Archiv für Kategorie Schlafen
Albergo Alla Valle di Banne – Trieste
Verfasst von nasebaer unter Italien, Plitvice und zurück 2011, Schlafen am 23. Januar 2012
Wer nach Trieste will und im Internet sucht wird oft davor gewarnt, gar nicht erst nach Trieste hinein zu fahren. Wir haben uns den Rat zu Herzen genommen und sind richtig gelandet. Ein kleiner Vorort von Trieste ist Banne. Enge Gässchen, durch die gerade ein Auto durch kommt, in denen man schon nach einer Runde die Orientierung verliert. Ein kleines Dorf eben. Die einzige Unterkunft hier ist die Albergo Alla Valle di Banne. Der Weg nach Trieste ist dann sogar einfacher als gedacht. Mit dem Auto fuhren wir nach Opicina, stellten es hier ab und nahmen die historische Straßenbahn. Sehr zu empfehlen.
Mit 23 Zimmern ist das Hotel recht groß für das Dorf. Von aussen ist es unscheinbar, nur ein kleines Schild neben der Einfahrt weisst darauf hin, und erst wenn man durch die Hofeinfahrt fährt erblickt man das richtige Hotel. Im Innenhof erwartete uns dann auch ein großzügiger Parkplatz unter alten Bäumen, parken ist kostenfrei.
Nach dem Einchecken wurde uns unser Zimmer gezeigt. Nicht all zu geräumig, aber doch groß genug sind die Zimmer. Ein Doppelbett, Schreibtisch, ein Sofa, ein kleiner Flachbildschirm, daneben noch ein großzügigeres Bad mit Dusche. Das ist ausreichend um ein paar Nächte zu verbringen. Ruhig hat man es hier normalerweise auch. Als wir vor Ort waren wurde gerade die Aussenfassade renoviert, doch viel zu hören war nicht. Lediglich ein Gerüst störte den An- und Ausblick. Frau Foodfreak störten die Feuerschutztüren aus Stahl auf den Fluren etwas, sie bezeichnete sie als Gefängnisoptik.
Das Frühstück konnte dann den kleinen Patzer wieder herausreissen. Echte italienische Spezialitäten, süßes Gebäck, Brötchen, aber auch diverse Müslisorten mit Joghurt und Milch waren aufgefahren und wir haben uns durchprobiert. Alles war lecker, die Kalorienzufuhr reichte für den langen Tag, der folgen sollte. Auch den besten Kaffee unserer Tour bekamen wir hier. Wir waren fasziniert wie der Kellner ein ganzes Kännchen aus seiner großen Siebträgermaschine zauberte. Trotz der längeren Durchlaufzeit kein bisschen bitter.
120 Euro kostet die Nacht hier regulär. Über diverse Buchungssysteme ist das aber auch günstiger zu haben. Die Adresse:
Albergo Alla Valle di Banne
Loc. Banne, 25
34151 Trieste
Etap Hotel Aachen
Verfasst von nasebaer unter Nordrhein-Westfalen, Schlafen am 27. Februar 2010
“Hier schlafen die Schlauen.” So stand es außen und und in den Werbebroschüren des Etap-Hotels geschrieben. Und der Preis war zur Verfügbarkeit und der kurzfristigen Buchung passend. So buchten wir für unseren Kurzaufenthalt in Aachen nicht das Bla-Hotel-Paket mit Frühstück und allem, wie wir es z. B. letztes Jahr in Schwerin getan hatten. Für einen Zimmerpreis von 40 Euro ab, bei zwei Personen 50 Euro ohne Frühstück, autobahn- und innenstadtnah gelegen, konnte man sich nicht beschweren. Wir mieteten uns beim Air Berlin der Hotels ein. Und wir frotzelten, wie ein Ryanair-Hotel aussehen würde. Gebühr für das Einchecken, für die Kreditkartenzahlung, für Gepäckstücke auf dem Zimmer…
Wir kamen an und fanden das Etap in Aachen auch recht schnell. Ein schmuckloser Schuhkarton stand in einem Industriegebiet keine fünf Minuten von der Autobahn weg. Alles ist hier einfach und unkompliziert. Die Rezeption ist nur zu bestimmten Zeiten besetzt, in der Regel morgens wenn es Frühstück gibt und abends. Dazwischen regelt alles ein Automat. Dieser fragt die Buchungsnummer ab oder, wenn nicht vorhanden, liest die Kreditkarte ein. Er zeigt die Reservierung an und gibt die Zimmernummer und den Zugangscode für das Türschloss aus. Und er rechnet auch gleich den ersten Tag ab.
Mit dem Türcode konnten wir nicht nur das Gebäude, sondern auch unser zugewiesenes Zimmer betreten. Leider war es wohl mal ein Raucherzimmer, was man roch. Doch kurzes Lüften half, und so waren wir ganz zufrieden. Es war einfach und praktisch, eben das, was man von einem Discount-Hotel erwartet.

Das Bett war ca. 1,40 breit, interessant war das zusätzlich platzsparend angebrachte Kinderbett an der Wand quer obendrüber als Hochbett. So kann eine dreiköpfige Familie hier günstig übernachten. In einer Ecke befindet sich ein kleiner Schreibtisch mit Stuhl, darüber der Fernseher, ein kleiner Philips TFT der in der Hotelausstattung auch gleich die Uhr und den Wecker enthält. Interessant waren die nach außen auf eine Steckdose geführten Anschlüsse für Audio (Kopfhörer-Klinke und Cinch) und ein AV-In.

Ein kleines Waschbecken, eine Duschkabine, die an eine aus einem Wohnmobil erinnert, und eine Toilette in einem kleinen separaten Raum komplettieren das Zimmer. Die Akustik der Dusche ist gewöhnungsbedürftig, der Toilette dürfte gern noch jemand einen separaten Abzug bescheren, aber für den Einzelreisenden ist die Ausstattung mehr als ausreichend.

Im Grund ist das Zimmer im Etap nichts Besonderes. Es ist einfach Basic und erfüllt die Grundansprüche nach einem Bett und einer Dusche. Für das Gebotene kann man nicht meckern. Einen Kleiderschrank gibt es nicht, dem Geschäftsreisenden reichen aber vermutlich auch Kleiderhaken/-stange und drei Bügel dazu. Eine Minibar sucht man ebenfalls vergebens. Dafür punktet der Raum mit Klimaanlage und individuell regelbarer Heizung, und die Fenster sind so gut isoliert dass man die nahe Autobahn nicht hört.
Wer länger als eine Nacht bleibt, muss eine Meldekarte ausfüllen, die im Zimmer bereitliegt, und diese am nächsten Morgen an der Rezeption mit Ausweis und Kreditkarte vorlegen. Dabei werden auch die restlichen Tage gleich abgerechnet. Das Ganze geht schnell und unkompliziert. Da wir zwei Nächte blieben, gingen wir durch das Prozedere und konnten dabei einen Blick auf das Hotelfrühstück werfen, das man für sechs Euro dazu buchen konnte.
Müsli, Milch, Joghurt, Toast und Marmelade. Das übliche eben, etwas lieblos angerichtet und mit sechs Euro einfach überteuert. Aber da es nicht zu den regulären Leistungen des Hotels gehört und getrennt zugebucht werden muss, kann es ruhig seinen Preis haben. Ich vermute auch mal, den Service nehmen nicht viele in Anspruch. Als wir da waren, nur ein älteres Ehepaar. Für den Hunger und Durst zwischendurch stehen direkt am Eingang ein Instant-Kaffee-Automat und ein Süssigkeiten-Kalte-Getränke-Automat zur Verfügung.
In unseren Augen ist es eher ein Hin- und Weiter-Hotel. Das bestätigte uns auch unser Abreisetag. Wir verließen um sechs in der Früh unser Zimmer, und wir waren nicht die ersten. Raus, Kaffee aus dem Automaten und auf die Straße, das war es, was wir beobachteten.
Unser Fazit lässt sich recht einfach zusammenfassen: Man bekommt das, wofür man bezahlt. Eine ordentliche und saubere Unterkunft. Nicht mehr und nicht weniger. Für eine schnelle und billige Übernachtung, die ausserdem gerade für Selbstfahrer ideal gelegen ist, für einen ungeplanten Zwischenstopp, oder einfach nur ein Zimmer für den ‘preisbewussten Kunden’, ist Etap ideal. Wer mehr Service braucht oder möchte, der ist hier falsch.




