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	<title>Von Hamburg bis Hawaii &#187; Singapur / Malaysia 2008</title>
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	<description>Unterwegs in aller Welt</description>
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		<title>Die letzte Woche &#8211; Langkawi</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 08:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nasebaer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geocaching]]></category>
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		<category><![CDATA[Singapur / Malaysia 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit der kleinen Fokker 50 von Firefly, die nicht mal ha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der kleinen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fokker_50" target="_blank">Fokker 50</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Firefly_(airline)" target="_blank">Firefly</a>, die nicht mal halb voll ist, landen wir auf Langkawi International. Gut, es gibt ein richtiges Terminal, der Weg vom Flugzeug dahin muss zu Fuß bewältigt werden. Wer hier mit einer Propellermaschine landet, kommt sich in eine andere Zeit versetzt vor. Bei dem wenigen Gepäck an Bord haben wir unsere Tasche schnell. Die Angestellten am Flughafen haben auch nicht wirklich viel Arbeit damit. Vom Flugzeug auf einen Wagen, zwanzig Meter fahren, außen auf ein Band legen, das innen in das Terminal führt.</p>
<p>Unser zweiter Weg führt uns zum Geldautomaten, der allerdings gerade ein Softwareupdate bekommt. Da wir wissen, wie lange das bei Windows (ja, die Geldautomaten laufen wirklich auf Win) dauert, gehen wir weiter. Sobald wir die ganzen Autovermieter, die sich auf die Neuankömmlinge stürzen, gut umgangen haben, stehen wir vor dem Taxi-Coupon-Schalter. Eine gute Idee, wir kennen sie schon aus Penang. So wissen wir sofort, dass uns die Fahrt 18 RM kostet. Kein Geschacher mit dem Taxifahrer, der zwar laut Gesetz einen Taxameter benutzen muss, aber sowieso keinen im Auto hat.</p>
<p>Das Taxi &#8211; leider eine alte Proton-Schrottkiste mit höchst rudimentärer Klimaanlage, ziemlich warm und nach synthetischem Raumspray müffelnd &#8211; bringt uns direkt vor die Tür unseres Resorts in Pantai Cenang. Die Fahrt ist hochinteressant. Wieder einmal Kontraste… wir sind nur 150??? Km von <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2009/01/18/tag-9-11-georgetown-penang/">Penang</a> entfernt und ebenfalls auf einer Insel, aber es ist als seien wir in einem anderen Land &#8211; an den Strassen befinden sich Felder und Wiesen, in denen Wasserbüffel weiden, von dem Flughafen und der Strasse abgesehen könnte man in einem anderen Jahrhundert gelandet sein, alles ist grün und ländlich.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3579743?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3579743_1cc69164a997be73cd84b343aa6b44ea_standard.jpg" alt="Beach Garden Resort" width="460" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Beach Garden Resort</p></div>
<p><span id="more-247"></span>Unsere Fahrt dauert nicht lange, Pantai Cenang, der grösste und touristisch am meisten erschlossene Strand der Insel, ist nicht weit vom Airport weg. Unser Hotel liegt relativ in der Mitte des Strandes. Von außen sieht das Beach Garden Resort, unter deutscher Leitung, teils abgewetzt, teils unfertig aus. Schlaglöcher säumen die Einfahrt, der Regen von vor ein paar Stunden hat große Pfützen hinterlassen.</p>
<p>An der Rezeption geht es schnell. Wir füllen die Anmeldung aus und werden zum Zimmer gebracht. In zwei langen Reihen liegen rechts und links von der Rezeption je sechs Zimmer weg. Wir bekommen Nr. 11, das vorletzte, knapp 6 Meter weiter beginnt der Strand, draußen unter dem heruntergezogenen umlaufenden Dach stehen Korbmöbel auf denen mit bunter Batik bezogene Polster liegen. Innen ist alles soweit Standard. Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Bad mit offener Dusche. Natürlich fehlt die Klimaanlage nicht und ein Ventilator hängt auch an der Decke. Die Einrichtung ist ganz hübsch, balinesische Kunst hängt neben dem Bett, ein Batikdruck über dem Kopfende, auch wenn man sich über die Farbgestaltung streiten kann. Wir werden darüber aufgeklärt, dass der Durchlauferhitzer nicht richtig funktioniert und ein Techniker unterwegs sei. Keine fünfzehn Minuten später ist auch das Problem behoben und wir haben ausgepackt.</p>
<p>Wir machen uns auf den Weg zum nächsten Geldautomaten. Er soll an der Underwater World liegen, Malaysias grösstem Aquarium, einen guten Kilometer weg. So weit es geht laufen wir den Strand entlang. Der Himmel ist teils bewölkt und der Wind vom Meer erfrischend. Was für ein Unterschied zur stickigen Luft in <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2008/12/13/tag-6-8-kuala-lumpur/">KL</a> oder auch Penang, wo sich zumindest etwas Meeresfrische schon bemerkbar machte. Der Rest des Weges auf der Straßenseite ist dann nicht mehr so angenehm. Überall wird noch gebaut. Die Gehwege befinden sich praktisch im Rohbau. An der Underwater World angekommen stellen wir fest, dass die beiden Techniker vom Flughafen nun hier gerade ihr Softwareupdate machen. So richtig böse sind wir nicht drum, es beginnt nämlich zu regnen und wir haben es nicht so wirklich eilig. Wir streunen durch die Duty-Free-Shops, ganz Langkawi ist eine Duty-Free-Zone. Kaum zu glauben, eine Literflasche Bombay Saphire mit 47% kostet knapp unter 10 Euro. Alkohol und Schokolade sind die gefragtesten Güter wie es scheint. Als wir mit dem Bummel durch sind, ist das Update immer noch nicht fertig. Wir warten auf einer Bank.</p>
<p>Der Regen ist zu Ende, das Update endlich erledigt. Wir stellen uns in die Schlange, die sich inzwischen gebildet hat. Schließlich haben wir unser Geld. Andere Möglichkeiten gibt es nicht, außer an einem von drei Geldautomaten auf der Insel. Dieser ist der einzig nahe. Die beiden anderen liegen am Airport bzw. am Fährhafen in Kuah. Gegenüber ist eine Art Markt, doch nur die Hälfte der Buden hat auf. Auf der Suche nach etwas zu essen kommen wir hier nicht weiter &#8211; es ist einfach noch zu früh. Auf dem Rückweg kaufen wir eine Packung frische Mangostücke und vertilgen sie. Das reicht bis zum Abendessen.</p>
<p>Kurz vor dem Beach Garden fängt es wieder an zu regnen. Wir bekommen nur wenig ab. Im Zimmer entspannen wir uns ein bisschen, dann wird es auch schon dunkel und die Mägen grummeln. Da es immer noch regnet beschließen wir nur über die Straße zu gehen. Unser Lonely Planet empfiehlt das (auf der anderen Straßenseite befindliche) Haji Ramli als gut und billig.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3579760?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3579760_5bd61ecccd9288a777e86f743dcc4998_standard.jpg" alt="" width="460" height="294" /></a><p class="wp-caption-text">Restoran Haji Ramli</p></div>
<p>Wie praktisch, dass hier vor jedem Zimmer ein Schirm hängt. Ziemlich trocken kommen wir an, beäugen kurz die Fischauslage und beschließen, sollte es wirklich gut sein, kommen wir wieder und essen hier Fisch. Am Tisch werden uns die Karten gereicht. Wir bestellen beide Nasi Goreng, ein mal Kampung und ein mal Udang. Dazu den üblichen Eistee.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3579757?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3579757_b20e014e739cd57d20f4af3f172c982b_standard.jpg" alt="" width="460" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Nasi Gorend Kampung - Rest. Haji Ramli</p></div>
<p>Der Eistee kommt schnell, kann aber gegen den frischen mit Limau Kasturi aus Penang nicht überzeugen. Erfrischend ist er trotzdem. Dagegen ist das Nasi Goreng in beiden Versionen voll und ganz überzeugend. Kampung ist etwas milder und enthält u.a. frittierte Trockenfischchen, Udang mit Garnelen ist recht scharf. Das wundert uns auch nicht mehr, als wir am Ende eine komplette Chili in Stücken noch auf dem Teller haben. Petra trinkt noch einen Teh Tarik, in der Küche traditionell durch Umschütten aufgeschäumt. Wir zahlen. Knapp 14 RM, nicht mal drei Euro. Spottbillig für leckeres Essen.</p>
<p>Zurück im Zimmer lesen wir noch etwas und schlafen. Der Tag war anstrengend genug.</p>
<p>Tag 2 &#8211; Freitag morgen regnet es nicht mehr. Die Sonne scheint. Wir gehen zum Pavillon neben dem Restaurant und Biergarten. Es ist für das Frühstück eingedeckt. Als erstes fallen die großen Tassen auf. Richtige Humpen gibt es hier, gefüllt mit aufgebrühtem Kaffee. Er schmeckt nicht mal schlecht mit ausreichend Zucker. Im Zimmerpreis incl. ist die normale Frühstücksauswahl des Restaurants. Wir können aus sechs Versionen wählen oder selbst zusammenstellen.</p>
<p>Petra entscheidet sich für Roti Canai, indisches Brot, das an buttrigen Blätterteig erinnert und zu dem es ein Curry mit Kartoffeln und Huhn drin gibt. Sie ist vollkommen davon überzeugt und findet es lecker. Torsten nimmt das asiatische Frühstück. Eine Art Bratnudeln mit Huhn, Garnelen, Kohl, grünem Gemüse und Lauchzwiebeln. Die Nudeln schmecken etwas sehr nach Sojasoße, den Garnelen schmeckt man an, dass sie aus dem Tiefkühler sind. Trotz allem schmeckt alles zusammen gut. Vorneweg gab es für jeden noch einen Teller Obst, von dem man auch satt werden konnte. Darauf Apfel, Melone zweierlei Art, Mango, Papaya und Ananas. Wer das Frühstück als Nicht-Gast ordert zahlt ca. 6 Euro. Zufrieden und satt machen wir uns auf den Weg.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3579768?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3579768_2cad4ed9aa205f49bedfccc14853bda1_standard.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Roti Canai - Beach Garden Resort</p></div>
<p>Wir bringen unsere schmutzige Wäsche in die Wäscherei eines nahe gelegenen Motels, da uns die Hotelpreise etwas zu hoch sind. Endlich wollen wir ins Wasser. Wir sichern uns zwei Liegen im Schatten und wagen uns in die Wellen. Das Wasser ist herrlich, wenn auch durch den aufwirbelnden Sand recht trübe. Die Temperatur geschätzte 30 Grad. Bis unsere Mägen deutlich Laut geben liegen wir abwechselnd im Schatten und im Wasser.</p>
<p>Um an Mittagessen zu kommen gehen wir bei knallender Mittagssonne die Hauptstraße lang. Erneut denken wir uns, dass es hier sehr hübsch sein könnte wenn man mal mit den ganzen Bauarbeiten fertig ist, es Fußgängerwege gibt, in zwei Jahren oder so. Das Gefühl hatten wir ja schon in <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2008/11/29/tag-5-melaka/">Melaka</a> und Penang, das scheint in Malaysia Default-Zustand zu sein: permanently under construction.</p>
<p>Fast nichts hat auf. Um nicht wieder bei Hamli zu landen gehen wir in die “Breakfast Bar”. Hinterher war die Entscheidung nicht so schlau. Der Eistee schmeckt nach Instant, die Brühe der Suppe auch. Petras Chicken Rice ist eher Chicken mit Rice. Der Reis könnte aus dem Uncle Bens Kochbeutel kommen. Torstens Wantan Noodles schmecken wie aus den kleinen Päckchen vom Asia-Laden, über die man nur Wasser kippen muss. Daneben ist ein Klecks undefinierbares mit Rindfleischstückchen, die aus der Gulaschsuppendose kommen könnten. Die Wantan liegen in der Brühe und bestehen aus viel Fertig-Teigblättchen mit wenig undefinierbarer Füllung. Für das ganze zahlen wir 11,50 RM, also nicht mal 2,50 Euro. Der Preis lässt die fehlende Qualität verschmerzen.</p>
<p>In einem Minimart kaufen wir ein paar Zwergbananen als Nachmittagssnack. Für das große Büschel sind 80 sen &#8211; knapp 15 Cent &#8211; fällig. Zurück im Resort packen wir uns wieder an den Strand. Lesen, gehen mal wieder ins Wasser, sitzen im Schatten, schauen den LGK anfliegenden Flugzeugen nach, genießen das Meeresrauschen, die Ruhe, die angenehmen Temperaturen. Als sich am Nachmittag die Sonne hinter die Wolken verzieht verziehen auch wir uns &#8211; die Haut hat heute mehr als genug Sonne abbekommen -, gehen duschen, tauschen Bücher in der Hausbibliothek, und nehmen schließlich unseren im Preis inbegriffenen  “Willkommensdrink” im Beach Restaurant zu uns &#8211; wahlweise ein Glas Limonade, asiatisches Bier oder Hauswein. Wir nehmen Tiger Beer &#8211; der erste Alkohol seit dem Flieger nach Singapur, kalt und erfrischend, werfen einen Blick auf die zwar für malaysische Verhältnisse nicht eben preiswerte, dafür aber interessante Mittagskarte, dann verkrümeln wir uns mitsamt Lesestoff wieder in den Schatten.</p>
<p>Vor dem Abendessen tippt Petra noch etwas Reisebericht und Torsten spielt Risiko auf dem Ipod touch &#8211; das Haus-WLAN, das uns gestern noch den Chat mit Freunden in Europa ermöglichte, ist heute den ganzen Tag nicht zu erreichen. Na gut, dann eben nicht.</p>
<p>Tag 3 &#8211; Der Samstag ist relativ ereignislos. Dank Sonnenbrand verbringen wir nach einem ebenso ausführlichen Frühstück den Tag im Schatten. Früh holen wir noch unsere Wäsche ab und zahlen dafür einen Spottpreis. Das Mittagessen fällt aus. Wir haben vom Vortag noch ein paar Bananen und vom Frühstück noch ein Brötchen, eine Scheibe belegtes Brot und einen Muffin.</p>
<p>Den Nachmittag verbringen wir in der “Paulaner-Hütte”, wie Torsten den Biergarten getauft hat. Zur Happy Hour, 16-18 Uhr, gibt es Tiger-Beer vom Faß, bedeutend besser als Carlsberg, für 80 Cent und Gin Tonic für 1,60 Euro. Hier ist auch das WLAN bedeutend besser, nachdem wir das Personal dazu gebracht haben, den Router zu resetten.</p>
<p>Zum Abendessen gehen wir wieder weg. Dieses mal geht es in das “Rasa”, ein Restaurant ein kleines Stück die Straße runter. Wir sind die ersten Gäste. Wir bestellen. Petra möchte Grilled Chicken, das geht aber leider nicht. Wir wissen nicht warum. Sie bestellt dann Ginger Chicken und Ice Lemon. Torsten mag Snapper mit “Special Sauce” und Ice Lemon Tea. Nachdem die Getränke da sind kommt die Bedienung wieder und berichtet, dass es nur 800 Gramm Snapper gibt. Das ist uns etwas zu viel für eine Person und Torsten entscheidet sich für Seebarsch. Als das Essen kommt sind wir überrascht. Das Huhn mit Ingwer ist recht mild, aber lecker. Der Fisch wird in der Soße schwimmend serviert. Darunter befindet sich ein Behälter mit glühenden Holzkohlen. Eine schöne Idee zum warmhalten. Die Soße ist leicht säuerlich aber lecker. Wir analysieren sie. Eine kräftige Brühe, wohl selbst gezogen. Darin finden wir Chili, Zitronengras, Möhren, Ingwer, Galgant, saure Pflaumen, Zitronenblätter und Tomate. Die Mischung ist superlecker. Wir beschließen, zu Hause ein Rezept zu suchen und es nachzumachen.</p>
<p>Tag 4 &#8211; Zum Frühstück testen wir das Beach Garden Hausfrühstück, eine große Angelegenheit mit Brötchen, Obstteller, Eiern, Aufschnitt, Saft, und die kleinere Ausgabe (American) ohne Aufschnittteller. Es bleiben noch Brötchen zum Mitnehmen. Da Torsten sein Frühstück ohne Käse bestellt, bekommen wir mehr Aufschnitt, darunter gute hausgemachte Pastrami. Die Mengen würden beim Beach Garden Breakfast für zwei reichen.</p>
<p>Wir besorgen noch Wasser, Eistee, und weitere Bananen &#8211; das Mittagessen bestreiten wir mit Frühstücksbrötchen und Banane. Der Tag vergeht zwischen Strand und Terrasse vor dem Zimmer, bzw. Strand und Sonnenschirm unter Kokospalmen. Heute weht ein frischer Wind der die Hitze gut erträglich macht. Wir lesen viel, abends gehen wir erneut bei Haji Ramli essen, dieses Mal gibt es Chili-Garnelen, Reis, Kangkung Belacan, und ein Rindfleischcurry.</p>
<p>Tag 5 &#8211; Montag. Variationen eines Themas. Petra hat langsam Lust auf arbeiten und schreibt Mails an Mela wegen des aktuell anlaufenden Projekts, während Torsten noch schläft. Es wird ein heißer Tag, und Torsten sichtet Quallen am Strand &#8211; keine schöne Überraschung. Am Nachmittag machen wir nach dem Happy-Hour-Drink (Rum/Cola bzw. Gin/Tonic) einen langen Spaziergang den Strand hinauf bis zum Ende. Von der Wasserseite ist Pantai Cenang absolut malerisch, die wenigen Resorts ducken sich unter hohe Kokospalmen, der Strand gleißt weiß in der Sonne, die vom blauen Himmel nur so knallt. Das GPS misst Strecke mit. Wir würden gern einen Cache legen und suchen nach einer passenden Location. Am Strandende vor dem Meritus Pelangi Resort halten wir am Wellenbrecher und schauen uns den farbigen Sonnenuntergang an. Schön. Der Strand ist eher länger als die angegebenen 2 km.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3571115?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3571115_54e12677860d0de0f36020129dba75d7_standard.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Pantai Chenang Beach</p></div>
<p>Abendessen: Haji Ramli, obwohl Petra von Essen im Hotelrestaurant gelockt wird und *eigentlich* arabisch essen wollte. Morgen vielleicht. Torsten ordert gegrillten Snapper, der dünn mit Kurkuma bestrichen butterflied auf den Grill kommt und wunderbar saftig ist, Petra versucht sich an Nasi Goreng Pattaya, welcher in Ei eingebacken serviert wird. Wir gehen noch beim Minimart vorbei, kaufen weißen Tigerbalsam und Nivea Sonnenspray, LSF 40 &#8211; die kommenden 4 Tage sollen heiß und sonnig werden und wir wollen nicht wie die Krebse in den Flieger steigen. Im Bett schlafen wir bei CD 3 von Arto Paasilinna fast ein. Morgen ein paar Titel nochmal hören.</p>
<p>Tag 6 &#8211; Der Tag beginnt wie jeder andere. Wir sind mit der Sonne wach und begeben uns auf die Frühstücks-Veranda. Wir merken jetzt schon, dass der Tag heiß wird. Die üblichen Frühstücks-Variationen werden angeboten.</p>
<p>Wir haben uns auf einen weiteren Strand-Tag eingestellt, doch Torsten bekommt im Wasser eine Qualle zu spüren. Damit ist das Thema Wasser für ihn für den Rest des Urlaubs erledigt. Später entdecken wird noch riesige Quallen, die auf den Strand gespült wurden. Petra schließt sich an.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3624187?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3624187_38e55ea4e08464bc6b4a3ac044c4e1fd_standard.jpg" alt="" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Qualle am Strand</p></div>
<p>Uns ist das Wasser ausgegangen. Also gehen wir zur besten Mittagshitze einkaufen. Wir stöbern in ein paar Läden und können keine passende Dose für den geplanten Cache finden. Alle Arten von Dosen, die wir finden, sind zu groß. Den Rest des Nachmittags verbringen wir lesend im Schatten.</p>
<p>Am Abend wollen wir dann doch endlich arabisch essen. Ein passendes Restaurant haben wir auch schon gefunden. Das Telaga sollte es sein. Es wundert uns nicht, dass nur ein Tisch des Freiluft-Restaurants besetzt ist. Wie immer sind wir früher als in Asien üblich. Als dann das Essen kommt, wussten wir warum es so leer ist. Wir hatten verschiedene Arten Kebab bestellt und merken sofort, das nichts frisch ist. Wir haben sogar das Gefühl, die Spiesse seien Tiefkühlware vom Großhändler. Wir sind enttäuscht.</p>
<p>Auf dem Rückweg stöbern wir wieder durch die Läden, finden aber immer noch keine passende Dose für den Cache.</p>
<p>Tag 7 &#8211; Muss ich mich wirklich wiederholen? Das Frühstück, reichhaltig wie immer, wird uns essensmäßig durch den Tag bringen. Es soll noch heißer werden, also beschließen wir in die Underwater World Langkawi zu gehen. Nach Singapur erwarten wir großes, wird es doch als das größte Aquarium Malaysias beschrieben. Doch es ist anders.</p>
<p>Vom Eingang aus liegen die üblichen Becken mit Rochen, Barschen usw. Dann führt der Weg in eine Art Tropenhaus. Hier ist zwar ein Aquarium mit Fischen in der Mitte, aber rundherum Vögel, Affen, unter anderem britische Schwäne. Dann folgen wieder kleinere Aquarien. Der nächste Teil wird erst richtig Interessant. Pinguine. Ein 12 Meter langer Tunnel führt unter dem Pinguinbecken durch. Man kann aber auch aussen rum gehen und das ganze von oben beobachten. Wir stehen gerade oben, als ein Tierpfleger mit Futter kommt. Also ab in den Tunnel und schon flitzen zu Tiere an uns vorbei, um sich Fische zu schnappen. Die Pinguine sind faszinierend. Ein paar Chinesische Touristinnen wollen sich mit dem langen Europäer Torsten fotografieren, doch er lehnt ab. Die nächste Station ist die Cafeteria und das 3D-Kino. Es wird ein Film über Fische und die Evolution gezeigt. Dazu gibts es die albernen Brillen, die man für diese Art 3D braucht. Vom Kino zum Ausgang gibt es dann noch jede Menge kleine und ein großes Aquarium mit unzähligen Fischarten. Im großen sind dann auch große Rochen und Haie. Faszinierend. Den Abschluß bildet ein großer Souvenier-Einkaufsbereich. Insgesamt ist das Aquarium nicht schlecht, doch das in Singapur hat einen bleibenderen Eindruck hinterlassen.</p>
<p>Mangels einer passenden Dose, die wir als Geocache missbrauchen können, greifen wird notgedrungen zu einer Filmdose. Heute soll es soweit sein. Ein Logbuch ist aus einem Blatt Papier schnell gebastelt. Wir legen noch ein paar Münzen als Tauschgegenstände hinein und ab geht es. Am Wellenbrecher suchen wir uns eine schöne Stelle die sicher, fest und trocken genug aussieht. Mit herumliegenden Steinen decken wir das Versteck ab. Dann noch schnell bei <a href="http://www.geocaching.com/" target="_blank">geocaching.com</a> einstellen und es kann losgehen mit unserem <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=482e1cd9-e607-4180-88c3-5bf1c11e4516" target="_blank">ersten eigenen Cache</a>.</p>
<p>Auch wenn es noch zwei Tage sind, wollen wir heute unseren Hochzeitstag (vor-)feiern. Nur nicht am Abflugtag in Streß geraten. Wir gehen in das Strandrestaurant unseres Resorts essen. Die Karte besteht zum größten Teil aus westlichen Gerichten. Teilweise sind aber auch welche mit asiatischem Touch zu finden. Dazu gibt es jeden Tag eine Mittags- und eine Abendkarte auf einer Tafel, die ausgehängt wird. Wir nehmen es klassisch. Ein Steak, dazu einen Wein. Und wir sind echt überrascht. Das Steak ist gut, australisches Rind, saftig, noch schön rosa innen. Dazu Pommes und Gemüse, ok, darüber könnte man streiten. Klassisch eben. Der Wein, ein australischer Chardonnay, passt sehr gut. Es wird ein schöner Abend am Strand.</p>
<p>Tag 8 &#8211; Ganz ruhig lassen wir es angehen. Die zweite Flasche Wein am letzen Abend hätte nicht sein müssen. Vor allem nicht bei dem Klima hier. Langsam steigen wir aus dem Bett und schleppen uns zum Frühstück. Koffein kann Wunder wirken, und so geht es uns auch bald besser.</p>
<p>Über diesen Tag gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Wir haben endlich die Freigabe unseres Caches bei geocaching.com erreicht. Es bedurfte einiger Überredungskunst, da der Reviewer nicht sicher war, wie wir den Cache auf eine Entfernung von 10k Kilometer warten wollen. Geklappt hat es dann aber doch.</p>
<p>Wir verbringen einen Großteil des Tages mit Büchern auf Strandliegen. Am Abend gehen wir das letzte mal bei Haji Ramli essen. Es ist immer noch so köstlich wie am ersten Tag.</p>
<p>Tag 9 &#8211; Die Abreise steht bevor. Dummerweise müssen wir bis 12 das Zimmer räumen, der Flieger geht aber erst um 21 Uhr. Der Lumpensammler, wie ihn unser Mann im Reisebüro bei der Buchung nannte. Nach dem Frühstück packen wir. Wir lassen uns dabei Zeit und kontrollieren alles drei mal, um nichts zu vergessen.</p>
<p>Nachdem wir ausgecheckt und unsere Rechnung beglichen haben, lassen wir unser Gepäck an der Rezeption stehen und machen noch eine kleine Tour mit Teh Tarik bei Ramli durch den Ort. Die restliche Zeit verbringen wir lesend in Strandnähe.</p>
<p>Viel zu früh lassen wir uns von der Rezeption ein Taxi rufen, und so sind wir schon gegen 17 Uhr am Flughafen. Einchecken geht erst eine Stunde vor Abflug. Also lassen wir uns bei Starbucks nieder. Hier lernen wir, dass heute nicht nur unser Hochzeitstag ist, sondern Starbucks auch die Weihnachtssaison startet. Merke: gibt es bei Starbucks gerade neu Toffee Nut Latte hast Du Hochzeitstag. So vergessen wir das sicher nicht. Schön, dass es hier dann auch WLAN gibt. So sind wir nicht wirklich abgeschnitten.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3624196?album_id=3523154"><img src="http://www.23hq.com/23666/3624196_b9de0c429d332de8a1a33c05b0e467c9_standard.jpg" alt="Sand Art" width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Sand Art</p></div>
<p>Um 21 Uhr ist es dann endlich soweit. Wir besteigen das Flugzeug. Eine ältere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_737#Boeing_737-400" target="_blank">737-400</a> von Malaysia Air. Auch hier wieder nicht wirklich voll. Im Anflug auf Kuala Lumpur beschwert sich Petra über die alte Druckkabine, die ihrem Kopf ziemlich zu schaffen macht.</p>
<p>Endlich gelandet müssen wir uns beeilen. Das Gepäck ist zwar durchgecheckt, aber wir brauchen noch unsere Tickets für den Weiterflug. Und KLIA ist nicht gerade klein. Wir finden dann endlich den Schalter an dem groß &#8220;Connecting Flights&#8221; steht. Es gibt immerhin drei, die aber jeweils für verschiedene Fluggesellschaften stehen. Der für <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2008/11/16/emirates/">Emirates</a> bedient auch die meisten anderen und hat die längste Schlange. Wir warten ungeduldig. Endlich sind wir dran. Und, wir haben anscheinend Glück so spät zu kommen. Die sonst für spezielle Zwecke (Behinderte u.ä.) reservierten Sitzplätze in den hinteren Zweierreihen sind wohl freigegeben worden und wir bekommen die letzte Reihe.</p>
<p>Wir schaffen es gerade rechtzeitig zu der gut 50 Meter langen Schlange, nachdem wir das Terminal per Monorail gewechselt haben, und stellen fest, dass Emirates mal wieder länger braucht. Wir sind es ja schon gewohnt. Also suchen wir uns ein Sitzplätzchen und warten, bis die Schlange in Bewegung gerät. Dann erst stellen wir uns an. Nach einem weiteren Sicherheitscheck sind wir am Gate. Hier beobachten wir einen Asiaten, vermutlich Chinese, der seine Tickets zählt. In der Hand hat er einen zentimeterdicken Stapel. Wir wundern uns.</p>
<p>Der Flug ist ungewöhnlich. Irgendwie sind alle verpeilt. Es beginnt schon damit, dass das Boarding zu spät beginnt und dann Hektik an Bord ausbricht, da wir anscheinend unser Abflugfenster erreichen müssen. Es sitzen noch nicht alle, die Crew ist noch nicht durch, da rollen wir schon rückwärts vom Gate. Die Pre-Flight-Checks der Crew sind entsprechend hektisch. Schnell noch was verstauen, da noch was kontrollieren. Sie sind genau beim Erreichen der Startbahn fertig. Ohne großen Stop lenkt der Pilot die Maschine auf die Bahn und gibt auch schon Gas. Er hat es eilig. So geht es während des ganzen Flugs weiter. Die Crew versteht Getränke- und Essenswünsche falsch und, naja, wir bekommen sogar ein bisschen die Augen zu. Das Essen, von LSG geliefert, ist das schlechteste, das wir bisher auf einem Emirates-Flug hatten, und bedarf keiner weiteren Erwähnung.</p>
<p>In Dubai haben wir dann fünf Stunden Zeit. Und endlich können wir das neue Terminal 3 nutzen. Dort soll unser Flug starten. Dummerweise sind wir in Terminal 1 angekommen und ein Schild gibt eine ungefähre Laufzeit von 35 Minuten an. Ich glaub alleine dieses Detail sagt vieles über die Größe des Flughafens von Dubai aus. Wir brauchen auch ungefähr so lange. Verwirrend sind teilweise die Ausschilderungen. So geht es teilweise zu ein und der selben Gatefolge nach links, rechts und geradeaus. Am Ende landet man aber auf allen Wegen wieder am selben Punkt. Im neuen Terminal ist es geräumig und es gibt jede Menge Sitzmöglichkeiten, auch vor den Gates. Ärgerlich ist nur, dass Starbucks und andere Coffee Shops hier nur Bares nehmen und keine Kreditkarte. Wegen eines Kaffees Geld tauschen lohnt nicht wirklich.</p>
<p>Der Flug nach Hamburg ist dann ein ganzes Stück besser. Hier haben wir wieder die <a href="http://www.datenhamster.org/2007/04/emirates/">gewohnte Emirates-Qualität</a>. Leckeres Essen, freundlichen organisierten Service. Alles bestens. Um 12 landen wir in Hamburg. Es ist diesig, neblig, trüb. Wie immer wird Torsten hier bei der Ankunft vom Bundespolizisten kritisch beäugt und der Pass auf Echtheit gescannt. So langsam fällt es auf.</p>
<p>Home Sweet Home. Drei Wochen Singapur-Malaysia sind zu Ende und so schön es ist, zu Hause zu sein, greift das Fernweh wieder um sich. Drei gemischte Wochen mit Hoch- und Tiefs waren es. Im Nachhinein betrachtet würden wir zwar einiges anders, aber vieles wieder genau so machen. </p>
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		<title>Tag 9-11 &#8211; Georgetown, Penang</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 15:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nasebaer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geocaching]]></category>
		<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
		<category><![CDATA[Singapur / Malaysia 2008]]></category>
		<category><![CDATA[George Town]]></category>
		<category><![CDATA[Penang]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon im Artikel zu Kuala Lumpur geschrieben, wir h [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schon im <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2008/12/13/tag-6-8-kuala-lumpur/" target="_self">Artikel zu Kuala Lumpur</a> geschrieben, wir hatten genug vom Busfahren. Ein A320 von Air Asia brachte uns vom Flughafen in Kuala Lumpur nach Penang. Hier liegt der Bayan Lepas International Airport auf der südöstlichen Seite der Insel und ist einer der größten Frachtflughäfen Malaysias. Man will es nur nicht denken, wenn man hier landet und neben der Bahn vier Fracht-747 nebst einem kleinen Fracht-Gebäude stehen sieht.</p>
<p>Nach der Landung folgt das Übliche. Wir steigen aus, gehen zum Gepäckband, warten, nehmen unsere Tasche und suchen den Ausgang. Auf Penang entdecken wir zum ersten mal einen Taxi-Counter, von denen wir schon viel gelesen haben. Das Prinzip ist einfach. Hingehen, das Ziel nennen, und einen Voucher bekommen. Damit fährt der Fahrer dann direkt in den gewünschten Ort zum gewünschten Ziel. Ohne große Probleme und vor allem immer zum gleichen Preis. So ist der Touriabzocke ein Riegel vorgeschoben.</p>
<p>Auf der Straße vom Flughafen weg verstehen wir dann die große Bedeutung Penangs als Frachtflughafen. Hier haben sich fast alle Firmen angesiedelt, die Rang und Namen haben. Unter anderem auch Bosch, Siemens usw. Wir hätten das auf einer der Haupt-Touristen-Inseln Malaysias nicht erwartet. Gut dreissig Minuten werden wir an der Ostseite der Insel entlang in den Norden nach George Town gefahren. Wir nutzen die Zeit um einen ersten Eindruck zu bekommen. Bis auf ein paar Ausnahmen ist das meiste nicht wirklich hübsch.</p>
<p>Das Taxi fährt uns bis vor die Tür im Hof unseres Hotels. Wir sind begeistert. Nicht von der Fahrt, vom Gebäude. Das <a href="http://www.cheongfatttzemansion.com/">Cheong Fatt Tze</a> ist ein altes chinesisches Herrenhaus, komplett in blau, Hotel und Museum in einem. </p>
<p align=center><img src="http://farm4.static.flickr.com/3188/2884760880_b512a3335c.jpg" alt="" /></p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/people/suanie/">Suanie</A></p>
<p>Und seit 2000 Weltkulturerbe der UNESCO. Liebevoll sind die vielen Details an der Fassade wiederhergestellt. Interessanterweise ist es auch gleich der Startpunkt eines Geocaches. Dazu aber später.<span id="more-76"></span></p>
<p>Wir treten ein und werden von einer älteren chinesischen Frau begrüßt. An einem antiken Schreibtisch im Eingangsbereich nehmen wir Platz und füllen die nötigen Formulare für unseren Besuch aus, danach erhalten wir unseren Zimmerschlüssel. Dann führt sie uns halb durch das Haus, erklärt ein bisschen was und zeigt uns unser Zimmer mit dem Namen &#8220;Batavia&#8221;. Es ist riesig.</p>
<p>Alleine der Schlaf- und Wohnraum hat gut 20 bis 25 Quadratmeter, ein großes Bett, ein Fenster zum Innenhof und zwei in die Wand eingelassene Vitrinen mit altem chinesischem Porzellan. Vor dem Fenster steht ein Tisch mit zwei Stühlen, in der Ecke ein großer alter Holzschrank und an der Decke hängt ein großer Ventilator. Ein Fernseher fehlt, was aber nicht stört. Der Boden ist mit Terrakotta-Fliesen ausgelegt, die für eine angenehme Kühle sorgen.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Eine Tür führt in einen Nebenraum, der mit Kühlschrank und Sekretär ausgestattet ist. Von hier öffnet sich ein Fenster zur Rückseite des Gebäudes, das von einem Grünstreifen umrundet wird, der an einer Mauer endet. Geschätzte drei Quadratmeter hat dieser kleine Raum vor der Tür zum Bad, das auch recht groß ist. Die Ausstattung ist schön, mit Wanne, Dusche, das übliche eben. Aber geräumig. Das ist der Ausgleich für KL <img src='http://unterwegs.datenhamster.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir ruhen uns einen Moment aus, aber knurrende Mägen treiben uns dazu, die Stadt zu erkunden. Direkt vor dem Hotel liegt, wie schon erwähnt, der Startpunkt für einen Geocache. <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=72ecc26f-7f79-415c-bd93-7e89d01cd5a9">Chinese Houses in Georgetown</a> heisst er und führt als Multi durch die Stadt und zeigt einige der alten chinesischen Häuser. Doch wir erledigen hier nur die erste Aufgabe. Die Koordinaten für die zweite Station speichern wir im GPS und es geht in Richtung Meer.</p>
<p>Endlich wieder Seeluft nach drei Tagen KL, wie gut das tut. Wir sehen uns in einem Hawker Center am Meer um, doch die Läden, die geöffnet haben, springen uns nicht an. So begnügen wir uns mit dem &#8211; leider warmen &#8211; Saft einer frischen Kokosnuss. Das rausgekratzte Fruchtfleich dämpft den ersten Hunger.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.23hq.com/23666/3624139_595d1ccddce6f12432c2d4ce8ca4cfae_standard.jpg" alt="" height="350" /></p>
<p>Wir ziehen weiter. An der Strandpromenade entlang bis zu Fort Cornwallis. Wir verkneifen uns, Eintritt zu zahlen und folgen den Sträßchen zum Pier. Später finden wir noch heraus, dass wir im Fort nicht all zu viel verpasst haben. Das <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=85be662e-1793-4b75-8afa-a6aeadbb5b3a">Church Street Pier</a> ist nicht wirklich mehr Schiffsanlegestelle. Hier ist praktisch nur noch Gastronomie zu finden. Die Schiffe liegen daneben und etwas weiter ist eine modernes Pier für die Fähre vom Festland gegenüber. Und hier liegt ein Cache. Nachdem wir mehrere Taxifahrer, die uns helfen wollte, abgeschüttelt hatten, halten wir schliesslich das Döschen in Händen. Schnell geloggt, ein paar Fotos vom Pier und weiter.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone" src="http://www.23hq.com/23666/3624143_e2cfe91b5d9c660777293f3265eddb00_standard.jpg" alt="" width="350" /><img class="aligncenter" src="http://www.23hq.com/23666/3624151_7aa0eb83937c13b57d9577ed11f49a7a_standard.jpg" alt="" width="350" /></p>
<p>Auf der Suche nach etwas zu Essen laufen wir die zweite Station des Chinesischen-Häuser-Multis an, die wir schnell und den Hinweis auf Station drei etwas langsamer finden. Die Koordinaten ins GPS und weiter geht es. Auf dem Weg zu Station drei stehen wir vor einem Tandoori-Restaurant mit Namen Kassim Mustafa, das offen hat. Wir sind begeistert. Essen, das gut aussieht und verfügbar ist. Wir schlürfen Eistee und genehmigen uns köstliches Tandoori Chicken. Nach ein paar misslungenen Versuchen schaffen wir es sogar wie die Inder nur mit der rechten Hand zu essen. Das Essen ist lecker und so können wir mit einem weiteren Beutel Eistee zur dritten und letzten Station unseres Caches gehen.</p>
<p>In einem Hinterhof finden wir dann auch das erwähnte Gebäude. Ein alter roter chinesischer Tempel. Jetzt geht es ans Rechnen. Und kurz darauf stehen wir nicht weit weg vor dem Final. Wir bergen die kleine Dose, tragen uns auf dem Logzettel ein und sind zufrieden. Nach den Problemen in KL haben wir gleich zwei Caches an einem Tag gefunden.</p>
<p>Dummerweise wissen wir durch das viele hin und her Gelaufe nicht so ganz, in welche Richtung es zurück zum Hotel geht. Aber dank GPS finden wir das auch. Im erfrischenden Luftzug des Ventilators ruhen wir uns erst ein mal aus.</p>
<p>Nach dem anstrengenden Tag haben wir abends keine große Lust mehr weit zu gehen. Direkt neben an ist ein Hawker Center und wir essen hier. An einem Stand mit vielen kleinen Spiesschen stellen wir uns zwei Teller zusammen. Nicht ganz günstig, weil auch exotische Sachen dabei sind. Aber das meiste ist lecker. Dabei helfen wir noch der kleinen Tochter des Inhabers beim (Englisch) Zählen lernen &#8211; sie bringt das Essen und kassiert <img src='http://unterwegs.datenhamster.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Danach fallen wir müde in unser Bett.</p>
<p>Der nächste Tag bringt einige Überraschungen mit sich. Zuerst das Frühstück. Es gibt vernünftigen Kaffee aus dem Vollautomaten dazu. Wir haben die Wahl zwischen mehreren Eiervariationen, Toast, French Toast und mehr. Es ist reichhaltig und macht erst mal satt.</p>
<p>Die zweite Überraschung, Penang scheint ein modernes Busliniensystem mit Fahrplänen zu haben. Wir machen einen kleinen Rundgang durch den näheren Bereich des Hotels bevor wir weiter weg wollen. Dabei entdecken wir ein paar schöne alte Häuser, die aber leider dem Verfall überlassen sind. Unser eigentlicher Plan für den Tag führt uns zum KOMTAR, einer Mischung aus Mall und Busbahnhof. Die Mall ist überschaubar, die meisten Läden haben zu und die Auswahl ist gering.</p>
<p>Am Busbahnhof dann die Ernüchterung bzw. das Erwartete. Das Busliniensystem hat Fahrpläne und es fahren auch Busse. Allerdings nicht da hin wo wir wollen. Wir wissen auch nicht wann, denn die Fahrpläne hängen nicht aus. An den Bussen stehen Fahrziele &#8211; neben Fahrzielen neben Fahrzielen neben Fahrzielen&#8230; absolut undurchsichtig. Wir geben erst mal auf und machen uns zu Fuß weiter auf, um George Town zu erkunden.</p>
<p>Und wir stellen fest, das George Town &#8211; abgesehen vom historischen Kern &#8211; entsetzlich hässlich ist. Der Teil, der erhalten und saniert ist und nach original-Kolonialbauten aussieht, ist hübsch. Genauso Chinatown mit den alten chinesischen Häuschen und Tempeln. Aber die restlichen dazu geklotzten Hotelbauten nicht. Da macht wieder nur das koloniale Eastern &amp; Oriental eine Ausnahme.</p>
<p>Der Rest des ersten vollen Tages ist wenig spektakulär. Wir sitzen an der Hafenmauer und lassen es uns in der Meerluft gut gehen, es ist schön tief durchatmen zu können ohne glühenden Smog zu atmen, und im Schatten mit Meeresbrise lässt sich sogar die Mittagshitze gut ertragen &#8211; was auch viele malaysische Senioren augenscheinlich zu schätzen wisen, die hier im Schatten dösen oder vorgeblich angeln oder Zeitung lesen. Es gibt frisches Obst zum Mittag, und abends essen wir in einem anderen Tandoori-Restaurant mit Namen Restoran Kapitan.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.23hq.com/23666/3684236_f029fcf80bc07c3fef7117f750b99c73_standard.jpg" alt="" width="350" /></p>
<p>An unserem zweiten vollen Tag auf Penang wollen wir uns ausruhen. Der Tag hat mit einem Regenschauer begonnen und wir haben im Innenhof bei tröpfelndem Regen gefrühstückt, ein sehr eigenartiges Erlebnis aber schön, wenn die Regentropfen die Grünpflanzen in den <em>courtyards </em>wässern, das leise Prasseln der Regentropfen, dazu eine frische Tasse Tee&#8230; </p>
<p align=center><img src="http://farm1.static.flickr.com/91/252961475_ee5a56e3b9_o.jpg"></p>
<p>Bild: <a href="http://www.flickr.com/people/sleepykisser/">Des</A></P></p>
<p>Durch den Regen ist es schwülheiss geworden, und in der knallenden Sonne ist die Temperatur für uns europäische Weicheier kaum auszuhalten. Wir beschliessen, es nicht noch ein mal mit dem Bussystem zu versuchen, und lassen einen geplanten Ausflug zu den Botanischen Gärten mit &#8220;einfachen Bergstrecken&#8221; aus. Statt dessen gehen wir ins Staatsmuseum von Penang. Es ist nicht weit weg vom Hotel und auch nahe beim Meer gelegen.</p>
<p>Der Eintritt ist lächerlich. Einen Ringit, gerade mal 20 Cent. Allerdings auch sehr freundlich für die Bevölkerung, für die das Angebot eigentlich auch gedacht ist. Im Museum wird an vielen in Szene gesetzten Ausstellungsstücken die Geschichte von Penang im ganzen und Georgetown im speziellen erzählt. Sehr interessant gemacht, und vor allem angenehm kühl.</p>
<p>Zum Mittagessen, weil es so gut war, geht es zum Kapitan. Wir essen Chicken 65. Knusprig gebackenes Huhn in einer Sosse mit Gewürzmischung. Sehr lecker und unbedingt zu empfehlen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.23hq.com/23666/3579751_76f52c8f776762d44bc3a41ea5d3f43d_standard.jpg" alt="" width="350" /></p>
<p>Der Mittagshitze entgehen wir im Hotel mit Lesen und Faulenzen. Ein paar kleine Berichte werden auf dem Laptop getippt und wir sehen der Hausführung zu, die sich täglich durch den Museumsteil des Hotels windet. Wir haben selbst als Hausgäste das Angebot, kostenlos daran teilzunehmen, was wir aber nicht annehmen. Einziger Haken: Fotografieren ist verboten, was ich bei einem Museum aber noch verstehen kann. Die Leute sollen ja kommen und es sich ansehen. Wir geniessen dafür das unschlagbare Ambiente und die entspannende Stille in den lauschigen Innenhöfen &#8211; schöner und stilvoller kann man kaum einen Nachmittag verfaulenzen.</p>
<p>Der Rest des Tages vergeht eher routiniert. Ein letztes Mal gehen wir zum Kapitan essen &#8211; das Essen aus dem Tandoor ist dort einfach zu gut, und der Eistee mit Kalamansi-Limette ist köstlich. Dann verkriechen wir uns ins Bett.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.23hq.com/23666/3684239_2ffc13fba441ce5c5dc2ef425700d4a5_standard.jpg" alt="" width="350" /></p>
<p>Am letzten Morgen frühstücken wir in Ruhe, packen, und rufen uns ein Taxi zum Flughafen. Firefly wartet mit einem Flug nach Langkawi.</p>
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		<title>Tag 6-8 &#8211; Kuala Lumpur</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 11:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nasebaer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Malaysia]]></category>
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		<category><![CDATA[Kuala Lumpur]]></category>

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		<description><![CDATA[

Kurz vor 10 kommen wir am Busdepot von Melaka an, u [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3538309_0dee83c006fa5823f06f498c9d444ec5_standard.jpg" alt="Petronas Towers" /></center></p>
<p>Kurz vor 10 kommen wir am Busdepot von Melaka an, um 10 fährt ein Linienbus von Delima nach <strong>Kuala Lumpur</strong>, den wir auch noch erwischen. Und weiter geht’s. Alles ganz kurzfristig, weil es so gut passt.</p>
<p>Und es geht auch gut los. Der Bus schlängelt sich aus Melaka raus auf die Autobahn. Ungefähr halb voll, viele Einheimische, dazu ein amerikanisches Paar. Das Innendesign des Busses ist fragwürdig. Viel violett mit Mustern. Aber wir müssen uns das ja nur eineinhalb Stunden ansehen.</p>
<p>Nach gut einer Stunde zeigt sich, dass wir mit dem Busunternehmer wohl doch nicht die richtige Wahl getroffen hatten. An einem Anstieg auf der Autobahn hören wir aus dem Cockpit ein bing-bing-bing-bing. Doch der Fahrer fährt weiter. Das bingen hört nicht auf und keine fünf Minuten später, noch immer an der Steigung, werden wir langsamer. Und langsamer. Und langsamer. Und wir bleiben auf dem Seitenstreifen stehen.</p>
<p>Der Fahrer steigt aus, sieht sich den Bus und den Motor an, steigt ein, lässt den Bus an. Bing-bing-bing-bing&#8230; Der Fahrer steigt aus, sieht sich den Bus und den Motor an, steigt ein, lässt den Bus an. Bing-bing-bing-bing&#8230; und so weiter und so fort.</p>
<p>Unterdessen, die Klimaanlage ist inzwischen aus weil der Motor aus ist und es wird wärmer, telefoniert der Amerikaner mit seinem Blackberry in seine Heimat und unterhält sich über die bevorstehenden Wahlen. Plötzlich scheint ihn sein Gesprächspartner zu fragen, wo er steckt. Seine Antwort: &#8220;Kuala Lumpur&#8221; &#8211; kurze Pause &#8211; &#8220;It&#8217;s a city in Malaysia&#8221;. Ich schätze, in sein Ohr klang nur ein &#8220;Häh?&#8221; oder ein &#8220;Where?&#8221; &#8211; Amerikaner.</p>
<p>Draussen ist inzwischen ein Techniker angekommen. Jedenfalls scheint es so. Ein Mofa kam gegen die Fahrtrichtung auf der Autobahn. Der Fahrer macht sich aber nicht die Mühe, abzusteigen. Er besieht sich den Bus von seinem Sitz aus und beschliesst, bald weiterzufahren. Inzwischen wissen wir sicher, dass der Kühlkreislauf überhitzt ist und die Hydraulik aufgegeben hat.</p>
<p>Dann die Rettung: Ein anderer Bus hält. Der Fahrer klärt kurz, wo wir hin wollen. Und er nimmt uns mit. Der neue Bus ist jetzt bis auf den letzten Platz gefüllt und wir kommen nach gut einer Stunde Stillstand wieder unserem Ziel entgegen. Mit neuen psychedelischen Mustern in rot und gelb als Dekoration im neuen Bus. Auch der Amerikaner ist von Innendesign, das an einen bekifften Hippietraum erinnert, begeistert und macht ein paar Fotos.</p>
<p>Bald erreichen wir dann auch die Randgebiete von Kuala Lumpur. Schon hier sind wir nicht so ganz begeistert, was auf die Hässlichkeit der Stadt zurückzuführen ist. In der Ferne sind die Petronas Towers und andere Hochhäuser zu sehen.</p>
<p>Nachdem wir eine Weile durch die Stadt gekurvt sind, setzt uns der Fahrer an der Puduraya Bus Station ab. Doch statt eines modernen oder auch nur großen Busterminals klafft hier eine große Baulücke mit einer hohen Wand, aus der ohrenbetäubende Baugeräusche dringen. Davor scheinen sich stinkende dröhnende uralte Busse auf der Strasse nur so zu stapeln, Lärm und Chaos sind schier unbeschreiblich. Der perfekte Empfang.</p>
<p>Immerhin ist es laut Karte nicht weit in die Petaling Road in Chinatown. Dort soll unser Hotel, das Replica Inn liegen. Und es ist wirklich nicht weit. Wenn nicht so viele Leute auf der Straße wären, wenn nicht alle Verkaufsstände in Chinatown auf wären, und der Verkehr sich nicht laut hupend im Stop&amp;Go durch die Straßen quälen würde.</p>
<p>In der Petaling Road laufen wir natürlich erst mal in die falsche Richtung. Hausnummern gibt es nur vereinzelt, und wenn sind sie von Verkaufsständen verdeckt. Wieder durch die Massen zurück entdecken wir am anderen Ende der Straße das Replica Inn.<br />
<span id="more-40"></span><br />
Die Rezeption ist noch ganz ok, wenn auch nicht überfreundlich. Wir erledigen den Papierkram und bekommen den Schlüssel. Frühstück gibt&#8217;s nicht, war auch nicht mitgebucht, hätte es auch nicht gegeben und braucht man in Chinatown auch nicht wirklich. Das Zimmer ist auf den ersten Blick nicht so schlimm &#8211; und wären wir jetzt wieder gegangen, wäre die Zusammenfassung bei &#8220;ok, iss eben billig&#8221; geblieben. Sind wir aber nicht.</p>
<p>Über das Farbdesign könnte man sich streiten. Das wichtigste ist soweit ok: Bett einigermassen bequem, WLAN und Klimaanlage vorhanden und funktionsfähig. Der Rest: Das Zimmer deutlich abgenutzt, das Bad in einem Zustand, der miserabel nicht mehr verdient. Wir überlegen, das Zimmer zu wechseln, doch wir lesen erst im Internet nach und beschliessen, dass es schlimmer werden könnte. Hätten wir das nur mal früher gemacht. Aufgrund des (nicht nur) muslimischen Wochenendes geben uns die Reservierungssysteme anderer Hotels alle die gleich Auskunft: ausgebucht. Wir bleiben, ist ja nur zum Schlafen, und beschliessen nach dem Bus- und Hotel-Fiasko, dass wir so schnell wie möglich wieder weg wollen. Und nach dem Busdrama haben wir irgendwie noch viel weniger Lust uns 5 oder mehr Stunden Busfahrt von KL nach George Town anzutun.</p>
<p>Auf der Website von Air Asia finden wir für drei Tage später einen billigen Flug nach Penang. Vom Datum passend. Aber leider akzeptiert Air Asia über das Online-Buchungssystem unsere Kreditkarte nicht, wie wir ja kürzlich schon festgestellt hatten. Wir entdecken, dass es an der KL Sentral, praktisch dem Hauptbahnhof, eine Verkaufsstelle von Air Asia gibt, und nehmen sofort die nächste Bahn dahin. Zur nächsten Station sind es nur fünf Minuten zu Fuß, praktisch um die Ecke, und von da nur eine Station bis KL Sentral.</p>
<p>Dort angekommen suchen wir Air Asia. Schwer zu finden ist es nicht, man muss nur der richtigen Menschenmasse in den Menschenmassen folgen. Es gibt ein Nummernsystem &#8211; ziehen und warten. Wir ziehen unsere Nummer und stellen fest, dass noch über hundert vor uns sind. Also machen wir einen Rundgang durch den Bahnhof und ruhen uns in der einzigen Oase der Ruhe &#8211; Starbucks im Arrivalbereich des KLIA Ekspres &#8211; aus.</p>
<p>Nach einer Stunde warten wir erneut am Air Asia Schalter. Die Zahlen sind nach vorne gerückt, aber wir stehen noch immer gut eine halbe Stunde bis wir dran sind. Viele haben auch schon aufgegeben, uns wurde sogar von einer englischsprachigen Touristin eine Nummer angeboten, sie war aber höher als unsere.</p>
<p>Weitere zehn Minuten später ist alles geklärt. Wir haben zwei Tickets zum Internetpreis ergattert, und unsere Kreditkarte hat AirAsia ohne Zicken akzeptiert. Uns treibt es erst mal in das Hotel des Grauens zurück, aber hier hält es uns nicht lange. Wir beschliessen in den Bukit Nanas Forest Reserve zu gehen. Ein großer grüner Park mitten in der Stadt.</p>
<p>Wir fahren zurück zum KL Sentral und suchen dort den Übergang zur Monorail. Es dauert eine Weile bis wir kapiert haben, dass wir aus Sentral raus müssen, über die Straße, über einen großen Parkplatz und noch mal über die Straße um am Eingang zur Monorail-Station zu stehen. Kleine Stände neben dem Hauptfussweg verkaufen indische Süssigkeiten, passend zu Deepavali.</p>
<p>Auf dem Weg zur Station &#8220;Bukit Nanas&#8221; stellen wir fest, dass die Bahn praktisch um den Stadtkern herumfährt. Man hat teilweise einen traumhaften Blick auf die schönere wie auf die (überwiegend) scheussliche Architekur der Stadt. Die Kurven fühlen sich abenteuerlich ob der starken Neigung an. An der Station Bukit Bintang erkennen wir durch das Fenster ein Werbeschild an einem Einkaufszentrum. &#8220;Isetan&#8221; steht dran, ein großes japanisches Kaufhaus, schon 2006 waren wir in Bangkok bei Isetan, da wollen wir unbedingt noch hin. Wir memorieren das.</p>
<p>An der Haltestelle &#8220;Bukit Nanas&#8221; steigen wir aus.</p>
<p>Das Wetter hat umgeschlagen und es tröpfelt leicht. Wir folgen dem Schild, das zum Eingang des Parkes zeigt. Doch irgendwie müssen wir  diesen übersehen haben. Wir folgen der Aussenmauer, das Tröpfeln hat sich in strömenden Regen verwandelt. Als wir am Ende der überdachten Strecke ankommen geben wir auf. Kein Eingang in Sicht, dafür Land unter. Wir kämpfen uns in den Wassermassen zurück. Immer schleppender wegen der immer größer werdenden Pfützen. Auch eine Möglichkeit, die Zeit totzuschlagen.</p>
<p>Als wir endlich wieder an der Monorail-Station Bukit Nanas angekommen sind, haben wir wohl die Rush-Hour erwischt. Die Schlangen an den Kassen sind lang und die Züge immer noch so kurz wie bisher. Ein Punkt, den ich nicht verstehe. In dieser riesigen Stadt fahren immer nur Züge, die extrem kurz sind &#8211; zwei Wagen, vielleicht 100? Plätze pro Zug. Planerisch ein Disaster. Das Einsteigen wird schwierig, und beim zweiten Zug bekommen wir auch einen Platz drinnen. Wächter an den Türen passen auf, dass erst die Leute aussteigen und nicht zu viele den Zug überbelegen.</p>
<p>An der Station Bukit Bintang ist es dann allerdings aus. Die Wächter haben keine Chance, und nur durch lautes Geschrei schaffen wir es, uns gegen die einströmenden Menschenmassen aus dem Zug zu drängen. Ein einziges Chaos. Die Ausgänge sind unübersichtlich angelegt, direkte Übergänge aus der Bahn in Einkaufscenter, wie wir das aus Singapur oder Bangkok kennen, sind Fehlanzeige, statt dessen mäandern wir über ein Gewirr von Treppen und Brücken, bis wir endlich vor dem Eingang der Mall stehen.</p>
<p>Isetan, das japanische Kaufhaus, ist eine Oase der Ruhe. In der obersten Etage finden wir ein paar Bentos. Schade, dass wir nichts mitnehmen können. In der untersten Etage, den Supermarkt, decken wir uns mit exotischen Nahrungsmitteln ein. <a href="http://www.datenhamster.org/2008/12/japanese-style-sesame-mochi/">Japanische Reiskuchen mit Sesam</a>, Kalamansi-Zitrussaft, und malaysisches Currypulver einer Sorte, die wir schon einmal von einem guten Freund aus Malaysia mitgebracht bekommen haben &#8211; sehr unjapanisch, aber auf unserer Reisemitbringselliste ganz oben.</p>
<p>Bis wir durch das Rush-Hour-Chaos zurück gefunden haben, ist es spät, wir essen in einem Hawker Center in Chinatown, stöbern noch durch einen chinesischen Buchladen, und fallen schliesslich erschöpft ins Bett. Wie ein Wunder können wir trotz den turbulenten Treibens draussen einschlafen. Wenn auch mit Unterbrechungen.</p>
<p>Für den nächsten, den siebten Tag haben wir uns vorgenommen, die Petronas Towers zu besichtigen. Kein Stop in KL wäre vollständig ohne diese Türme, die ein Musterbeispiel moderner muslimischer Architektur sind.</p>
<p>Nach einem Nudel-Frühstück in Chinatown nehmen wir die Bahn zum KLCC. Die Station liegt praktisch im Keller des Suria KLCC, einem riesigen Shopping Center. Doch wo sind die Petronas Towers? Wir wandern erst mal durch das Shopping Center, das noch recht ruhig ist. Wir sind für unsere Verhältnisse recht spät dran, es ist 9 Uhr, aber die Läden machen bis auf wenige Kioske erst um zehn auf. Ishtar kauft ein &#8220;Flavors&#8221;-Magazin in einem Zeitschriftenladen.</p>
<p>Ein Teil der Food-Ecke (ein Kopitiam ganz oben) hat schon auf. Wir kaufen uns einen starken Kaffee und verschiedene Gebäckstücke, die teils mit Pandan, teils mit Kokos und mit süss-scharfem Hühner-Curry gefüllt sind, ein Mini-Murtabak und allerlei anderen Kleinkram. Nach diesem zweiten Frühstück streifen wir weiter.</p>
<p>Tatsächlich, wir finden einen richtigen Ausgang nach draussen, nicht nur in irgendwelche anderen Komplexe, und stehen unvermittelt direkt vor einen Park hinter dem Shopping Center &#8211; dem KLCC Park, wie wir wenig später herausfinden. Doch auch hier, keine Petronas-Türme. Wir spazieren ein paar Minuten am Rand des Teiches lang, drehen uns um und: schau an. Die Petronas-Towers wachsen praktisch direkt aus dem Shopping Center. Wir waren die ganzen Zeit direkt darunter und haben es nicht gemerkt.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3578849_dcd2fc9d177e59455d200ea00b41209b_standard.jpg" alt="" width="303" height="460" /></p>
<p>Die Petronas-Towers sind, im völligen Kontrast zur sie umgebenden Stadt, wunderschön. Nicht nur atemberaubend hoch für unsere Verhältnisse, sondern wirklich und ehrlich ein architektonisches Juwel. Man kann kaum aufhören sie anzuschauen.</p>
<p>Wir streifen weiter durch den Park auf der Suche nach einem <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=c8750c96-37ca-4a5b-a784-ff338720326c" target="_blank">Geocache</a>. Zu den Parkanlagen gehört ein kostenfreies Kinder-Planschbecken mit Fontänen, hier herrscht ein fröhliches Tohuwabohu, aber es gibt auch viele ruhige und schattige Ecken, eine Oase hier mitten in der Stadt.</p>
<p>Nur der Cache will sich einfach nicht zeigen &#8211; erst später finden wir heraus, dass er in einen Virtual umgewandelt wurde. (Und wir konnten ihn bisher immer noch nicht loggen, weil uns noch ein paar wichtige Informationen fehlen). Die Mittagshitze treibt uns zurück ins Suria KLCC Shopping Center. Inzwischen haben die Läden geöffnet, und wir verbringen einige Zeit bei Kinokuniya, einem riesigen Buchladen (einer japanischen Kette, die wir ebenfalls aus BKK kennen). Das Sortiment ist atemberaubend. Selbst ich als Deutsch-Leser hätte hier unter den vielen englischsprachigen Büchern was gefunden. Ishtar erst recht. Wir kaufen einen Penang Food Guide mit typischen Rezepten der Insel, und halten uns ansonsten mühsam zurück.</p>
<p>Das Mittagessen gibt es nach Beäugen der Angebote im centereigenen Food-Areal bei Sushi-King, einer Laufband-Sushi-Kette. Neben normalen Makis sind hier ein paar für uns sonderbare Kreationen auf dem Band, die wir probieren müssen. Ziemlich lecker sind kleine marinierte gebratene Oktopusse.</p>
<p>Nach dem Mittag trauen wir uns auf der anderen Seite des KLCC-Centers auf die Straße. Weil wir nichts weiter vor haben, und auch nicht wirklich Lust, zurück ins Hotel zu fahren, laufen wir einfach eine Straße lang. Nach einigen Kreuzungen entdecken wir, dass wir direkt auf den Bukit Nanas zu marschieren. Unterwegs legen wir eine kleine Pause im &#8220;The Weld&#8221;, einem kleineren Einkaufscenter, zum Abkühlen ein. In der unteren Etage beobachten wir, wie ein indisches Paar Deepavali-Dekorationen auslegt.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3578850_4067d69b752629d971c0e81cd7761042_standard.jpg" alt="Deepavali Decoration" /></center></p>
<p>Schliesslich haben wir es doch geschafft, vor dem Eingang zum Bukit Nanas Forest Park zu stehen. Wir erklimmen die lange, steil bergauf führende Strasse und die Treppen auf den Berg hinauf zum Fernsehturm.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3538307_bfa974e1ffac29ac36874b1eadb633ab_standard.jpg" alt="" width="307" height="460" /></p>
<p>Da uns das Ticket auf den Turm hinauf für die Gegend zu teuer und der Turm zu voll von Ausflugstruppen in Form ganzer Schulklassen sind, lassen wir die Aussichtsplattform aus. Stattdessen folgen wir dem <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000FMLUXY?ie=UTF8&amp;tag=lonesome-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000FMLUXY" target="_blank">GPS</a> <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=bef5c4b6-3b38-458c-9634-f67570c506b6" target="_blank">zum nächsten Cache</a>. Und wir sind praktisch direkt dran, als ein Sicherheitsmann des Weges kommt und uns fragt, was wir suchen, und ob er uns helfen könne. Wir verneinen und erklären, wir sähen uns nur um. Und was tut er? Er machte Pause, zündet sich eine Zigarette an und setze sich genau auf den Baumstumpf, unter dem wir den Cache vermuten. Da wir bald alle Schilder mehrfach gelesen haben, unser Wasservorrat sich in der Nachmittagsglut der Neige nähert, und er wohl inzwischen seine dritte Zigarette raucht, verziehen wir uns auf eine Bank an eine Bushaltestelle etwas weiter. Hier fährt auch der KL Hop-On-Hop-Off-Bus.</p>
<p>Hier wird auch klar warum wir solche Probleme hatten den Zugang zum Turm und dem Cache finden. Es gibt einen Zugang für Jungle Trekking Tours, der momentan wegen Baustelle verrammelt und geschlossen ist, aber eigentlich gibt es nur einen einzigen Weg hierher, den über die Strasse die wir gekommen sind. Der Bukit Nanas Forest ist ein abgeschlossenes Naturschutzgebiet, kein Park durch den man hindurchgehen kann, wie es die meisten Stadtpläne suggerieren. Einige bezahlte Touren mit Guide führen auf gekennzeichneten und mit Drahtzäunen abgetrennten Fusspfaden durch das Gelände, in dem wilde Auffen hausen und auch sonst allerlei Getier unter Naturschutz steht  &#8211; ein Naturpark und Wildschutzgebiet in der Mitte einer Millionenstadt.</p>
<p>Eine ganze Weile später sitzt der Sicherheitsmann immer noch. Es ist zum verrückt werden. Wir geben auf und folgen dem Weg den Berg hinunter. Unten orientieren wir uns kurz und wandern dann durch ein paar Straßen in Richtung Bukit Bintang, der Station mit dem Isetan vom Vortag. Auf dem Weg zeigt sich Kuala Lumpur mal wieder von seiner häßlichen Seite. Betonklötze, heruntergekommene Plätze, Verkehr&#8230;</p>
<p>Wir belassen es dabei, fahren zurück zum KL Sentral. Natürlich erwischen wir mal wieder die Rush Hour mit Menschengedränge. Im KL Sentral freuen wir uns wieder über die Ruhe bei Starbucks. Es gibt eine Steckdose, wir klappen den Laptop auf, chatten mit Europa, geniessen die Kühle und die entspannte Atmosphäre. Auf dem Rückweg zum Hotel beobachten wir Warteschlangen für Busse von rund 500 Metern Länge. KL und ÖPNV? Das Grauen.</p>
<p>Wir gönnen uns ein weiteres Abendessen in Chinatown, dann sind wir geschafft genug für&#8217;s Bett.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3684221_c77a3f351732d67756a85d4cb7e0271e_standard.jpg" alt="" width="305" height="460" /></p>
<p>Nach einer ebenso unruhigen Nacht wie schon 24 Stunden zuvor haben wir uns für den zweiten vollen Tag einen Park vorgenommen, in der Hoffnung dass Grün auch ruhig und schattig bedeutet &#8211; die <a href="http://www.geographia.com/malaysia/klparks.html">Kuala Lumpur Lake Gardens</a>, einen 92 Hektar grossen Park mit einem Schmetterlingspark, einem Botanischen Garten, Orchideen- und Hibiskusgärten, Statuen, Seen zum drauf Paddeln &#8211; und dem Planetarium.</p>
<p>Auf dem Weg zur Bahnstation entdecken wir durch Zufall zwischen den morgens geschlossenen Verkaufsständen einen gut verborgenen Zugang zu einem Markt, der wohl nur in den Morgenstunden in Betrieb war &#8211; ein echter <em>wet market </em>,auf dem Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch verkauft werden, und an dessen Rändern natürlich Essensstände für das leibliche Wohl sorgen. Wir schlendern durch den Markt von Chinatown, der nur von Einheimischen frequentiert wird, und bestaunen das Angebot an Lebensmitteln, vor allem der frische Fisch sieht toll aus. Direkt angehängt ist an diesem Sonntag eine Art Flohmarkt, durch den wir uns auch noch durchschieben. Danach geht es weiter.</p>
<p>Im Lake Garden liegt ein Cache, der &#8220;<a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=984771e0-1f58-4b6b-bc1c-24bd5673d6f0" target="_blank">Stonehenge and the Planetarium</a>&#8221; heisst, und der laut der rudimentären Malaysia-Karte von Google-Maps recht nah am Anfang des Parks zu finden ist. Dummerweise ist es alles andere als einfach, überhaupt an diesen Eingang zu kommen. Unser <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1740597087?ie=UTF8&amp;tag=simo-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1740597087" target="_blank">Lonely Planet</a> empfiehlt, zum KL Sentral zu fahren, den Ausgang zum Hilton zu nehmen und der Straße zu folgen. Ein einfacher, nicht gekennzeichneter Fußweg würde hin führen. So ist es dann auch, vorausgesetzt man hat überhaupt erst mal in dem Chaos von KL Sentral den Ausgang zum Hilton gefunden. Der Pfad ist einfach, nicht gekennzeichnet, und führt in der schon morgendlichen Hitze direkt am dichten Verkehr vorbei. Am KL Sentral Ausgang rechts zwischen Sentral und Hilton vorbei durch den noch wärmeren Luftstrahl, der aus dem Maschinenhaus der Hotelbelüftung kommt. Dann der Straßenbiegung folgen, hier über die Straße, dort drüber. Und nach einer viertel Stunde stehen wir an einer Treppe, die von der einen Straße oben zu der anderen unten führt, ein Spaghettiknoten von Beton, Asphalt und Hochstrassenüber- und -unterführung. Wieder einmal zeigt sich wie auch schon in der vergangenen Tagen, dass Kuala Lumpur rein auf Autoverkehr ausgelegt ist &#8211; paradox in einer Stadt und einem Land, in dem sich wohl nur die wenigsten ein Auto leisten können. ÖPNV und Fussgänger sind einfach nicht einkalkuliert. Nicht mal eine vernünftig erreichbare öffentliche Buslinie führt zu einem der grössten Freizeitareale der Hauptstadt Malaysias.</p>
<p>Am Rand unten allerdings ist es schon viel grüner. Wir folgen dem Trampelpfad neben der Straße, und kommen an einem Ort an, den wir als Eingang wahr nehmen.</p>
<p>Leider ist es nur der Eingang zum National Museum. Wir kämpfen uns die Auffahrt hoch und werden oben dann immerhin mit ein paar frei stehenden Exponaten alter Autos, darunter ein altes Feuerwehrauto, der erste <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proton_(Auto)">Proton</a> und drei Loks, belohnt.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3685385_0e4c1d59005e42e89f1b15699f7523a0_standard.jpg" alt="" /><br clear=all><br />
</center></p>
<p>Nur der Eingang zum Park ist es immer noch nicht. Der will erst erklommen werden. Eine steile Treppe mit &#8211; natürlich &#8211; abgeschalteten Rolltreppen bringt uns auf eine Überführung, die über eine breite dicht befahrene vielspurige Strasse führt. Auf der anderen Seite, immerhin ist es grün, schattig und bewaldet, kommen wir tatsächlich schon auf wenige Meter an den Cache heran. Und da er <em>Planetarium </em>im Namen hat, und wir keine Karte zur Hand haben, folgen wir der Beschilderung zum Planetarium. Wieder ein schweisstreibender Aufstieg, teils auf Steigungen, teils auf Treppen, der mehrfach von kreuzenden Wegen unterbrochen wird.</p>
<p>Abgekämpft stehen wir dann vor dem Planetarium. Und wissen nicht weiter. Wir würden gern die Toiletten benutzen aber dafür müssten wir Eintrittskarten lösen. Überhaupt sind Toiletten in diesem Park, wie wir feststellen, Mangelware. Und vor allem: der Cache ist weiter weg denn je. Wir umkreisen das Gebäude und wir finden das Polizeimuseum. Allerdings keinen Weg in den Lake Garden Park &#8211; oder zum Cache. Um uns die Treppen zu ersparen, folgen wir der Auffahrt zum Planetarium wieder abwärts, und landen vor der Malaysischen Raumfahrtorganisation mit einem Denkmal.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone" src="http://www.23hq.com/23666/3684276_019f1d12ee9fc1f4c530977b9ad939d8_standard.jpg" alt="" width="311" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone" src="http://www.23hq.com/23666/3684307_e30f8893aabcbf4acc2bd638d20beb87_standard.jpg" alt="" width="311" height="197" /></p>
<p>Von hier führt dann auch ein anderer Weg abwärts. Durch den Wald, im Schatten, mehr braucht es nicht, um uns zu überzeugen. Und plötzlich stehen wir vor Stonehenge.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3685386_60eabae9b5d130db375f37f9a856f535_standard.jpg" alt="" /></center></p>
<p>Einem Modell natürlich, aber schon recht groß, dass man darin herumlaufen konnte. Rund herum sind noch einige andere Modelle alter astronomischer Einrichtungen aufgebaut.</p>
<p>Von Stonehenge gibt es nur einen anderen Weg weg, und der führt Richtung Cache. Wieder eine Straße, dieses Mal nicht so dicht befahren. Wir stehen laut GPS exakt an der Stelle, an der der Cache liegen soll. Mitten auf dem Gehweg, keine Anzeichen für irgend ein Versteck. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Wärterhäuschen, vor dem ein grimmig schauender Security Guard auf einem Plastikstuhl sitzt, mit dem Kollegen im Häusschen scherzt, und uns dabei skeptisch beobachtet. Auch nach längerer Zeit lässt er den Blick nicht von uns. Wir geben auf und vermuten leicht entnervt, bei den wenigen Geocaches in Malaysia müsse wohl für jeden ein Wächter abgestellt sein.</p>
<p>Noch immer tut sich keine Toilette auf, und die weitläufigen Wege des Parks lassen uns nur erahnen wie weit wir laufen müssen um einen Teil des Parks zu erreichen in dem sich so etwas findet, zusätzlich machen uns hier die aggressiven Moskitos erheblich zu schaffen.</p>
<p>Durch die Mittagsglut kämpfen wir uns deshalb stattdessen zurück zu KL Sentral. Auf dem Weg am National Museum vorbei nutzen wir noch die dort vorhandenen, wenn auch geruchstechnisch etwas lästigen öffentlichen Toiletten. Ishtar bleibt an einer Seitentür des National Museum kurz stehen und kühlt sich mit ausgestreckten Armen in der herausquellenden frischen Klimaanlagenluft, was einer Sicherheitsfrau in dunkler Uniform mit Kopftuch ein verständnisvolles Lächeln entlockt. Dann tapsen wir den Hochstrassenpfad zurück und tauchen am Bahnhof erst mal wieder bei Starbucks unter.</p>
<p>Lust- und ratlos beschliessen wir etwas später, wieder ins KLCC zu fahren und im zweiten Laufband-Sushi unser (Nach-)Mittagessen einzunehmen. Hier probieren wir dann marinierte Qualle. Interessant, aber mein Liebling wird es wohl nicht werden. Trotz allem ganz lecker. Bei Sakae Sushi gibt es an jedem Platz zusätzlich noch ein Zapfhahn für heisses Wasser. Praktisch eine Grüntee-Flat. Becher mit Teebeutel bestellen und immer wieder Wasser nachfüllen. Ausserdem haben sie ein spaciges Terminal-Bestellsystem für Extras mit einem Touchscreen an jedem Tisch. Leider kommt auf dem Laufband dafür nichts mit rohem Fisch,  das muss alles extra geordert werden. das hält zwar die Ware frisch, macht aber das Laufband nur halb so attraktiv.</p>
<p>Wir sehen uns noch ein bisschen im Einkaufscenter um und fahren dann zurück nach Chinatown.  Unterwegs kann man den ehemaligen Bahnhof sehen. Ein sehr schönes Gebäude.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3637027_bb88a4a0f649b8127a942560ea5c7a82_standard.jpg" alt="" width="460" height="183" /></p>
<p>Im ehemaligen Central Market Pasar Seni direkt gegenüber der Station gibt es einen Kunsthandwerkermarkt. Bis vor einigen Jahren diente das Art-Deco-Gebäude aus den Gründerjahren der Minenbaustadt Kuala Lumpur noch unter dem Namen <em>Pasar besar</em> (grosser Markt) als richtige Markthalle, mittlerweile hat ein Kulturverein das Baudenkmal vor dem Abriss gerettet und umgenutzt.</p>
<p>Die meisten Produkte an den Verkaufsständen in der alten Markthalle sind von malaysischen Kunsthandwerkern in Handarbeit hergestellt. Natürlich gibt es auch ein paar Touristen-Ramscher, aber die Zahl hält sich in Grenzen und sie fallen so gut auf, dass man ihnen aus dem Weg gehen kann. Ishtar verliebt sich in beinahe japanisch anmutende Keramik aus Sabah, die auch bezahlbar wäre, nur leider ist Keramik so ziemlich das Letzte, was sich gut im Flieger und auf unserer Tour mitnehmen lässt, und einen Webshop gibt es nicht.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3684226_45488a5f03829f5241bda395e2fc5b9a_standard.jpg" alt="" width="460" height="307" /></p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3684231_531876f79447d55cde54fca5509e13b1_standard.jpg" alt="" width="350" height="460" /></p>
<p>Mit vielen Impressionen geht es weiter zum Abendessen. Vor einem chinesischen Buchladen entfaltet sich allabends eine Strassenküche. Wie immer einfach, lecker und billig. Zurück im Hotel bekommen wir dann auch endlich die Wäsche, die wir am Ankunftstag für die Wäscherei abgegeben hatten, zurück. Zähneknirschend zahlen wir dafür 50 Ringit, der Standardpreis bei den Wäschereien war 5 pro Kilo. Sicher hatten wir keine zehn Kilo. Aber was solls, man lernt daraus.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/23666/3684222_06c585e1228aa1d5d79cd3c08328872b_standard.jpg" alt="" width="460" height="307" /></p>
<p>Wir krabbeln früh ins Bett weil wir wieder früh raus müssen. Und nach einer weiteren unruhigen Nacht weckte uns der iPod pünktlich um sechs Uhr. Wir haben schon am Vorabend gepackt, und so sind wir keine halbe Stunde später unterwegs auf den wie leer gefegten Strassen von Chinatown. Kuala Lumpur ist eindeutig keine Frühaufsteher Stadt. Mit der Bahn geht es wieder Mal nach KL Sentral, dort schnappen wir uns den ersten Shuttle-Bus von Air Asia und begeben uns auf die etwas über einstündige Fahrt zum Low Cost Terminal von KLIA, dem Internationalen Flughafen. Das Abrechnungsprinzip des Buses ist auch lustig. Einfach einsteigen, beim Aussteigen muss jeder zahlen.</p>
<p>Die Fahrt aus KL heraus ist wenig ereignisreich, bezeichnend ist auch hier dass Kuala Lumpur und seine Umgebung nicht angelegt und eigentlich auch nicht gewachsen sind, sondern <strong>gewuchert</strong>. Von KL bis weit nach Selangor hinein ist die Landschaft mit riesigen Wohnblocks und Reihenhaussiedungen mit 1000 mal demselben Haus nur so gepflastert, ÖPNV Fehlanzeige, absolut alles ist auf das Auto angelegt. Auch als erdölexportierender Staat sollte man vielleicht über etwas nachhaltigere Transportsysteme nachdenken. Die Landschaft oder was man davon sieht ist ebenso hässlich wie die Stadt, verbaut, mit wenig geplanten Verkehrsadern durchzogen.</p>
<p>Halb neun kommen wir dann auf dem Flughafen an und stärken uns mit einem Teh Tarik aus dem Convenience-Automaten im Kopitiam, der gar nicht so schlecht schmeckt. Unser Flug, eigentlich für 11:50 geplant, ist verschoben worden. Bis 13:50 müssen wir warten und sitzen lange Zeit lesend am Rand irgendwo auf dem Fussboden &#8211; das Terminal platzt aus allen Nähten und ist augenscheinlich nicht für grosse Mengen Menschen ausgerichtet.</p>
<p>Ishtar erlebt auf der Damentoilette, wie eine ältere Malaysierin von ihren Töchtern die Funktionsweise der modernen Toiletten erklärt bekommt &#8211; an den Kloschüsseln westlichen Zuschnitts gibt es für Nicht-Toilettenpapiernutzer einen Knopf den man drücken muss, dann sprüht ein Wasserstrahl zur Reinigung los, anstelle der in den meisten traditionellen Klos verwendeten Wasserschläuche. Der Vorführeffekt &#8211; niemand sitzt auf der Schüssel &#8211; spritzt Mutter und eine Tochter nass, Mama ist augenscheinlich wenig angetan von den Segnungen des technischen Fortschritts.</p>
<p>Fortschrittlich ist auch die Abfertigung &#8211; da AirAsia wie Ryan Air keine Sitzplatzreservierungen macht, gibt es anstelle einer Bordkarte einfach nur einen Bon aus einer Art Kassensystem mit Thermodruck und einem Barcode drauf.</p>
<p>Nachdem wir eingecheckt haben sitzen wir noch eine Weile im Terminal herum &#8211; und erleben etwas das man sich in Euroa auf einem internationalen Flughafen absolut nicht vorstellen kann: wir laufen bis zum Flieger. Kein Bus, kein Tunnel, kein Schlauch &#8211; nur ein überdachter Gang am Rand des Rollfeldes und die Stewardessen weisen den Weg bis zur Rolltreppe der richtigen Maschine.</p>
<p>Leider erwischen wir nur einen normalen A320 und nicht den in Formel-1-Sonderlackierung, der kurz vor unserer Maschine vor das Terminal rollt.</p>
<p>Endlich, endlich dürfen wir abheben, fliegen &#8211; und fliehen, weiter nach George Town, Penang.</p>
<p>Ein <a href="http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g298570-d777201-Reviews-Replica_Inn_China_Town-Kuala_Lumpur_Wilayah_Persekutuan.html">Review unseres Hotelbesuchs im Replica Inn (auf Englisch) mit Bildern</a> der Einrichtung kann man bei TripAdvisor finden.</p>
<p><strong>Das Fazit für KL:</strong> Petronas Towers, unbedingt. Alles andere: nice-to-have. Wenn wir noch mal wiederkommen sollten, steigen wir allerdings im Hilton an KL Sentral ab, und machen Sightseeing mit dem <a href="http://myhoponhopoff.com/">Hop-On-Hop-Off Bus</a>, der einen an all die Sehenswürdigkeiten bringt die man ohne Taxi bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln in KL quasi gar nicht erreicht. Das Starbucks im KLIA Ekspres Terminal an KL Sentral hat uns vor dem Wahnsinn bewahrt&#8230;</p>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 16:48:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ishtar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christ Church, Melaka

Früh am Morgen wollen wir auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3538043"><img src="http://www.23hq.com/23666/3538043_19ca13073f70115d827368dafec80efd_standard.jpg" height="460" width="307" /></a></p>
<p><em>Christ Church, Melaka</em></center></p>
<p>Früh am Morgen wollen wir aufstehen, auf 6 Uhr steht unser Wecker, wollen wir doch spätestens 07:30 Uhr am Busdepot in der Lavender Street (Singapur) sein, um unseren Bus nach <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Malacca">Melaka</a> zu erwischen, der um 8 fährt &#8211; 30-15 Minuten vorher solle man da sein.</p>
<p>Doch schon um kurz nach 5 sind wir wach, an nochmal schlafen ist ohnehin nicht zu denken, also klappen wir den Laptop auf, lesen Mail, und packen dann zusammen und checken aus. </p>
<p>Draussen ist es um kurz nach 6 erstaunlich angenehm frisch, es hängt auch keine Saunafeuchte in der Luft &#8211; ideale Bedingungen um sich auf die knappe Stunde Fussweg (eine Station MRT inklusive, aber mehr aus Bequemlichkeit mit Gepäck als wirklich nötig) zu machen. Auch ein kleiner und zum Glück nur dünner Regenschauer stört nicht weiter. Auf dem Weg zur Bushaltestelle stoppen wir an einem Cheerio, ein Minimart ähnlich 7/11, und kaufen Bonbons. Und gegen 7 sitzen wir bereits bei Nieselregen unter dem Dach am Busdepot und geniessen einen kühlen Morgen in Singapur, der nur durch eine mich mehrfach zerpieksende Mücke etwas gestört wird.</p>
<p>Vor uns liegt das Stück Reise, das mir in der Planung am meisten Sorge bereitet hat &#8211; der kleine Grenzverkehr zwischen Malaysia und Singapur scheint etwas kompliziert zu sein, was auch an der Topographie liegt. Im <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1740597087?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1740597087">Lonely Planet: Malaysia, Singapore &#038; Brunei</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1740597087" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> stand zu lesen dass es bisweilen passieren kann dass man auf der anderen Seite der Grenze &#8211; welche man zu Fuß queren muss &#8211; schon mal erleben könne dass der Bus weg sei…</p>
<p>Doch zunächst führt uns die Fahrt im nicht voll besetzten Bus erst einmal fast 40 Minuten durch Singapur, und die morgendliche Rush-Hour. Das ist ein ganz anderer Blick auf den Inselstaat als das <a href="http://unterwegs.datenhamster.org/2008/11/20/tag-3-singapur-zu-fuss/">Sightseeing im Innenstadtbereich</a>. Auch hier fällt auf dass Singapur eigentlich beständig <em>under heavy construction</em> ist, alte kleinere Wohnblocks grossen <em>high rises</em> weichen, aber dennoch sehr viel gut gepflegtes Grün allerorten zu sehen ist. Natürlich ist es auch von Vorteil dass hier Bewässern schwerlich nötig sein dürfte.</p>
<p>Am Grenzposten hält unser Bus. “Passport only” sagt das Faktotum aka der zweite Busfahrer laut an. </p>
<p>Brav tappsen wir aus dem Bus, stellen uns an einer Schlange der riesigen Abfertigungshalle an, beobachten wie ein genervter Grenzer sich mit offenbar nur unzureichend auf den Trip vorbereiteten Schülern in Uniform herumschlägt, eilen nach dem unkomplizierten Ausreisevorgang nochmal schnell zu den Toiletten (sicherheitshalber), und dann steht auch der Bus schon wieder direkt vor unserer Nase, um uns ein ganzes Stück weiter zur malaysischen Seite des Checkpoints zu bringen &#8211; einmal über die riesige Brücke, die die Meerenge zwischen den Staaten überspannt und noch ein ganzes Stück ins Land hinein, wo es nun heisst mitsamt Gepäck und Zolldeklaration einreisen und sich auf Immigration card und Pass die benötigten Stempel zu holen. Auch das geht erfreulich stressarm und unkompliziert vonstatten. </p>
<p>Wieder beim Bus angekommen, fühle ich mich sehr erleichtert, und als das Vehikel dann endlich auf der Autobahn Melaka ansteuert, gönnen wir uns zur Belohnung ein paar Kekse aus der Oreo-Rolle, die unseren Reiseproviant darstellt.</p>
<p>Die Fahrt an sich ist relativ langweilig, und wir versuchen soweit möglich zu dösen. Knapp 300 km liegen zwischen Singapur und Melaka, auf malaysischer Seite immer noch ca. 250, die man so gut wie komplett auf der (mautpflichtigen) Autobahn zurücklegt &#8211; Strasse, Palmen, viel Grün, mehr gibt es nicht zu sehen. </p>
<p>Unterwegs stoppen wir noch einmal, für einen Imbiss, so gewünscht, Fahrerwechsel, wer möchte kann beim Fahrer Geld tauschen. Wir tauschen unsere Singapurdollars in Ringgit, dann gebe ich mir Mühe die Ekelattacke beim Anblick der versifften Klos an der Raststätte im Nirgendwo neben der Autobahn zu verkraften (einer jungen Singapurchinesin aus unserer Reisegruppe geht es sichtlich nicht besser). An einem Stand erwerben wir ein Stück frische, vollreife Ananas (yummy, alles meins, Torsten verabscheut Ananas), sehen zu wie die Busfahrer <em>nasi goreng</em> essen und Kaffee oder Tee trinken, dann geht’s weiter. </p>
<p>Eine malayische Muslimin hält in gebrochenem Englisch einer Singapur-Chinesin einen flammenden Vortrag über Religion, dessen Quintessenz in etwa ist, dass nur 1 von 75 Gläubigen in den Himmel komme und der Rest in die Hölle wandere, dass ein wahrer Muslim sich durch Studium der Schriften und rechte Lebensweise auszeichne, und dass Singapur dem Untergang geweiht sei weil es da nicht genug Moscheen gebe und die ganzen unreinen Touristen da in Moscheen hineindürften und diese verschmutzten, obwohl doch sogar die Katholiken überall heiliges Wasser für die Reinigung in ihren Tempeln hätten, plus ein paar Baukastensätze die durchaus auch von fundamentalistischen Christen oder anderen Vertretern aggressiver monotheistischer Religionen hätten stammen können.</p>
<p>Einer der Busfahrer schnieft, rotzt und röchelt sich mit der Regelmässigkeit einer uralten Dampflok durch die Strecke, ausserdem palavern beide lautstark. Kurz vor Melaka steigt der eine aus, dafür eine ältere Chinesin ein (neben der Strecke), die sogleich den Part des Entertainers übernimmt und gefühlte 30 Minuten ohne Luftholen in einem sehr eigenartigen lokalen Dialekt &#8211; anscheinend eine Mischung aus Mandarin, Bahasa Melayu und Englisch &#8211; laut irgendwas dem Fahrer erzählt.</p>
<p>Ankunft Melaka Sentral, Busdepot. Auf die grüne Wiese, direkt neben einen gigantischen TESCO Supermarkt, der mit einer Fussgängerbrücke über die viel befahrene Strasse mit dem Busdepot verbunden ist, hat man das neue Busterminal von Melaka gebaut, und hier sieht es auch so aus wie ich mir ein (grosses) Busterminal vorgestellt habe &#8211; jede Menge Buden, ein grosses Dach, ein Terminal für Überlandbusse, ein Terminal für regionale Busse, dazwischen pulsierendes Leben, dutzende Busse, und ein undurchschaubares System privater Busbetreiber. Keine Fahrpläne, keine Linienpläne, keine Streckennetzübersicht, keine Preise, nur tobendes Chaos im Stil eines orientalischen Basars, das aber auf hohem Niveau. In alle Kampungs des Bundesstaates Melaka kann man hier fahren, vorausgesetzt man blickt durch wer wann ab wo wohin fährt, und an den Rändern befinden sich Coffeeshops, Imbissbuden, und allerlei Lädchen aller Arten.</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<p>Nach der Anfangsverwirrung &#8211; das hier ist der komplette Kulturschock gegenüber Singapur &#8211; finden wir auch die Buslinie 17, die uns (der Hinweis im Lonely Planet ist korrekt) nach Chinatown bringen soll. </p>
<p>Der Town Bus, den wir besteigen, und der die sensationelle Summe von 1 Ringgit (“One Dollarrrrrr”) für die Strecke verlangt, ist ein Vehikel wie aus anderen Zeiten. Wir können uns nicht ganz einigen ob die verrostete Karre nun ein Seelenverkäufer oder ein Buszombie ist, jedenfalls hat sie geschätzte 23 Grad Schlagseite nach links, und bei scharfen Kurven fragt man sich schon ob das Ding gleich einfach umkippt und liegenbleibt. Aber wir schaffen es heil bis zum Stop “Chinatown”, der genau vor der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Melakas, dem “roten Platz”, hält. Von hier sind es nur wenige Meter Fussweg zu unserem Hotel, dem Heeren House.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637039_f4cff54eb709b11960898d6e6c29df47_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Das <a href="http://www.heerenhouse.com/">Heeren House</a> nennt sich selbst Gästehaus, und hat auch nur wenige Zimmerchen, die in einem alten chinesischen “merchant house” gelegen sind, dem ehemaligen Haus eines reichen chinesischen Händlers. Im Erdgeschoss findet sich neben Rezeption und Cafeteria auch ein Kunsthandwerk-Shop, beim Betreten hat man das Gefühl in einem Antiquitätenladen gelandet zu sein, und dieses Gefühl hält sich auch wenn man die Zimmer betritt, die liebevoll mit passenden alten Möbeln im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Peranakan">Peranakan</a>-Stil ausgestattet sind, aber auch Details wie Klimaanlage und Badezimmer nicht vermissen lassen. Besonders schön sind die alten, glatten, dunklen Holzböden.</p>
<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3637033"><img src="http://www.23hq.com/23666/3637033_deb2c9fd09adf0a2ed3a3b73c6646382_standard.jpg" height="460" width="307" /></a></center><br clear=all></p>
<p>Inhaber Bernhard Tan hat in einem früheren Leben wohl im Sheraton in Daressalam, Brunei, gearbeitet, Urkunden an den Wänden zeugen davon, woher der Mann, der mit seiner Frau Liz das Guest House führt, das Geld für diese Investition hatte.</p>
<p>Er zeigt uns das Zimmer, erklärt wie die Klimaanlage bedient wird und wie man heisses Wasser bekommt, und hier löst sich nun auch unser Rätsel aus Singapur &#8211; an einer der vielen Schalterdosen mit einem Lämpchen muss man zunächst den Strom für den Durchlauferhitzer anschalten ehe heisses Wasser kommt, und ich erinnere mich, im Hangout zwar keinen Durchlauferhitzer, aber genau diese Konfiguration irgendwo an der Wand in unverdächtiger Position gesehen zu haben…</p>
<p>Die Dusche allerdings vertagen wir &#8211; zunächst mal wollen wir noch Geld wechseln gehen und bei der Gelegenheit auch gleich den im <em>Lonely Planet</em> empfohlenen Rundgang durch die Altstadt von Melaka absolvieren. Und dabei stellen wir auch den wesentlichen Unterschied zu Singapur fest: Fussgänger sind hier einfach nicht vorgesehen.</p>
<p>Im Juli diesen Jahres sind die Altstädte von Melaka und Georgetown (auf Penang) als UNESCO-Weltkulturerbe an der Strasse von Malakka ausgezeichnet worden, worauf man sehr stolz ist. Rege Bauaktivitäten sollen den touristischen Status der Stadt weiter erhöhen, von der Anlage einer 15 km langen Promenade entlang des Ufers des Melaka River, </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637095_7b3fafd89c7a38404d4cbd6a04c779f2_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>über Ausgrabungen am alten ehemaligen Fort bis hin zur Wiederherstellung alter Häuser aus portugiesischer und holländischer Zeit. Das mag man aber kaum glauben, wenn man die<em> Jalan Tun Tan Cheng Lock</em> heruntergeht. Hier gibt es viele sehr schöne sehr alte chinesische Kaufmannshäuser, deren Schönheit allerdings darunter leidet dass hier auf der Breite von 1 Spur eine der Hauptverkehrsadern der Stadt ungebremst durchfliesst und Bürgersteige o.ä. nicht vorkommen, stattdessen steil abfallende Kanäle zu beiden Seiten der Strasse das Gehen erheblich erschweren.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637041_3d766fa00fe5ea0dac6cac2d4a5dcc82_standard.jpg"></center><br clear=all></p>
<p>Hier zu Fuss entlang zu gehen ist schon beinahe selbstmörderisch. </p>
<p>Würde man diese Strecke komplett zur Fussgängerzone machen und die alten Häuser wieder herrichten, könnten die vielen Schmuckstücke alter chinesischer Häuser glänzen und viel zur “Attraktion” Melaka beitragen. So aber ist dieser Abschnitt des Rundgangs eher eine Qual. </p>
<p>Sehr hübsch ist auch das Hotel Puri, das auch auf unserer Auswahlliste für Melaka stand:</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637234_71b0d95c0249a59f6ab7c1a9d4442673_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Die Tour führt entlang vieler alter Häuser und immer wieder Tempel. An der Jonker Street (man fühlt sich bei dem Namen fast nach Amsterdam versetzt) halten (wohl dank breiter Strasse die es hergibt) die Busse mit den Tagestouristen, hier gibt es riesige Souvenirläden am hinteren Ende, und ein Schwall Touris kommt aus einem überdimensionierten Pseudo-Antik-Laden. Wir verziehen uns lieber weiter auf unseren Rundgang.</p>
<p>Auf der Chinatown-Seite der Stadt hat man in der Tat das Gefühl sich in China zu befinden, ich habe hier in 20 Minuten mehr Chinesisches entdeckt als in Singapur in zwei Tagen. Zu den Highlights, die im wilden Durcheinander verdreckter vollgestopfter Strassen fast völlig untergehen, gehört etwa der älteste chinesische Tempel der malaysischen Halbinsel (Baujahr 1673), der Cheng Hoon Teng Tempel, versehen auch mit einem Infoschild des Heritage Trail.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637180_ba7ad667cb4c490035b8ebaf8c042eb1_standard.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3637161_7a1abd54a674c81a8b5491c969b078cd_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>oder auch alte chinesische Gildenhäuser</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3571098_e00395697a231a58478463dda0f11624_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>und aus der Abteilung Osbkures ein handwerklicher Schuhmacher, bei dem man auch Schuhe für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lotosfu%C3%9F">gebundene Füsse</a> kaufen kann.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3637167_7cb4ae0f0090b1dac19ff3fb2276bd67_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Unterwegs stossen wir auf das Restaurant <a href="http://www.chickenriceball.com/">Famosa Chicken Rice Balls</a>, benannt nach dem alten portugiesischen Fort in der Stadt, A&#8217;Famosa, und ich erinnere mich, darüber im <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1740593707?ie=UTF8&#038;tag=simo-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1740593707">(Lonely Planet Guide World Food Malaysia &#038; Singapore</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=simo-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1740593707" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> gelesen zu haben &#8211; das passt bestens, denn wir haben Hunger. Wir entscheiden uns für “roast chicken rice balls” und Zitroneneistee, der frisch gemacht ist und wunderbar eiskalt und säuerlich gegen die ansteigende Tageshitze Wirkung zeigt. </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3636997_5159ab782d56fce132e5900e0d5c235a_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Die Rice Balls sind eine lokale Spezialität, aus Klebreis hergestellt, der Rest erinnert an (guten) Hainanese Chicken Rice. Für rund 4,50 Euro inklusive Getränke gesättigt, absolvieren wir Teil 2 unserer Tour durch die Stadt.</p>
<p>Das Pflichtprogramm par excellence: roter Platz, Uhrenturm, Christ Church, Stadthuys, die rotwandigen Überbleibsel der holländischen und britischen Kolonialherrschaft. </p>
<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3637216"><img src="http://www.23hq.com/23666/3637216_cd5530952475dcc7e455bdba087201e0_standard.jpg" height="320" width="460" /></a></center><br clear=all></p>
<p>Vielleicht liegt es daran dass ich europäische Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts nicht wirklich aufregend finde &#8211; die asiatischen Touristen die überall ihre kleinen Digicams hochhalten und sich gegenseitig vor den Gebäuden ablichten sind augenscheinlich anderer Ansicht &#8211; vielleicht liegt es daran, dass ich mir das alles eine bis zwei Dimensionen grösser vorgestellt hatte, aber mich reisst das nicht wirklich vom Hocker. Dafür haut einen fast die ohrenbetäubende Indische-Disko-Ghettoblastermusik der quietschbunt überdekorierten Rikschas aus den Schuhen, die hier auf Tourifang aus sind. Immerhin gibt es oberhalb des Stadthuys ein paar schöne alte Fahrzeuge, darunter ein altes Feuerwehrfahrzeug, zu bestaunen.</p>
<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3637157"><img src="http://www.23hq.com/23666/3637157_a815cc3603c94b2c7b04989a9cf3989e_standard.jpg" height="400" width="460" /></a></center><br clear=all></p>
<p>Wir erklimmen die ebenso steilen wie ungleichmässig hohen und nicht selten ohne Geländer auskommenden Stufen zum <a href="http://community.roughguides.com/planning/journalEntryActivity.asp?journalID=58127&#038;entryID=59713&#038;n=Bukit+St.+Paul">Bukit St. Paul</a> und schauen auf die Strasse von Melaka. </p>
<p><center><img src="<a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3637108"><img src="http://www.23hq.com/23666/3637108_85073ba93186eda9da2b3a8d4b9f1b16_standard.jpg" height="460" width="307" /> </a><br /></center><br clear=all></p>
<p>Ja, nett, aber irgendwie auch kein wirklich schöner oder gar atemberaubender Anblick, zumal davor noch reichlich Stadt liegt. Mit einem Spaziergang an der im oberen Teil schon fertiggestellten Flusspromenade beschliessen wir den Ortsrundgang und versuchen noch schnell den Cache <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a3b9ad15-7945-4a01-95ac-9b8cc07685f5">Melaka Tree</a> zu heben, der sich aber augenscheinlich nicht an den Koordinaten befindet. Also müssen wir im Hotel nochmal in den Hint schauen und wiederkommen.</p>
<p>Der Versuch, in der Bank an der nächsten Strassenecke Geld zu tauschen, führt dazu, dass uns als wir dran sind (es hängen Wechselkurse aus) der Banker erklärt wir müssten “outside the building” zu einem Geldwechsler. Nur ist weit und breit kein Geldwechsler auszumachen. Wir fragen einen älteren Chinesen &#8211; oder vielmehr er sieht unsere suchenden Blicke und springt ein, erklärt uns wortreich wo der Geldwechsler zu finden sei und bringt uns dann doch persönlich hin, hält sogar noch für uns den dichten Strassenverkehr an, damit wir auf die andere Strassenseite zur Wechselstube gelangen können, und ist offensichtlich sehr glücklich damit uns geholfen zu haben. Eine sehr nette Erfahrung.</p>
<p>Nunmehr mit ausreichend Ringgit versehen, begleichen wir auch gleich unsere Hotelrechnung (139 RM, etwas mehr als 30 Euro für 1 Nacht inklusive Frühstück), und geniessen den Luxus einer ausgiebigen warmen Dusche. Es ist nach mehreren Tagen schweisstreibend tropischem Klima geradezu luxuriös, sich mal wieder richtig sauber zu fühlen. Da der Chef des Hauses wohl im Inet surft ist auch das WLAN offen und wir checken bei der Gelegenheit unsere Kreditkartenbuchungen (nichts von AirAsia, unser Versuch gestern online Tickets zu kaufen ist also wirklich gescheitert), Flüge von KL nach Penang, die Frage wie man von KL nach Subang National Airport kommt (tendenziell nur per Taxi), und beschliessen Abendessen zu gehen.</p>
<p>Unterwegs finden wir, nun schlauer geworden, unseren ersten Cache in Malaysia, haben aber keinen Stift dabei. Wir Helden.  </p>
<p>Das UE Tea House, für seine Dim Sum bekannt und deswegen auf meinem Plan, macht allerdings <strong>nicht </strong>, wie im Netz zu finden, um 18 Uhr <strong>auf</strong>, sondern um 18 Uhr <strong>zu</strong> (klingt für Dim Sum auch eigentlich logisch). Und damit ist es, wie wir sehr schnell feststellen, keineswegs alleine. Melaka klappt die Bürgersteige hoch.</p>
<p>Nun ist es vielleicht ohnehin unschlau am Donnerstag abend, wenn das muslimische Malaysia ins religiöse Wochenende geht, zur Gebetszeit etwas zu essen zu suchen. Aber auch später wird das wenig besser und wir argwöhnen, dass es noch einen Grund gibt warum hier plötzlich die Strassen verwaist sind und die Restaurants beinahe alle geschlossen: <strong>Der Tagestourismus ist weg</strong>. </p>
<p>Das Food Center am Nachbau eines alten portugiesischen Schiffes und Maritimen Museum schliesst gegen halb 7. Auf haben nur die Bars (Alkohol, nicht muslimisch, nichts Vernünftiges zu essen), ein kleines chinesisches Hinterhofteehaus, ein kleiner indischer Laden mit Getränken gegenüber des Famosa Restaurants (von dem auch nur 1 Filiale auf hat), ein nobles europäisches Restaurant mit mediterraner Küche, und eben das Famosa, wo wir nun reichlich entnervt nach einer zweiten Runde durch die Altstadt Roast Pork, Rice Balls und Choi sum aus dem Wok essen.</p>
<p>Um 20 Uhr sind wir wieder am Heeren House. Am Ufer des Flusses hat man einen schönen Blick auf die beleuchtete Promenade &#8211; wenn dieser Teil fertig ist wird es hier recht hübsch aussehen. Müde klappen wir die Fensterläden vor unserem Fenster zu und krabbeln dieses Mal früh ins Bett. </p>
<p>Um 3 Uhr früh wache ich auf, stelle die Klimaanlage erneut an, obwohl das Geräusch nervt, aber nachdem eine mich umsirrende Mücke mich bereits mehrfach diese Nacht erwischt hat, beschliesse ich das Biest eben zu schockfrosten und noch ein bisschen Reisebericht zu tippen. Morgen, oder eher in ein paar Stunden nach dem Frühstück, geht es weiter nach KL. </p>
<p>Nach etwas mehr Schlaf wache ich um halb 7 zu prasselndem Regen auf. Na super. Ich fange an zusammenzupacken, um halb 8 regnet es immer noch in Strömen und wir überlegen ein Taxi zum Busbahnhof zu nehmen. Erst mal frühstücken. </p>
<p>Es gibt Toast, Butter, Marmelade, richtigen Kaffee, Tee, warmes englisches Frühstück (Eier scrambled oder fried), Bohnen in Tomatensauce, Würstchen, Hashbrowns (ein TK-Rösti), und das alles schmeckt wirklich gut und so geniessen wir das Essen, trinken noch ein Glas Orangensaft das dazu gehört, ich gönne mir sogar eine zweite Tasse Kaffee und bete, dass ich das bei der Busfahrt mangels Klo nicht bereuen werde, und dann checken wir aus.</p>
<p>Das Wetter hat ein Einsehen, es tröpfelt nur noch, sowas bringt keinen Hanseaten um, und der grösste Teil der vielleicht 200 Meter zum Bus Stop ist überdacht.</p>
<p>Es ist ruhig, fast leer. Um 9 Uhr morgens am Freitag stapft nur eine wackere Gruppe Japaner mit Schirmen und Guide hinauf zum Bukit St. Paul, wir warten an der Haltestelle am Clock Tower, und besteigen einen roten Bus der Panorama-Linie, der der Urenkel des Vehikels von gestern sein muss (passenderweise heisst die Linie <strong>Blue Line</strong>). </p>
<p>Der Bus ist modern, klimatisiert, und auch jetzt kostet die Fahrt exakt 1 Ringgit pro Person, und nach einer langen Tour durch das Medan Portugis und die Umgebung landen wir schliesslich wieder an Melaka Sentral, vorbei an islamischen und chinesischen Friedhöfen &#8211; und um die Erkenntnis reicher dass wir gestern knapp an einem vernünftigen Essen vorbeigelaufen sind. Nur wenige hundert Meter südlich des Maritimen Museums samt geschlossenem Food Court wäre ein grosses Hawker Center (am Aussichtsturm) und auch der sehnlich vermisste Seven Eleven gewesen…</p>
<p>Kurz vor 10 kommen wir am Busdepot an, um 10 fährt ein Linienbus von Delima nach Kuala Lumpur, den wir auch noch erwischen. Und weiter geht’s.</p>
<p><strong>Mein Fazit für Melaka:</strong> Wer sich die Weltkulturerbe-Stadt ansehen will, sollte noch mindestens 2 Jahre warten, bis die Bauarbeiten am Flussufer halbwegs durch sind. Und ich würde dafür maximal einen Tagesausflug aus Kuala Lumpur einplanen, statt hier zu übernachten &#8211; viel mehr als das oben beschriebene und ein paar Museen hat der Ort nämlich nicht zu bieten.</p>
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		<title>Tag 4 &#8211; Singapur, Sentosa Island</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 17:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ishtar</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch vor dem Frühstück fragen wir per Mail beim Heere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch vor dem Frühstück fragen wir per Mail beim <a href="http://www.melaka.net/heerenhouse/">Heeren House in Melaka</a> an, ob die noch ein Bett für uns frei haben morgen nacht, dann tappsen wir zum “Frühstücksbuffet” des Hangout@ Mt. Emily, welches im Restaurant im EG aufgebaut ist. Das Buffet entpuppt sich als: Teebeutel und heisses Wasser, wahlweise Kaffee aus einem Nescafé-Automaten, Pseudo-Vollkorntoast samt Durchlaufgastrotoaster, eine Kreuzung aus Rührei und Omelette in einer Warmhalte, dito kleine gummiähnliche Würstchen, Saft- und Wasserkrüge (aromatisiertes Fruchtsaftzeugs, bis auf den Apfelsaft), eiskalte geschossähnliche Butterstücke, Erdnussbutter und eine rote Paste die an Tapetenkleister erinnert und Erdbeermarmelade darstellen soll.</p>
<p>Das Essen schmeckt grausig, der Kaffee geht gerade eben so durch, und nachdem wir unseren Flüssigkeitsbedarf mit etwas Apfelsaft vorsorglich gedeckt haben und uns freuen dass wir gestern das Frühstück verpennt haben, checken wir nochmal Mails &#8211; yippie, die Antwort von Bernard &amp; Liz aus dem<em> Heeren House</em> ist da, wir können morgen bei ihnen schlafen, sie möchten nur gern dass wir vor 16 Uhr anreisen. Gut, unsere Busstrecke wollen wir heute ohnehin klären.</p>
<p>Wir machen uns auf den Weg zum Busdepot an der Lavender Street, von dem aus die Überlandbusse nach Malaysia, vor allem nach Melaka, fahren. Wir wollen nicht bloss sicherheitshalber unser Ticket für morgen buchen, sondern vor allem auch sehen wie lange wir vom Hotel dorthin brauchen.</p>
<p>In der Nacht hat es geregnet und die Luft ist wie warme Suppe, gestern war die Morgenluft angenehm, heute ist beinahe jeder Schritt und Atemzug eine Qual. Wir laufen bis zur MRT Little India, fahren dann eine Haltestelle weiter bis Farrer Park. Wir könnten das auch laufen, aber morgen mit Gepäck werden wir über jede Erleichterung froh sein, also simulieren wir die Strecke genau so.</p>
<p>Nach einer guten Stunde Fussweg, mit einem kleinen Kühlstopp in einem 7-11, stehen wir an der Lavender Street, einer langen geraden Hauptverkehrsstrasse. An dieser Ecke scheinen sich die (chinesischen) Begräbnisunternehmen der Stadt zu häufen. Das Busdepot entpuppt sich als ein grosser Parkplatz im Nichts, davor eine Reihe überdachte Sitzbänke, ein paar winzige Kartenverkäuferbuden und ein Klohäuschen. Das hatten wir uns etwas anders vorgestellt…</p>
<p>Alle Busunternehmen scheinen in Malaysia ansässig &#8211; wahrscheinlich ist die Busanmeldung da auch etwas günstiger, und fahren nach <a href="http://www.tourismmalaysia.de/regionen/johor.htm">Johor Bahru</a> und Melaka und noch einige andere Routen. Wir müssen noch ein wenig warten bis die Verkaufsbuden aufmachen, die ersten Busse fahren auch erst um 08:00 bis 08:30 Uhr ab.</p>
<p>Schliesslich machen die Verkäufer ihre Lädchen auf &#8211; wir entscheiden uns für <em>Delima</em>, die einen guten Ruf haben (und ausserdem schon da sind) &#8211; und stellen fest dass wir nicht mehr genug Bares haben um das Ticket zu bezahlen. Suuuuper Planung. Kartenzahlung ist hier natürlich nicht möglich. Wir erkundigen uns nach einem Geldautomaten (ATM, <em>automated teller machine</em>) und haben Glück: knapp 200 Meter entfernt ist eine Tankstelle, in der sich ein Geldautomat befindet.</p>
<p>Quer über die Wiese mit einem Trampelpfad &#8211; ich überlege kurz welche horrenden Strafen Singapur wohl für <em>Jaywalking</em> auf Grünflächen verhängen mag &#8211; marschieren wir zur Tanke und wieder zurück, bis wir schliesslich unsere Tickets für morgen 8:00 in der Hand halten. Dieser Abschnitt wäre geschafft… und um das Frühstück das wir verpassen werden ist es ohnehin nicht schade.</p>
<p>Wir laufen die Lavender Street hinab bis zur MRT-Station mit demselben Namen, eine Strecke die sich zieht. Kommen am Transstar-Busdepot nur wenige hundert Meter die Strasse hinab vorbei, dann haben wir endlich die MRT erreicht.</p>
<p>In der relativen Kühle der klimatisierten Schnellbahn entspannen wir das erste Mal heute wieder. Nächster Stop: <a href="http://www.sentosa.com.sg/">Sentosa Island</a>. Naja, fast.</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Wir fahren die MRT bis zur Endhaltestelle am Hafen und suchen zunächst noch einen Cache, einen <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=cf3739e0-33d7-4b2a-a3ad-15f184507de4">Railroad Steam Crane</a>, also einen alten dampfbetriebenen Kran, der gut versteckt hinter einem riesigen Gebäude steht.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3635498_34414ad415ec240ce8374fc1fb52b9ce_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Der “Harbor View” an der Station <em>Harbour Front</em> ist heute sehr hypothetisch, denn zwischen uns und Sentosa Island liegt ein monströses Kreuzfahrschiff, das alles verdeckt.</p>
<p>Nachdem wir den Cache gehoben haben, begeben wir uns in die Mall, in der auch der Zugang zur Monorail nach Sentosa versteckt sein soll. Versteckt ist der richtige Ausdruck… das riesige Shoppingcenter, das sich hier am Hafen entlangwuchert (und offenbar auf reiche Kreuzfahrtouristen ausgelegt ist, einschliesslich “Zollterminal” und Gates für die Kreuzfahrer) ist wahnsinnig unübersichtlich und es ist so ziemlich alles ausgeschildert, nur Sentosa nicht.</p>
<p>Wir suchen uns Stockwerk für Stockwerk durch und sind bereits wieder unten an der MRT angekommen, bis wir einen Hinweis finden und nach 3 Umwegen doch noch am Schalter für die Monorail stehen. 3 Singapur-Dollar pro Nase sind fällig, die Karte gilt für Hin- und Rückfahrt und als Eintritt in das Freizeitparadies.</p>
<p>Die kleine Bahn mit zwei Waggons bringt uns über den Hafen hinüber nach Sentosa, eine mögliche weitere Haltestelle ist ganz am Anfang vorgesehen, hier entsteht eine gigantische Mall mit Nobelresort, in dem wohl auch irgendwann Gordon Ramsay ein Restaurant aufmachen wird &#8211; momentan ist es aber nur eine Baugrube von gargantuanischen Ausmassen aus der überall Pfeiler, Verschalungen und Verstrebungen ragen soweit das Auge reicht. Ich weiss ehrlich gesagt nicht wer das alles füllen soll, die Mall aus der wir gerade kommen wirkt eher wie ein Millionengrab &#8211; aber das soll nicht meine Sorge sein.</p>
<p>Wir haben einen guten Blick auf die Seilbahn vom Mt. Farber, die wir dann nun doch ausgelassen haben, und beschliessen spontan erst mal bis zur Endhaltestelle, “Beach”, zu fahren. Meerluft, Strand &#8211; genau das was wir jetzt brauchen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3532336_289b3400f7170b5282cdca931368d3c0_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Der Strand hier ist künstlich aufgeschüttet, das tut der Freude darüber, die Füsse ins laue Wasser des Indischen Ozeans stecken zu können und nach zwei Tagen Anreise und einem Tag Sightseeing im Asphaltdschungel mal so richtig entspannt durchzuatmen, keinen Abbruch. Die Palmen rauschen, die Sonne scheint, der Himmel ist fast blau, was will man mehr?</p>
<p>Der Blick hinaus auf die Strasse von Malacca und die Industrieinseln Singapurs hat etwas unwirkliches.</p>
<p><a href="http://www.23hq.com/nasebaer/photo/3694284"><br />
   <img src="http://www.23hq.com/23666/3694284_f7334bc3f019913feee45130104f61bc_standard.jpg" border=0 height="33" width="460" /><br />
</a></p>
<p>Wir besteigen einen der hölzernen Aussichtstürme und blicken gen Westen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3635501_0d9780b6730a7656ce0d14a425abaa99_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Schiff an Schiff reiht sich hier in den Stau der wohl am dichtesten befahrenen natürlichen Seestrasse der Welt.</p>
<p>Sonst ist heute hier (noch) nicht viel los, was uns ganz recht ist. Wir erledigen noch den Cache am <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6cacfeab-938c-4360-a339-a7b4e894f24f">Southernmost Tip of Asia</a> (ob Singapur nun wirklich der südlichste Punkt von Festlandasien ist könnte man bestreiten, aber sei&#8217;s drum), dann spazieren wir den Strand wieder hinauf und erwischen eine der dieselbetriebenen Touribummelbahnen, die in zwei Routen die Strände abfahren, und an der Beach-Haltestelle steigen wir um, denn wir wollen zu unserem eigentlichen Ziel &#8211; der Underwater Seaworld.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3532354_de67a1ca9b785c6c92db4bd7f0e4a397_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Das ist so ziemlich der einzige Pflichtpunkt auf dem heutigen Programm, seit ich das erste Mal davon las wollte ich in dieses Aquarium, das einen 83 Meter langen Tunnel sein eigen nennt, in welchem man durch die Unterwasserwelt läuft.</p>
<p>Mittlerweile ist die Mittagszeit wieder einmal durch, und trotz schwüler Hitze meldet sich so langsam der Magen. Aber alles was es gibt ist überteuertes Fast Food, und so essen wir einfach nur ein Eis, Grünteeeis mit roten Bohnen, sehr schräg und asiatisch, ehe wir uns in das Aquarium begeben.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3532337_8f551a2ab2cc6c74ba85e6655a9bd40a_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Die etwa 12 Euro Eintritt sind für asiatische Verhältnisse ganz schön teuer, aber schon bald wissen wir, dass sich jeder Cent für den Eintritt für uns gelohnt hat…</p>
<p>Es beginnt mit einem Streichelzoo für Fische direkt am Eingang. Kein Scherz! Ein auf Kleinkinderhöhe abgestimmtes Becken mit zahmen Fischen, Hinweis: bitte nicht zu ruckartig berühren die Viecher erschrecken sich sonst, befindet sich direkt hinter dem Eingang &#8211; hier kann man wirklich Fische streicheln und die versammelten Spezies lassen sich das auch gleichmütig gefallen.</p>
<p>Direkt dahinter befindet sich ein nicht viel höheres Becken voller kleiner Rochen, die man füttern kann, und die mit eleganten Manövern und viel Wassergespritze durch das Becken segeln und gleiten, dass es eine Freude ist, nicht selten mit den Seitenkanten an der Scheibe entlangflappend. Die anwesenden Familien haben einen Riesenspass, wir betrachten uns die Rochen vor allem aus der Unterwasserperspektive.</p>
<p>In kleineren Aquarien am Eingang kann man kanariengelbe Seepferdchen beäugen, und Weedy Sea Dragons, eine Seepferdart die wie eine Pflanze aussieht.</p>
<p><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/Leafydragon.jpg" alt="" width="400" /></p>
<p>Wir sehen Seesterne und Seeigel, dann folgen zwei riesige Becken mit noch viel riesigeren Fischen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3635476_070d27e9a13b8016c685705ed2d6f4e9_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Es sind Süsswasserfische aus dem Amazonas, die eine Sorte sieht aus wie ein dicker Hecht, sicher 2 Meter lang, ein <a href=" http://de.wikipedia.org/wiki/Arapaima">Arapaima</a>, die andere wie aufgepustete Doraden oder Piranhas in Reifengrösse. Ausserdem gibt es Becken mit Nautilusschnecken und viele verschiedene Krebsarten zu bewundern.</p>
<p>Und nun geht es die Treppe hinab in das was die Underwater World ausmacht: Den Tunnel.</p>
<p>In der Mitte läuft ein Förderband auf das man sich stellen kann und treiben lassen, das ist aber nicht wirklich zu empfehlen, da man schnell schwindlig wird vom Gucken, der Lichtbrechung im Tunnel und der Bewegung, vor allem aber hat man dann nicht genug Zeit die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.<br />
Viele verschiedene Fische bevölkern das Becken, darunter diverse Haifischarten die einen auch schon mal anglubschen &#8211; und Rochen. Blaupunktrochen, Stachelrochen, riesige Adlerrochen, kleine engelhaft wirkende Rochen mit ausgeprägten Gesichtern… die Rochen scheinen die Strömungsverhältnisse auf der Tunnelrundung zu mögen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3635478_22e788a3af3f37dad2046cb582e6f3b2_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Immer wieder gleiten sie über uns hinweg, wie gigantische Fensterleder die die Wölbung abwischen, und ich kann mich gar nicht satt sehen an diesen wunderschönen Geschöpfen, stehe mit grossen weit aufgerissenen Kinderaugen und einem blöde glücklichen Lächeln in diesem Tunnel und staune und sehe und staune. Wenn ich jetzt noch überlege dass laut Aquarienbeschreibung die Fische kleiner wirken als sie sind, weil das Glas gekrümmt ist… wow. Grossartig.</p>
<p>Immer noch ganz benommen kommen wir an den Becken mit Quallen vorbei, die wie Wesen aus einer anderen Welt wirken, lassen uns von ihren filigranen Körpern bezaubern, ehe wir dann noch Clownfische und Anemonen und Becken mit bunten Korallenfischen bestaunen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3635480_eed3673a3d7aa9d4b3e5daffd2bb5eec_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Die Hauptattraktion allerdings ist der Tunnel, und das mit Recht. Gegen Abend wird der Tunnel auch bläulich beleuchtet, das muss dann wirklich wie im unterseeischen Wunderland aussehen.</p>
<p>Schade, viel zu schnell ist das Abenteuer Underwaterworld vorbei. Wir könnten noch versuchen in eine Delphinshow zu kommen, mit dem Ticket der UW gibts dafür Ermässigung, aber wir beschliessen, uns lieber auf die Suche nach etwas Essbarem zu machen.</p>
<p>Wir nehmen den gleichen Weg zurück wie her, mit der Inselbummelbahn bis Haltestelle Beach, in der wir auf einen Haufen amerikanischer Touristen im Rentenalter stossen, die ganz offensichtlich von dem grossen Kreuzfahrschiff kommen und sich theatralisch darüber auslassen wie schwer es doch sei die richtige Kleidung für so einen Ort wie Singapur zu finden, man wisse ja GAR nicht was man anziehen solle, aber zum Glück bleiben uns weitere Platitüden erspart als sie am nördlichen Strand aussteigen. Wir fahren mit der Monorail zurück bis Harbour Front und ab hier, nach einem Stop bei Cold Storage für kalten Tee, Richtung Orchard Road, wo ich in einen Daiso-Store möchte, nach Bentozeugs schauen.</p>
<p>Auch die Einkaufscenter an der Orchard Road haben den etwas chaotischen Basar-Stil der meisten Malls hier, aber wir finden uns schnell zurecht, nachdem wir die Rolltreppensystematik endlich kapiert haben. Daiso ist randvoll mit Weihnachtsramsch (und Menschen), die Bentoauswahl ist bescheiden, und so gehen wir nichts mehr einkaufen sondern suchen den lokalen Kopi Tiam für unser Nachmittagsmahl auf, crispy duck noodles.</p>
<p>Ab hier beschliessen wir wieder einmal zum Hotel zu laufen, obwohl die Füsse nach gestern und heute doch noch ganz schön weh tun. Es ist nicht wirklich weit bis zum Mount Emily, eine halbe Stunde später &#8211; mit erneutem Stop bei Cold Storage in der Nähe der SOTA-Baugrube &#8211; sind wir im Hotel und duschen, mailen dem Heeren House dass wir morgen nachmittag da sein werden. Relaxen etwas, bearbeiten Bilder, ich fange an einen Bericht für Foodfreak zu schreiben.</p>
<p>Zum Abendessen wünsche ich mir nochmal Chinatown. Bei tröpfelndem Regen laufen wir nach Little India, fahren MRT, tappsen bis zur Maxwell Road. Das Tian Tian hat soeben seine letzten Reste Chicken Rice abverkauft und macht zu. Gut, dann eben nicht, wir stoppen an einem Stand der Sweet Potato Dumplings verkauft, frittiertes aus Süsskartoffelteig, während Torsten Häppchen kauft hole ich frischen Zuckerrohrsaft, dann setzen wir uns für einen ersten Snack. Für den Anfang schon mal ok. Wir laufen weiter zum Chinatown Complex, wo wir uns für einen Nudelstand entscheiden &#8211; und damit das beste Essen unseres Singapur-Aufenthalts erwischen.</p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3532387_74e5246f04ebf4b68753b239e26f0f0b_standard.jpg" alt="" /></p>
<p>Satt und zufrieden fahren wir zurück, fangen an zu packen. Morgen geht es weiter nach Malaysia. Aber wir sind sicher, Singapur hat uns nicht zum letzten Mal gesehen.</p>
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		<title>Tag 3 &#8211; Singapur zu Fuss</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 14:38:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ishtar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Singapur]]></category>
		<category><![CDATA[Singapur / Malaysia 2008]]></category>
		<category><![CDATA[Geocaching]]></category>
		<category><![CDATA[Sightseeing]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz vor 10 Ortszeit (abends) sind wir also in Singapur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz vor 10 Ortszeit (abends) sind wir also in Singapur angekommen. Recht spät, es war schon dunkel, und nach der langen Anreise wollten wir uns keinen Stress machen. Schnell noch Geld gewechselt, dann raus aus dem Airport. Am Ausgang des Terminals haben wir uns einen Mini-Bus gebucht, der uns zum Hotel bringen sollte. Für gerade mal knapp fünf Euro pro Person kein schlechter Deal. Wir mussten nur eine knappe Viertelstunde warten und der Bus kam, um uns zum Hangout@Mt.Emily zu bringen. So bekamen wir noch eine kleine Singapore at Night Tour, und wurden dann direkt vor der Tür abgesetzt. Laue Luft umfing uns.</p>
<p>Im Hangout wurden wir freundlich begrüßt. Neben den normalen Doppelzimmern dient das Haus auch noch als Jugendherberge mit Schlafräumen. Wir bezogen unser Doppelzimmer im fünften Stock. Einfach eingerichtet mit Bett, Tisch, kleinem Schränkchen und einem Bad mit Wanne/Dusche. Nichts besonderes, aber ausreichend. Die Dusche allerdings spuckte nur kaltes Wasser aus. Nach 36 Stunden unterwegs war aber auch das egal. Endlich sauber, Schweiss und Dreck von der Haut haben.</p>
<p>Von der Anreise so geschafft haben wir prompt heute das Frühstück verpennt. Es kann nur besser werden. Wir machen uns auf den Weg durch den Mt. Emily Park, der direkt an das Hangout angrenzt. Insekten geben laut sirrende Geräusche in den Bäumen von sich, die wie Elektrosummen klingen, ein älterer Chinese absolviert morgendliche Walking-Runden durch den angenehm schattigen Park. Hier wartet auch der Cache <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=76e407d7-aba5-4012-8616-6317b146fbd2">Emily Rose</a> auf uns. Torsten hat noch etwas Bedenken, in das Buschwerk an einem tropischen Baum zu greifen, wer weiss was da alles krabbeln und beissen könnte… aber wenig später ist der Cache gehoben und auch der reisende Schotte auf den Weg gebracht. Ein guter Start. </p>
<p>Nach etwa 10 Minuten Fussweg kommen wir an der nahen MRT-Station Little India an, und fahren nach Chinatown, nachdem wir das halbwegs intuitive System des Ticketziehens durchschaut haben. Die MRT fährt natürlich im Linksverkehr, an den Stationen sind Schiebetüren und Trennwände die die Schienen von der Station abschirmen. In den einzelnen Stationen weisen Kunstwerke auf die lokale Tradition hin &#8211; in Little India sind es traditionelle indische Motive, die ein lokaler Künstler modernisiert und auf die Wände aufgebracht hat, in Chinatown auf die Kachelfussböden gedruckte Kalligraphien eines Kalligraphie-Meisters, die eine Phoenix-Geschichte erzählen.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3576487_8e04d40b2b03eac46fd2833e6777dac2_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Hier lassen wir uns dann, als wir aus der Station raus sind (und unsere Plastikkarten-Tickets wieder gegen den Deposit von 1 Singapur-Dollar rückgegeben haben), einfach vom Instinkt führen und sehen uns mit großen Augen um, nach einer Fussgänger-Einkaufsstrasse die gerade erwacht folgen chinesische und auch hinduistische Tempel, und nach ein paar Ecken nebst dringend benötigtem Grüntee-Stop bei 7-Eleven landen wir quasi zufällig im Maxwell Road Food Court. </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3530173_9777367a94432f81abe59458bcbcda67_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Wie wir später feststellen genau der, in dem auch Anthony Bourdain in seiner Singapur-Sendung saß, und eine der Lonely-Planet-Empfehlungen. Wir frühstücken Wantan-Suppe und Nudeln und sind sehr zufrieden mit uns und im Rückblick auch mit dem verpassten Hotelfrühstück.<br />
<span id="more-36"></span><br />
Ein Blick auf das GPS verrät uns, dass ein weiterer Geocache in der Nähe liegt. Der Weg führt uns durch einen kleinen, sehr schönen Park mit Gewürzpflanzen, die schattige Frische tut ebenfalls gut und man bekommt schöne Ansichten geboten.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3530420_32b553b736e7a717bbf1c1cb7fa16ae0_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Einen Block weiter in einem anderen kleinen Park verbirgt sich dann der Cache, <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a36d4a24-0802-4e75-b7fc-34e7f9983029">Telok Ayer</a>. Und wieder sind wir erfolgreich. </p>
<p>Von dort aus sind es quasi nur ein paar Schritte ins Bankenviertel, da wo Singapur tatsächlich wie die Metropole aussieht die wir erwartet hatten, und auch nicht weit zum Lau Pa Sat, einem bekannten Food Centre in einer alten viktorianischen Halle.</p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3530193_6b3f3bbeec6d088ae18a9bc18405d819_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Singapur ist eine Stadt die uns immer wieder überrascht. Wo manche Grossstädte einen erschlagen mit Wolkenkratzern, ist hier selbst im dichtesten Gedränge des Business District immer noch Luft und Platz zwischen den riesigen Bankgebäuden, für breite Fussgängerbereiche und Parkanlagen, in denen Kultur läuft oder an denen der neueste Getränke-Hype, ein Kollagenwasser, angepriesen wird, überall hat man genug Raum und Luft zum atmen, sehr angenehm. Lau Pa Sat ist uns zu touristisch &#8211; das mag auch an der Lage liegen &#8211; recht steril und einheitlich, umringt von Bürogebäuden und breiten Verkehrsstrassen, aber wir kaufen einen Eiskaffee, Kopi Ais, starken gesüssten Instantkaffee mit viel Eiswürfeln, und tapsen dann weiter.</p>
<p>Gemütlich und eher ziellos schlendern wir zwischen den Hochhäusern hindurch, machen auch schon mal Halt in einem Food Court im Tiefgeschoss unter den Business-Blocks, um den Luxus der klimatisierten blitzsauberen Toiletten zu geniessen und mal aufs Angebot zu schauen, dann gehen wir weiter und stehen unvermittelt am Boat Quay, Singapurs grosser Touri-Meile. </p>
<p>Hier reihen sich in alten Häuschen entlang der Wasserlinie (teure) Restaurants aneinander. Nach einer kleinen Pause am Ufer des Singapore River, im Schatten der Banken, machen wir die Runde über die Brücke, entlang an Parlament, Supreme Court und einem grossen Museum. Nun passiert es uns das erste mal dass die Restaurantbetreiber nicht die anscheinend weit verbreitete singapureanische Zurückhaltung an den Tag legen sondern versuchen uns aggressiv als Kunden anzuwerben. Selbst wenn wir Hunger hätten, wäre das die beste Methode uns zu vertreiben…</p>
<p>Es ist heiss und wir stellen bei einem Halt im Schatten eines Baumes fest dass wir es bis zur besten Mittagsglut geschafft haben. Vor uns liegt ein spacig aussehendes Gebäude &#8211; was das wohl ist? </p>
<p><center><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f1/Esplanade_by_slivester_for_wiki.jpg/800px-Esplanade_by_slivester_for_wiki.jpg" width=460 alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Auf der Wiese des Museums treibt eine Schulklasse Sport. Schwer vorstellbar dass bei uns eine Schule auf einer öffentlichen Grünfläche Sportunterricht abhalten dürfte. Schräg gegenüber erheben sich die prachtvollen Gemäuer des Fullerton Hotel in all ihrer Kolonialpracht. Wir gehen durch eine Unterführung unter einer Hauptverkehrsstrasse zu dem Gebäude, das sich als <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Esplanade_-_Theatres_on_the_Bay">The Esplanade</a> entpuppt, und spazieren um die Konzerthalle herum. Auf einer Open-Air-Konzertfläche legen wir ein Päuschen ein, schiessen einige Fotos, unter anderem vom wasserspeienden Löwen, dem Wahrzeichen der Stadt. </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3576489_682eab9449d917a658efb0d55f1dd189_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Dann laufen wir weiter, über breite Strassen, mit dem Ziel Raffles Hotel vor Augen, doch zuerst durchqueren wir eine grosse unterirdische Mall, die sich bis zur Raffles Place MRT Station zieht. Hier verfranzen wir uns zunächst. In einem japanischen Restaurant gibt es Yuzi-Icecream, ich nehme an Yuzu, aber ich probiere sie dann (leider) doch nicht.</p>
<p>Bei 7-Eleven füllen wir unsere Getränkevorräte auf, dann gehen wir weiter, spazieren durch die Stadt, natürlich auch am legendären Raffles Hotel vorbei, kommen ein ganzes Stück später &#8211; nachdem wir die Maut-Verkehrsschildbrücken auf den Hauptstrassen gen CBD beäugt haben -  zur MRT Station Bugis Junction. In einem der grossen Kaufhäuser, BGH, geht es erneut in die Food Mall. Hier gibt es neben vielen anderen Kleinigkeiten auch einen japanischen Takoyaki-Stand, nach Butter duftendes Gebäck, einen Süsskramladen der auf Japanisches spezialisiert ist…</p>
<p>Langsam schmerzen die Füsse. Aber vor uns liegt noch ein Geocache am <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Parkview_Square">Parkview Square</a>, einem Gebäude, das Petra gestern aus dem Taxi schon mit “das sieht aus wie aus Ghostbusters” kommentiert hat &#8211; es ist ein monströses aber elegates Neo-Art-Deco Gebäude, das sich an Vorlagen aus NYC orientiert und einen kleinen Kunstpark sein eigen nennt. </p>
<p><center><img src="http://www.23hq.com/23666/3576493_3f493d6a03dd39d5eb539628b6afe40e_standard.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="http://www.23hq.com/23666/3576495_283749b9e042e946d2cac78772b7bd52_standard.jpg" alt="" /></center><br clear=all></p>
<p>Nach einer kurzen Verschnaufpause und dem Heben <a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=ae1109f6-4643-4d21-995d-d6c9f3dbd2ed">des Caches</a> spazieren wir langsam weiter, an alten chinesischen und hochmodernen Glas-Stahl-Gebäuden vorbei, kaufen unterwegs noch einen Adapter für unsere Elektrogeräte, und kommen schliesslich am späten Nachmittag in Little India an. Hier ist alles fröhlich bunt für Deepavali dekoriert, und in den winzigen Marktsträsschen pulsiert das Leben laut und in Technicolor &#8211; zu laut, zu intensiv für unseren momentanen Geschmack. Obwohl hungrig, beschliessen wir, ins Hotel zurückzugehen und erst mal zu duschen.</p>
<p>Das GPS wirft eine gelaufene Strecke von 25 km aus, kaum zu glauben dass wir bei den tropischen Temperaturen so einen Gewaltmarsch gemacht haben, das kam uns gar nicht so weit vor.</p>
<p>Als wir bei Dunkelheit aus dem Hangout kommen, hat es draussen geregnet, die Luft macht auf türkisches Badehaus. Wir nehmen den anderen Weg den Mount Emily hinab, in Richtung Orchard Road, und kommen an einigen recht toten bzw. im Umbau befindlichen Bürokomplexen vorbei, kaufen bei einem Watsons noch schnell Sonnenmilch, beäugen im Dunkeln die titanischen Dimensionen der Baugrube für das neue Gebäude der <a title="SOTA" href="http://sota.sg/">Singapore School of Arts</a> (SOTA), und stoppen schliesslich an einem Kopitiam an einer Strassenecke, eine dieser typischen Essecken der Stadt, wo wir unser frugales Abendessen einnehmen. </p>
<p>Auf dem Rückweg halten wir an einem 7/11 um Getränke zu kaufen und entdecken dabei im Gebäude dahinter einen grossen Cold Storage Supermarkt, bei dem wir uns eindecken, ehe wir langsam wieder den Mt. Emily erklimmen.</p>
<p>Nach etwas Chatten mit Freunden in Europa, die gerade von der Arbeit nach Hause kommen, fallen wir in tiefen festen Schlaf.</p>
<p>Einen Bericht der <a href="http://www.foodfreak.de/2008/10/ein-foodie-in-singapur-teil-1/">kulinarischen Abenteuer des Tages gibt es hier bei Foodfreak</a> zu lesen.</p>
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		<title>Emirates</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 20:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nasebaer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir in unserem vergangenen Urlaub vier Flüge mit Emirates hatten, möchte ich meinen <a href="http://www.datenhamster.org/2007/04/emirates/">zwei Jahre alten Bericht auf datenhamster.org</a> etwas auffrischen.</p>
<p style="text-align: center;"><img style="border: 0pt none;" src="http://www.23hq.com/dhania/photo/2084084/standard" alt="" width="300" /></p>
<p>Im Grunde hat sich nicht viel verändert. Wieder haben wir Emirates gewählt, weil sie günstig waren und ab Hamburg fliegen. Immer noch bietet Emirates einen super Service zu einem guten Preis &#8211; unter der Bedingung, dass man früh genug bucht. Doch was hat sich in den zwei Jahren getan?</p>
<p><span id="more-35"></span></p>
<p>Zu erst die Flugzeuge. Es ist bei den Boeing 777-300ER geblieben, die von Emirates eingesetzt werden. Auf dem Rückflug von Kuala Lumpur nach Dubai hatten wir eine der neueren Maschinen. Der Unterschied zu den älteren ist leicht zu sehen. Die Sitze sind nicht mehr so bunt. Alles wirkt etwas freundlicher und heller. Leider wurde bei der Nachtbeleuchtung auf die Sterne an der Decke verzichtet. Dafür sind die Displays in den Sitzen etwas Kontraststärker und es gibt jetzt auch in der Economy an mindestens jedem zweiten Sitzplatz Steckdosen um z.B. das Laptop zu laden.</p>
<p style="text-align: center;"><img style="border: 0pt none;" src="http://www.23hq.com/dhania/photo/3530155/large?signature=815+1226868220+1847DCF49D23999A402386D69A0CA96EC77B9F02" alt="" width="300" /></p>
<p>Leider ist es immer noch so, dass man nur 24 Stunden vor Abflug Online einchecken kann. Aber man kann schon vorher einen Sitzplatzwunsch im Buchungssystem hinterlegen. Geklappt hat das immerhin zwei von vier mal und wir konnten uns auf eine der drei Zweier-Aussenreihen ganz hinten freuen. Hier ist es zwar ein klein bisschen lauter, als vorne, aber dafür muss man niemanden aufscheuchen, wenn man mal aufstehen will. Ausser dem letzten drei Reihen sind die Maschinen im 3-4-3-Schema bestuhlt.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/dhania/photo/3530148/large?signature=915+1226868253+484DD33600094EA86911BF8F2243AB0CCB84F937" alt="" width="300" /></p>
<p>Das Essen war, wie gewohnt, gut. Der Service auch. Die einzige Ausnahme war der Flug von Kuala Lumpur nach Dubai. Die Crew war, aus welchem Grund auch immer, verpeilt und unaufmerksam. So wurden Getränkewünsche ignoriert und falsche Speisen ausgegeben. Mehrfach mussten wir nachhaken. Das waren wir nicht gewohnt, es bildete aber auch eine Ausnahme. Zudem ist uns negativ aufgefallen, dass auf dem Flug das Essen nicht dem gewohnten Standard entsprach. Allerdings wurde die Maschine in Kuala Lumpur von LSG, einer Lufthansa-Tochter, beladen. Deren Essen war auch schon auf einem Flug von Frankfurt nach Bangkok nicht besser. Wenn es in Kuala Lumpur einen anderen Lieferanten für das Catering gibt, sollte Emirates hier umsteigen. Das Omlette war praktisch ungeniessbar. Das Reisgericht mit Kokosreis und asiatischem Gemüse konnte man mit der mitgelieferten Chilisosse essen. Dagegen war dieses Lammgericht vom Flug Dubai-Singapur besonders lecker.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://www.23hq.com/dhania/photo/3530151/large?signature=746+1226868289+52942EE2318D80E841D01CF997CAE7DAB0475ED6" alt="" width="300" /></p>
<p>Ein Hinweis noch für alle, die einen längeren Aufenthalt in Dubai haben. Über acht Stunden gibt es bei den meisten Buchungsklassen ein kostenloses Hotelzimmer, was wir nicht nutzen konnten, und über vier Stunden ein kostenloses Essen, was wir genutzt haben. Das Restaurant liegt in Terminal 1 direkt neben dem Airport Hotel und über der Duty Free Meile. Es ist deutlich zu sehen, ein Schild weisst auf den Service hin. Das Essen bestand aus einem Bufet mit Self-Service. Neben Standards wie Nudeln gab es auch einige Indische Speisen, an denen wir uns bedienten und die lecker waren. Zusätzlich gibt es morgens noch ein &#8220;Refreshment&#8221;. Davon möchten wir abraten. Ein Toastsandwich mit Butter und ein Glas Saft, wie wir bei anderen Gästen sahen, wurde serviert, blieb aber meist auch auf dem Tisch stehen.</p>
<p>Ansonsten hatten wir den Eindruck, Emirates würde an seinem gewohnten Standard festhalten. In so weit können wir die Airline nur empfehlen. Der komplette Artikel unserer letzten Reise, auf dem dieses Update beruht, ist oben verlinkt.</p>
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		<title>Tag 1 und 2 &#8211; Hamburg-Dubai-Singapur</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 13:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ishtar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Singapur / Malaysia 2008]]></category>
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		<description><![CDATA[Die lang ersehnte Reise, endlich geht es los.

Wie im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die lang ersehnte Reise, endlich geht es los.</p>
<p>Wie immer sind wir dank guter Busanbindung nach Fuhlsbüttel und Paranoia-Modus frühzeitig am Flughafen, wie auch schon bei unserem letzten Flug mit Emirates werden wir als Online-Checkin-Benutzer am Business-Schalter schnell und freundlich abgefertigt.</p>
<p>Schnell aber unfreundlich dagegen der Security-Check des Flughafens. Warum man um Himmels willen in D unwillig ist einen Laptop einfach im Handgepäck mit durchzuscannen wird sich mir nie erschliessen, ebenso nicht warum Pampigkeit eine der Grundvoraussetzungen für den Job am Checkin zu sein scheint. </p>
<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3530145"><img src="http://www.23hq.com/23666/3530145_cb16bd2fe7fda2b3d4b1649462ed9de5_standard.jpg" border=0 height="307" width="460" /></a></center></p>
<p>Dann warten wir, nicht allzu lange, denn wir haben schon vorhin unserer Maschine beim (pünktlichen) Landen zugesehen, ehe es auf die bekannte Strecke Hamburg-Dubai geht, auf der wir die immer noch recht gute Bordverpflegung geniessen und ausserdem Wall-E (auf Englisch) und Kung Fu Panda (auf Deutsch) ansehen &#8211; so vergehen die knapp 5 1/2 Stunden bis an den Golf im Wortsinne im Fluge.<br />
<span id="more-34"></span><br />
Ganz toll ist der Überflug über den Iran bei aufgehendem Mond, unter uns glitzern in der trockenen glasklaren Luft die Lichter der iranischen Städte wie Kristalle &#8211; sonst gibt es, da wir Richtung Dunkelheit fliegen, wenig zu sehen, nur das Leuchten von Gasflammen auf einigen Ölfeldern nahe Dubai ist noch erwähnenswert. </p>
<p><center><a href="http://www.23hq.com/dhania/photo/3530155"><img src="http://www.23hq.com/23666/3530155_a8c34fd0f72a6a6276bfbc7a7e10b03f_standard.jpg" border=0 height="460" width="307" /></a></p>
<p><em>Boeing 777, Night Design</em></center></p>
<p>Wir landen am äussersten Ende von DXB &#8211; am _ganz_ anderen Ende, um genau zu sein, und gurken noch fast eine halbe Stunde über den immer riesiger werdenden Flughafen, ehe wir endlich an den Terminals ankommen. Nunja. Zeit haben wir mehr als genug.</p>
<p>Schon vor zwei Jahren auf  dem Weg nach Bangkok (und weiter nach Ko Chang) hatten wir den Stop in Dubai erlebt &#8211; damals allerdings lagen zwischen Ankunft und Weiterflug knapp 4 Stunden, von denen wir einen nicht unbeträchtlichen Teil mit Sicherheitschecks und Schlangestehen verbrachten, ehe wir dann kurz Wasser kauften und schliesslich vor dem Gate auf den Checkin warteten. Dieses Mal jedoch liegen geschlagene 10 Stunden, eher 11, zwischen dem Verlassen und erneuten Betreten einer Boeing 777. Theoretisch könnten wir die Zeit für einen Kurztrip in die Stadt am Golf nutzen. Praktisch sind wir bei finsterer Nacht angekommen, circa um 8 wird es wieder hell, um 9 wird das Gate geöffnet &#8211; und selbst wenn uns Dubai bei Nacht gereizt hätte (was es nicht tut), stehen demgegenüber aktuell heftige 31 Grad Nachttemperatur. Nach 6 Stunden im Flieger ist die Hitze wie ein Schlag mit der Keule.</p>
<p>Theoretisch stünde Passagieren von Emirates auch ein Zimmer im Transithotel in DXB zu, so sie mehr als 8 Stunden Aufenthalt haben &#8211; und eine ruhige Ecke zum Hinlegen und Augen schliessen wäre sehr schön. Praktisch ist das Ding stets mehrfach überbucht und die Aussicht ein Zimmerchen zu ergattern nur in Minuszahlen auszudrücken. Immerhin spendiert EK aber auch allen Passagieren, die mehr als 4 h warten müssen, ein Essen für lau, sofern sie nicht gerade nach 3 Uhr nachts was essen wollen. Mit Bordkarte des ersten und zweiten Fluges wird man in ein Buffetrestaurant geführt. Als wir beschliessen das Angebot tatsächlich zu nutzen ist es 1 Uhr nachts, und es gibt ein Buffet mit einer kleinen Salat- und Dessertecke, etwas Brot, weissem und buntem Reis, Kartoffelbrei, Gulasch, Pasta mit Sauce, Lammtopf mit Bohnen und einer Handvoll Currygerichte in der Warmhalte. Ich entscheide mich für Reis, Aloo Bhindi und etwas Saag Gosht, Torsten probiert Lamm mit Bohnen. Das Spinat-Lammcurry ist extrem lecker, das Kartoffel-Okra-Curry ebenfalls gut, ein herumlaufender Kellner hat ungefragt Apfelsaft, Wasser und Osaft ausgeteilt &#8211; wer sich nicht meldet bekommt automatisch Osaft.</p>
<p>Aber für mehr als eine Stunde ist auch dieser Stop nicht gut, so gemütlich ist es dann auch nicht, und so tappen wir des Nachts durch den Airport, um uns ein ruhiges Plätzchen zu suchen. In der Haupthalle liegen überall schlafende Menschen, auf, neben, hinter, unter, vor Sitzgruppen, die Inder oft in Gruppen nebeneinander aufgereiht, Kopf unter den Sesseln, in bunte Tücher oder Decken bis über den Kopf gehüllt, was dem ganzen bisweilen einen morbiden Beiklang von aufgereihten Leichen verleiht. Aber auch auf (viel zu kurzen und viel zu selten vorhandenen) Liegesesseln, quer oder verkrümmt in Sitzen mit Armlehnen zu beiden Seiten liegend und in manch anderen furchtbar unbequemen Haltungen kann man Menschen dösen oder gar schlafen sehen.</p>
<p>Dabei erweist sich das mit dem Schlaf als ein ziemliches Unterfangen. Endlich haben wir im Nebentrakt einen halbwegs ruhigen Ort gefunden, als sich ein Trupp junger Araber bewaffnet mit McDonaldstüten neben uns niederlässt und trotz nachtschlafender Stunde laut palavert. Wir ziehen etwas weiter, an ein Gate, an dem zwei Flüge nach Japan in Kürze abgehen sollen. Dachten wir. Lektion des Tages: zumindest in Dubai kommen Japaner auch in Gruppen noch ganz selbstverständlich 10-20 Minuten nach Schliessen des Gates angetapert und werden an Bord gelassen. Da macht man dann noch fix ein Foto von sich vor dem Counter, oder erklärt der Stewardess dass man ja schon nach Osaka mitfliegen wolle (das Gate ist zu diesem Zeitpunkt schon 15 Minuten dicht) aber noch auf jemanden warte, da fragen Flight Attendants mehrfach dösende Passagiere die vor dem Gate herumhängen ob sie mitwollen, ehe diese sich 25 Minuten nach geschlossenem Gate bequemen, doch mal einzusteigen… sowas habe ich noch nicht erlebt. </p>
<p>Ein Security-Fritze des Airports am Gate nach Nagoya wiederum hat Basarlautstärke drauf und meint dem Kollegen irgendwas prahlerisches über die Technik der Triple-7 erklären zu müssen und stört sich auch nicht daran dass diverse Leute in einer Ruhezone mit Liegesitzen direkt vor seiner Nase zu schlafen versuchen. Den Vogel schiessen dann drei verschleierte Frauen irgendwo aus dem Emiraten nebst Kinderwagen ab, die um 3:35 Uhr eine fröhlich laute Tratschrunde auf den Liegesesseln aufmachen. Erneut ergreifen wir die Flucht.</p>
<p>Schliesslich haben wir vor Gate 144 eine ruhige Zone gefunden, in der Sitzbänke ohne unterteilende Armlehnen stehen die so gut wie unbelegt sind. Es ist zwar relativ kalt, und am Nachbargate hat die Security die Funke auf Maximum gestellt, was Schlafen effektiv verhindert, aber wenigstens brüllen nicht direkt über uns Lautsprecher die Flugansagen raus und der Durchgangsverkehr hält sich nach dem Abflug der Frühmaschine nach Mumbai in Grenzen. Wir nicken ab und zu weg, soweit das die schmerzenden Halsmuskeln und die schwarzafrikanische Betreiberin des Coffeeshops auf der anderen Seite zulassen, die sich auch schon mal 25 Meter durch den Raum mit einem anderen Afrikaner unterhält. Punkt 5 Uhr leiert dann das Morgengebet als Singsang aus den Lautsprechern…<br />
Ohne wirklich viel Schlaf tappsen wir weiter. Dabei sehen wir uns das neue Terminal in Dubai an, an welchem auch der A380 andockt. Leider kann man durch die dekorativ mit Mustern versehenen Scheiben so gut wie nichts von der Aussenwelt erkennen &#8211; der innere Aufbau erinnert uns stark an den neuen Flughafen in Bangkok. Hier entdecken wir dann auch eine Infotafel, die nicht nur die Flüge einer bestimmten Gate-Reihe oder der nächsten zwei Stunden anzeigt, wie die anderen Infotafeln im Airport, sondern tatsächlich alle Flüge und alle Gates der nächsten 5 Stunden. Wir erfahren, dass unserer an Gate 140 abgehen soll. Also wieder den ganzen Weg zurück.</p>
<p>Der Magen knurrt nun deutlich, aber mit Ausnahme des Duty Free Shops nimmt keiner der Essensstände im Airport Kreditkarte, nicht mal Starbucks.  Irgendwie finde ich das paradox. Ich hätte natürlich 10 Euro bar in Dirham tauschen können für den Stop, aber irgendwie ist mir das zu blöde. Also warten wir auf die Flugzeugnahrung und essen die aufgesparten Cracker vom Herflug.</p>
<p>Während wir an Gate 140 warten, wird der Flug für 8:05 nach Mailand angeschrieben. Eine Frau die neben uns sitzt und mitbekommen hat, dass wir Deutsch sprechen, nutzt die Gelegenheit zu fragen, ob wir auch nach Singapur wollen und der doch erst um 9:40 dran sei. Wir bestätigen das und verziehen uns unauffällig in die Ecke, in der die Passagiere für Auckland warten. Im Abstand von 5 Minuten schickt Emirates allen Ernstes zwei Flüge nach Auckland (vermutlich über unterschiedliche Routen), knapp 120 Minuten darauf geht ein weiterer… alles rappelvoll.</p>
<p>Als es dann endlich soweit ist und wir in das Gate dürfen, haben wir durch die Scheiben des alten Terminals einen Panoramablick auf den Anfang der Startbahn. Unentwegt rollen Flugzeuge vor uns, drehen vor unserer Nase um 180 Grad und starten. Wieder ein mal müssen wir den Weg zum Flugzeug mit Bussen und über Treppen antreten.</p>
<p>Nach einem unspektakulären Flug mit einer weiteren Boeing 777-300 ER landen wir endlich um 21:25 Uhr Ortszeit in Singapur. So ergibt es sich dann auch, dass wir über 10.000 km von zu Hause unseren ersten A380 vor die Augen bekommen.</p>
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		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 20:21:50 +0000</pubDate>
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Rückflug: (19 Tage später [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinflug: HAM &#8211; DXB &#8211; SIN</p>
<p>Rückflug: (19 Tage später) &#8211; LGK &#8211; KUL &#8211; DXB &#8211; HAM</p>
<p>4x Emirates 777-300ER und ein mal eine Malaysia 737-400.</p>
<p>Jetzt fehlt noch das Programm dazwischen. Alles weitere wird sich zeigen.</p>
<p>Zur Einstimmung:</p>
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		<pubDate>Tue, 05 Feb 2008 10:33:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nasebaer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>So oder so ähnlich ist es im Moment hier. Wir haben uns Reisekataloge besorgt. Nicht, dass wir daraus buchen würden, aber zur Ideenfindung durchaus geeignet. Was wir vorhaben, verrät ja schon in etwa die Kategorie.</p>
<p>Zur Zeit planen wir für Herbst eine Reise nach Südostasien. Geplant ist ein Flug nach Singapur. Dort wollen wir uns ein paar Tage durch die Food Courts fressen. Anthony Bourdain ist schuld. Es hat in seiner Reiseserie &#8220;<a href="http://www.datenhamster.org/2007/11/anthony-bourdain-no-reservations/">No Reservations</a>&#8221; genug davon geschwärmt. Und auch ein Freund von uns, seines Zeichens Flugbegleiter bei der Swiss, ist mehr als begeistert.</p>
<p>Von da wollen wir dann weiter nach Norden, wohl mit dem Bus bis Melaka, dann nach Kuala Lumpur, Penang bis nach Langkawi. Und dann ein Rückflug über KUL nach HAM. Klingt nach viel Planung, aber im Grunde informieren wir uns nur und den Rest wollen wir dem Zufall überlassen. Das erste mal, dass wir auf Backpacker-Spuren wandeln. Ich bin gespannt. Der Lonely Planet für die Region steht schon hier im Regal.</p>
<p>Wer Tips für uns hat, immer her damit in den Kommentaren,</p>
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