Archiv für Kategorie Bücher
Jutta Speidel & Bruno Maccallini – Wir haben gar kein Auto…
Vom Cover dieses Buches, auf welchem die Schauspielerin Jutta Speidel ganz groß, ihr Lebensgefährte typografisch angepasst ein klein wenig kleiner als Autor auftaucht, prangt einem die goldblonde Bajuwarin mit dem radbehelmten Italiener vor einem Alpenpanorama entgegen.
Jutta Speidel & Bruno Maccallini – Wir haben gar kein Auto…
Mit dem Rad über die Alpen
Mit dem Rad über die Alpen
Vielleicht befremdet das ein wenig, ist doch in Deutschland Signore Maccallini vielen immer noch durch seinen Satz mit dem Auto in einer Kaffeewerbung erinnerlich, aber in gewisser Weise ist die Aufteilung treffend.
“Über die Alpen” wollen sie also mit dem Radl fahren, mal eben so – das ist ein wenig schönfärberisch, von “über” kann nämlich keine Rede sein. Aber gut, Bill Bryson – dessen Reiseerzählungen ich sehr schätze – redet ja auch von einem Walk in the Woods, wo er eine ausgewachsene Expedition auf dem Appalachian Trail meint..
Speidel und Maccalini wollen die Via Claudia Augusta befahren, die sich auf einer alten Römerstrasse durch die Alpen windet und am Reschenpass gen Italien absinkt. Von Bayern, ihrer Heimat, nach Italien, in seine Heimat – durch lauschige Wiesen, niedliche Bergdörfchen, mit Brotzeiten auf Almen und Verweilen unter schattigen Bäumen… alles könnte wunderschön sein, nur gehen ihre Vorstellungen vom gemeinsamen Trip doch etwas auseinander.
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Action Kids Hamburg – Tipps und Adressen, die Kinder bewegen
Durch ein Gewinnspiel bin ich an dieses Büchlein gekommen. Ich muss ehrlich sagen, ich habe es weder gelesen noch habe ich die Tipps und Adressen darin ausprobiert. Für Hamburger mit Kindern dürfte es aber sicher interessant sein. Deswegen möchte ich es auch nur kurz vorstellen.
Zuerst dachte ich es handle sich um ein Werbeheft von Mars, dem Süßwarenhersteller, denn unten auf der Front prangt der Schriftzug “Clever Naschen – Eine Initiative von Mars”. Doch das Innere des Buches ist erstaunlich Werbefrei und Mars war wohl nur am Vorwort beteiligt.
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San Sombrèro: Karibik, Karneval und Kakerlaken
Amazon.de schreibt zu diesem “Reiseführer”:
San Sombrèro (…) heißt das mittelamerikanische Ziel der total verrückten Reiseführer-Reihe, die Länder beschreibt, die es gar nicht gibt! Nach dem zart-bitteren, osteuropäischen Molwanien und dem süß-sauren, südostasiatischen Phaic Tan ergänzt (…) das exotisch-scharfe San Sombrèro die Destinationen-Landkarte der mega-schrägen, aus Australien stammenden Guides.
Wenn Lateinamerika witzig überzeichnet dargestellt wird, gibt es morgens Frühstücksflocken mit Rum, dann tanzen Urlauber zur Ruhmeshalle der Seeräuber. Neben landeskundlichen Infos erfahren Leser alles zu den Regionen San Sombrèros — von der lärmenden Hauptstadt Cucaracha City, in der sich korrupte Präsidenten nur drei Monate an der Macht halten, bis zum dichten Regenwald Maraccas, wo Öko-Lodges so schnell aus dem Boden schießen, wie der Regenwald abgeholzt werden kann. Trendsetter seilen sich in Krater hinab, denn „Volcano-ing“ ist echt angesagt. Auf traditionelle Art hingegen wird das Essen in heimischen Strandcafés serviert — „nach zwei Stunden Wartezeit, kalt und an den falschen Tisch“
San Sombrèro: Karibik, Karneval und Kakerlaken
Nach dem Reiseführer in das Balkan-Land Molwanien, der gewissermassen Kultstatus als Satire auf Reiseführer und gleichzeitig augenzwinkernde Glosse über die Eigenheiten ehemaliger Ostblock- und Balkanstaaten geniesst – eine höchst amüsante Lektüre – haben die Autoren Tom Gleisner, Santo Cilauro und Rob Sitch sich dieses Mal aller Lateinamerika- und Karibik-Klischees angenommen die man auf einem Haufen versammeln kann. Und der Reiseführer, der ausführlich mit Karten, Symbolen, Tips und Tricks ausgestaltet ist, ist kaum noch von einem professionellen Guide zu unterscheiden, bis hin zur Ankündigung weiterere Titel (mit weiteren fiktiven Staaten) auf den letzten Seiten des Buches.
Die Karten, Ortsnamen und die spassige Legende zu den Karten sind sehr vergnüglich anzuschauen, hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Das ist aber leider auch schon das Beste was ich über diesen Reiseführer sagen kann.
Route 66 – Neue Wege auf altem Asphalt – Jens Wiegand
Schon vor einem Jahr war bei uns in Planung zusammen mit einem Freund die Route 66 zu bereisen. An dem Wunsch die Tour ein mal machen zu wollen, hat sich nichts geändert. Trotzdem fliegen wir erst ein Mal zusammen nach Thailand. Zugegeben, es ist die billigere Alternative. Doch die Faszination der “Mutter aller Straßen” bleibt.
Und so bleibt uns erst mal nichts anderes übrig, als uns mit Reiseführern zu begnügen. Einer der neuesten und topaktuellsten ist von Jens Wiegand und nennt sich “Route 66 – Neue Wege auf altem Asphalt“.
Nach einem Vorwort und einem Interview mit dem Produzenten des frei verfügbaren Films “Route 66″ geht es auf die Reise. Von Ost nach West. Also die klassische Route. Sie beginnt in Chicago und führt durch die Bundesstaaten Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexiko, Arizona und Kalifornien bis nach Los Angeles. Zum Rest des Beitrags »
Mit dem Kühlschrank um die Welt
Eigentlich ist es ja schon eine verrückte Idee, mit dem Kühlschrank Irland zu umrunden. Tony Hawks hat das getan. Ein passendes Buch gibt es auch dazu:
Jetzt haben wir ein Blog gefunden, das dem noch die Krone aufsetzt. “Round the world with a fridge“. Dave Nicoll hat das anfang 2007 getan und darüber geblogged. Leider wurde das Blog allerdings lange nicht aktualisiert. Aber durchaus lesenswert.
KulturSchlüssel: Malaysia und Singapur
Im Max Hueber Verlag sind in der Reihe KulturSchlüssel, herausgegeben von Gerd Simon, einige wirklich gute Reiseführer der etwas anderen Art erschienen, die – wie der Titel bereits suggeriert – dem Leser fremde Kulturen besser erschließen soll.

Alice Aarau, JoAnn Craig: KulturSchlüssel Malaysia & Singapur
Andere Länder entdecken & verstehen
will den Lesern die vielschichtige multikulturelle Gesellschaft und Lebensweise Malaysias und Singapurs nahebringen – angesichts von drei großen Bevölkerungsgruppen mit höchst unterschiedlichem religiösem und soziokulturellem Hintergrund eine echte Herausforderung.
1000 Places – Deutschland, Schweiz, Österreich
Verfasst von Ishtar unter 1000 Places, Bücher, Deutschland am 21. Januar 2009
2006 hatte ja bereits 1000 Places to See Before You Die Einzug in unser Bücherregal gehalten, und Ende 2007 kam dann dieser Band hinzu.

1000 Places to see before you die – Deutschland, Österreich, Schweiz
Genau das hatten wir uns nach der Lektüre der “Weltausgabe” gewünscht, eine Version, die für den Durchschnittsreisenden aus Deutschland / Europa etwas besser erreichbarere Ziele angibt, denn immerhin gibt es auch in und um Deutschland sehr viel zu sehen.
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1000 Places to see before you die
Verfasst von Ishtar unter 1000 Places, Bücher am 1. Januar 2009
Im Zuge der (alljährlichen) Neuorganisation unserer Blogs haben wir beschlossen, die Rubrik 1000 Places von datenhamster.org hierher zu verlegen, da diese thematisch hier besser hin passt. Auslöser für diese Rubrik war im Jahr 2006 dieses Buch:

1000 Places To See Before You Die
Es handelt sich um die deutsche Ausgabe, die gerade mal 10 Euro kostet. Dafür bekommt man eine Rundreise auf 946 Seiten geboten, die die schönsten Orte und aufregendsten Reiseerlebnisse der Welt quasi einmal im Text vorkostet.
Die Bandbreite reicht vom Besuch im Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg oder am Brandenburger Tor bis zu Yak-Trekking im Himalaya oder dem Cervantes-Festival in Guanajuato, Mexiko. Das macht Lust, sich das eine oder andere auch wirklich selbst anzusehen (und sich abends im Bett Texte von fernen, exotischen Zielen vorzulesen und zu träumen…)
Beim Blättern haben wir festgestellt, dass wir schon so manches davon einzeln gesehen haben, aber nur weniges gemeinsam, und noch weniger davon können wir fotografisch belegen. Deswegen wollen wir in loser Folge, wenn wir wieder einmal einen der Orte aus dem Buch aufgesucht haben, hier davon mit Bild berichten.
Beim Lesen fällt allerdings auf, dass die Auswahl sehr eigenwillig ist – da wären zum Beispiel die vielen Top-Luxushotels der Welt, die mich nur höchst selten reizen, und in Südostasien, wo wir ja gerade erst waren, tauchen nur wenige Ziele auf, viele die wir für sehenswert halten würden, fehlen ganz, dafür sind zum Beispiel in Grossbritannien massenhaft Herrenhäuser und Schlösser aufgeführt – eine gewisse angelsächsiche Prädisposition lässt sich hier nicht ganz leugnen.
Dennoch ist es ein interessanter Blick in die Welt, und eine schöne Anregung für die Reise, ob es nun eine reale oder virtuelle ist – es gibt viel zu entdecken.
Lonely Planet World Food: Malaysia & Singapore
Für unsere Südostasienreise hatten wir uns eingedeckt – einmal mit dem Lonely Planet Guide für die Region, und einmal mit dem

Lonely Planet World Food: Malaysia & Singapore
Der Untertitel: for people who live to eat, drink & travel – with local recipes & culinary dictionary liess vermuten, dass ein Foodfreak wie ich genau die Zielgruppe ist.
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Odenwald und Bergstraße – Streifzüge durch einen Geopark
Verfasst von Ishtar unter Bücher, Deutschland, Odenwald am 8. August 2008
In der schönen Reihe “Natur in Hessen” ist beim Fachverlag Dr. Fraund aus Mainz auch der vorliegende Band erschienen:

Odenwald und Bergstraße – Streifzüge durch einen Geopark
Ein Geopark ist ein besonders ausgewiesenes Gebiet, in dem Erdgeschichte erlebbar gemacht wird. In diesen Räumen soll verständlich werden, wie Landschaften entstehen, wie Gesteine und andere Rohstoffe im Untergrund verteilt sind und wie die Geologie die jeweilige Landnutzung beeinflusst. Diese Themen werden durch Angebote wie geführte Wanderungen, Informationstafeln und vieles mehr vermittelt. Der Odenwald, bzw. der Geopark Bergstraße-Odenwald, ist eines der von der UNESCO ausgewählten Beispielprojekte bei ihrem Ziel, ein globales Netzwerk von nationalen Geoparks zu schaffen.
Ein Geopark ist nach UNESCO-Definition
keine neue Kategorie von Schutzgebieten, sondern Geoparks sollen eine Möglichkeit bieten, den Schutz von Landschaft und Naturdenkmälern zu verbinden mit nachhaltiger Tourismus- und Regionalentwicklung.
Und gerade das Thema der nachhaltigen Entwicklung hat sich Herausgeber Herwig Klemp besonders auf die Fahnen geschrieben. Deswegen lässt er viele Fachleute aus Ökologie und Biologie zu Wort kommen. Ganz besonders angetan hat es mir der Beitrag von Dr. Mathias Ernst, der die Geschichte der Verwandlung des Geotops Odenwald um einen ganz persönlichen Blickwinkel bereichert, als jemand der die Transformation der bunten lebendigen Waldvielfalt dieser Landschaft hin zu einer artenarmen Waldbewirtschaftungs-Monokultur schmerzlich miterlebt hat.
Wichtig ist es den Autoren, zu betonen, dass – auch wenn die Reihe sich mit den Natur- und Kulturlandschaften Hessens befaßt – dieses Buch den gesamten Odenwald über die Grenzen der Bundesländer hinaus abdeckt – bis nach Heidelberg oder Miltenberg hinein.
Und ebenso vielfältig wie die Landschaft, die vorgestellt wird, sind auch die Themen, denen sich das Buch widmet.
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