Beiträge getagged mit Architektur

Cacheempfehlung – GC1C65Y – Anno Domini 1899

Ganz in der Nähe von Scharbeutz, in Sierksdorf, waren wir letztes Jahr im August zum Cachen. Dabei haben wir nicht nur einen schönen Cache endeckt, den wir hier vorstellen wollen, sondern auch unsere neue Kamera getestet, die wir uns gekauft hatten, um auch mal ein Video zu drehen. Seitdem haben wir das eher selten genutzt, aber wir wollen es intensivieren.

Der Cache selbst führt an einen alten Aussichtsturm, der hier mitten in einem Waldstück in der Nähe des Ostseestrandes steht. Dank fehlender Einrichtungen wie z.B. Treppen ist hier zwar nichts mehr mit Aussicht, aber trotzdem fanden wir den Cache und auch den Weg dorthin sehr interessant. Den Weg haben wir mit der Kamera aufgenommen, wir waren noch im Versuchsstadium, deswegen ist auch noch alles schön verwackelt und oft unscharf. Trotz allem wünschen wir viel Spaß damit.

Der Cache selbst erhält von uns das Siegel “Von Charlie empfohlen”.

Und hier noch die Videos, es sind zwei geworden. Zum Rest des Beitrags »

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Im Slomanhaus

Bevor wir uns zu einem feinen Mittagsmahl im Brook niederliessen, hatten nasebaer und ich vergangene Woche noch einen Geocache auf dem Plan, der schon lange auf unserem Merkzettel auf Abarbeitung wartete: Den Beamtenbagger.

Nur werktags kann man diesen Mini-Multi absolvieren, der in ein mittlerweile unter Denkmalschutz stehendes Gebäude führt, das Sloman-Haus. Das Sloman-Haus, ursprünglich von Haller erbaut, erhielt sein endgültiges Aussehen erst durch die Hand Fritz Högers im Jahr 1922. (Auch das Chilehaus, die weitaus bekanntere Bauarbeit Högers, errichtete er für die 1793 in Hamburg begründete Reederei).

Dsa Interieur ist einfach spannend.


Das ist der Zugang am Steinhöft – der Eingang Baumwall ist ebenfalls imposant, und bietet u,a. ein Schiffsmodell auf. Den Beamtenbagger allerdings findet man hier – einen der letzten im Betrieb befindlichen Paternoster Deutschlands, mit dem man auch ohne Sicherheitsunterweisung fahren darf…

Ein Blick ins Treppenhaus ist wie eine Reise in eine andere Zeit:
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Berliner Bogen

Oft drehen sich Geocaches auch um Architektur, sprich besonders ansehnliche Gebäude werden mit einem Micro bedost, damit man auch mal die Gelegenheit bekommt, sich das Werk des Architekten anzusehen. Einen anderen Weg geht der Cache am Berliner Bogen.

Statt den üblichen Büroklötzen ist das Architektenbüro Bothe Richter Teherani einen anderen Weg gegangen. Zum Rest des Beitrags »

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Tag 5 – Melaka

Christ Church, Melaka

Früh am Morgen wollen wir aufstehen, auf 6 Uhr steht unser Wecker, wollen wir doch spätestens 07:30 Uhr am Busdepot in der Lavender Street (Singapur) sein, um unseren Bus nach Melaka zu erwischen, der um 8 fährt – 30-15 Minuten vorher solle man da sein.

Doch schon um kurz nach 5 sind wir wach, an nochmal schlafen ist ohnehin nicht zu denken, also klappen wir den Laptop auf, lesen Mail, und packen dann zusammen und checken aus.

Draussen ist es um kurz nach 6 erstaunlich angenehm frisch, es hängt auch keine Saunafeuchte in der Luft – ideale Bedingungen um sich auf die knappe Stunde Fussweg (eine Station MRT inklusive, aber mehr aus Bequemlichkeit mit Gepäck als wirklich nötig) zu machen. Auch ein kleiner und zum Glück nur dünner Regenschauer stört nicht weiter. Auf dem Weg zur Bushaltestelle stoppen wir an einem Cheerio, ein Minimart ähnlich 7/11, und kaufen Bonbons. Und gegen 7 sitzen wir bereits bei Nieselregen unter dem Dach am Busdepot und geniessen einen kühlen Morgen in Singapur, der nur durch eine mich mehrfach zerpieksende Mücke etwas gestört wird.

Vor uns liegt das Stück Reise, das mir in der Planung am meisten Sorge bereitet hat – der kleine Grenzverkehr zwischen Malaysia und Singapur scheint etwas kompliziert zu sein, was auch an der Topographie liegt. Im Lonely Planet: Malaysia, Singapore & Brunei stand zu lesen dass es bisweilen passieren kann dass man auf der anderen Seite der Grenze – welche man zu Fuß queren muss – schon mal erleben könne dass der Bus weg sei…

Doch zunächst führt uns die Fahrt im nicht voll besetzten Bus erst einmal fast 40 Minuten durch Singapur, und die morgendliche Rush-Hour. Das ist ein ganz anderer Blick auf den Inselstaat als das Sightseeing im Innenstadtbereich. Auch hier fällt auf dass Singapur eigentlich beständig under heavy construction ist, alte kleinere Wohnblocks grossen high rises weichen, aber dennoch sehr viel gut gepflegtes Grün allerorten zu sehen ist. Natürlich ist es auch von Vorteil dass hier Bewässern schwerlich nötig sein dürfte.

Am Grenzposten hält unser Bus. “Passport only” sagt das Faktotum aka der zweite Busfahrer laut an.

Brav tappsen wir aus dem Bus, stellen uns an einer Schlange der riesigen Abfertigungshalle an, beobachten wie ein genervter Grenzer sich mit offenbar nur unzureichend auf den Trip vorbereiteten Schülern in Uniform herumschlägt, eilen nach dem unkomplizierten Ausreisevorgang nochmal schnell zu den Toiletten (sicherheitshalber), und dann steht auch der Bus schon wieder direkt vor unserer Nase, um uns ein ganzes Stück weiter zur malaysischen Seite des Checkpoints zu bringen – einmal über die riesige Brücke, die die Meerenge zwischen den Staaten überspannt und noch ein ganzes Stück ins Land hinein, wo es nun heisst mitsamt Gepäck und Zolldeklaration einreisen und sich auf Immigration card und Pass die benötigten Stempel zu holen. Auch das geht erfreulich stressarm und unkompliziert vonstatten.

Wieder beim Bus angekommen, fühle ich mich sehr erleichtert, und als das Vehikel dann endlich auf der Autobahn Melaka ansteuert, gönnen wir uns zur Belohnung ein paar Kekse aus der Oreo-Rolle, die unseren Reiseproviant darstellt.

Die Fahrt an sich ist relativ langweilig, und wir versuchen soweit möglich zu dösen. Knapp 300 km liegen zwischen Singapur und Melaka, auf malaysischer Seite immer noch ca. 250, die man so gut wie komplett auf der (mautpflichtigen) Autobahn zurücklegt – Strasse, Palmen, viel Grün, mehr gibt es nicht zu sehen.

Unterwegs stoppen wir noch einmal, für einen Imbiss, so gewünscht, Fahrerwechsel, wer möchte kann beim Fahrer Geld tauschen. Wir tauschen unsere Singapurdollars in Ringgit, dann gebe ich mir Mühe die Ekelattacke beim Anblick der versifften Klos an der Raststätte im Nirgendwo neben der Autobahn zu verkraften (einer jungen Singapurchinesin aus unserer Reisegruppe geht es sichtlich nicht besser). An einem Stand erwerben wir ein Stück frische, vollreife Ananas (yummy, alles meins, Torsten verabscheut Ananas), sehen zu wie die Busfahrer nasi goreng essen und Kaffee oder Tee trinken, dann geht’s weiter.

Eine malayische Muslimin hält in gebrochenem Englisch einer Singapur-Chinesin einen flammenden Vortrag über Religion, dessen Quintessenz in etwa ist, dass nur 1 von 75 Gläubigen in den Himmel komme und der Rest in die Hölle wandere, dass ein wahrer Muslim sich durch Studium der Schriften und rechte Lebensweise auszeichne, und dass Singapur dem Untergang geweiht sei weil es da nicht genug Moscheen gebe und die ganzen unreinen Touristen da in Moscheen hineindürften und diese verschmutzten, obwohl doch sogar die Katholiken überall heiliges Wasser für die Reinigung in ihren Tempeln hätten, plus ein paar Baukastensätze die durchaus auch von fundamentalistischen Christen oder anderen Vertretern aggressiver monotheistischer Religionen hätten stammen können.

Einer der Busfahrer schnieft, rotzt und röchelt sich mit der Regelmässigkeit einer uralten Dampflok durch die Strecke, ausserdem palavern beide lautstark. Kurz vor Melaka steigt der eine aus, dafür eine ältere Chinesin ein (neben der Strecke), die sogleich den Part des Entertainers übernimmt und gefühlte 30 Minuten ohne Luftholen in einem sehr eigenartigen lokalen Dialekt – anscheinend eine Mischung aus Mandarin, Bahasa Melayu und Englisch – laut irgendwas dem Fahrer erzählt.

Ankunft Melaka Sentral, Busdepot. Auf die grüne Wiese, direkt neben einen gigantischen TESCO Supermarkt, der mit einer Fussgängerbrücke über die viel befahrene Strasse mit dem Busdepot verbunden ist, hat man das neue Busterminal von Melaka gebaut, und hier sieht es auch so aus wie ich mir ein (grosses) Busterminal vorgestellt habe – jede Menge Buden, ein grosses Dach, ein Terminal für Überlandbusse, ein Terminal für regionale Busse, dazwischen pulsierendes Leben, dutzende Busse, und ein undurchschaubares System privater Busbetreiber. Keine Fahrpläne, keine Linienpläne, keine Streckennetzübersicht, keine Preise, nur tobendes Chaos im Stil eines orientalischen Basars, das aber auf hohem Niveau. In alle Kampungs des Bundesstaates Melaka kann man hier fahren, vorausgesetzt man blickt durch wer wann ab wo wohin fährt, und an den Rändern befinden sich Coffeeshops, Imbissbuden, und allerlei Lädchen aller Arten.

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