetzungen für den Job am Checkin zu sein scheint.

Dann warten wir, nicht allzu lange, denn wir haben schon vorhin unserer Maschine beim (pünktlichen) Landen zugesehen, ehe es auf die bekannte Strecke Hamburg-Dubai geht, auf der wir die immer noch recht gute Bordverpflegung geniessen und ausserdem Wall-E (auf Englisch) und Kung Fu Panda (auf Deutsch) ansehen – so vergehen die knapp 5 1/2 Stunden bis an den Golf im Wortsinne im Fluge.
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Gebucht

Hinflug: HAM – DXB – SIN

Rückflug: (19 Tage später) – LGK – KUL – DXB – HAM

4x Emirates 777-300ER und ein mal eine Malaysia 737-400.

Jetzt fehlt noch das Programm dazwischen. Alles weitere wird sich zeigen.

Zur Einstimmung:

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Die Planungen beginnen

So oder so ähnlich ist es im Moment hier. Wir haben uns Reisekataloge besorgt. Nicht, dass wir daraus buchen würden, aber zur Ideenfindung durchaus geeignet. Was wir vorhaben, verrät ja schon in etwa die Kategorie.

Zur Zeit planen wir für Herbst eine Reise nach Südostasien. Geplant ist ein Flug nach Singapur. Dort wollen wir uns ein paar Tage durch die Food Courts fressen. Anthony Bourdain ist schuld. Es hat in seiner Reiseserie “No Reservations” genug davon geschwärmt. Und auch ein Freund von uns, seines Zeichens Flugbegleiter bei der Swiss, ist mehr als begeistert.

Von da wollen wir dann weiter nach Norden, wohl mit dem Bus bis Melaka, dann nach Kuala Lumpur, Penang bis nach Langkawi. Und dann ein Rückflug über KUL nach HAM. Klingt nach viel Planung, aber im Grunde informieren wir uns nur und den Rest wollen wir dem Zufall überlassen. Das erste mal, dass wir auf Backpacker-Spuren wandeln. Ich bin gespannt. Der Lonely Planet für die Region steht schon hier im Regal.

Wer Tips für uns hat, immer her damit in den Kommentaren,

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